Ausraster: „Lufthansa behandelt Kunden wie Vieh“

Ausraster: „Lufthansa behandelt Kunden wie Vieh“

Thomas Sattelberger, Politiker und ehemaliger Lufthansa-Vorstand, hat sich auf Facebook ganz schön über die deutsche Airline aufgeregt. Das Mitglied des Bundestages ist bekannt für seine klaren Worte.

Flugverspätungen mag niemand – Politiker Thomas Sattelberger holt aber gleich zum Rundumschlag gegen die Lufthansa aus.
Flugverspätungen mag niemand – Politiker Thomas Sattelberger holt aber gleich zum Rundumschlag gegen die Lufthansa aus. (Symbolfoto)

Foto: imgao/Oryk Hais; imago/Ralph Peters

„Die besten Kunden werden wie Vieh behandelt“, schreibt Thomas Sattelberger aktuell auf seinem Facebook-Profil. Gemeint sind Lufthansa-Kunden, zu denen auch er zählt. Anlass für seinen Ärger, dem er auf Facebook ausführlich Luft machte, war eine Flugverspätung.

„#Koma statt Kundenorientierung“

Sattelberger holt in seinem Post ordentlich aus und spricht die Lufthansa-Vorstände Carsten Spohr und Thorsten Dirks direkt an. Der Flug von Berlin-Tegel nach München hätte eine halbe Stunde Verspätung gehabt. Er und die anderen wartenden Passagiere hätten am Gate „eng aneinandergezwängt“ warten müssen, schreibt der FDP-Politiker. Die Verzögerung habe zur Folge gehabt, dass Sattelberger einen Termin absagen musste – und das hat ihn anscheinend sauer gemacht.

Mit reichlich Ausrufezeichen gespickt, wettert er drauflos: Die Lufthansa würde ihre Kunden wie „Transportsäcke“ behandeln, Sitzplätze würden „wirr“ neu vergeben. Getoppt wird sein Pamphlet von einem fulminanten Ende in feinster Social-Media-Manier: „#Chaos statt Prozesstreue, #Koma statt Kundenorientierung!“. Sattelberger, der selbst mal im Vorstand der Lufthansa saß, hält sich nicht zurück – das hat schließlich Tradition bei dem Vielflieger.

Ein Freund klarer Worte

„Ich halte nicht die Klappe“: So lautet der Titel eines der Bücher, die Thomas Sattelberger bereits veröffentlicht hat. Das trifft die Einstellung des Politikers ganz gut. Er ist der Typ, der seine Meinung geradeheraus sagt, ohne drum herumzureden. Wäre er noch heute im Vorstand der Lufthansa, würde er sich „in Grund und Boden schämen“, schreibt Sattelberger in seinem Post. 

Seinen schriftlichen Ausraster teilte er übrigens auch bei Twitter. Dort erhielt er sogar eine Antwort des Luftfahrtkonzerns. Eine Mitarbeiterin entschuldigt sich für die Unannehmlichkeiten und verspricht, Sattelbergers Anliegen weiterzuleiten. In seinem Wochenrückblick heißt es: „Lufthansa antwortet mir auf Twitter in dürren Sätzen.“ Es habe ihm übrigens „wehgetan, so auf den Putz hauen zu müssen“.

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