Viel Touristen in Ägypten steigen aus den Bussen aus und haben wenige Minuten später schon die erste Pharaonenfigur in der Hand oder finden sich auf dem Rücken eines Kamels wieder. Diese aggressive Strategie der Verkäufer und Bettler soll nun ein Ende haben, um die Tourismuszahlen wieder nach oben zu treiben. 

Wie die britische Tageszeitung „The Guardian“ berichtet, hat das ägyptische Parlament ein Gesetz verabschiedet, das derartige Belästigungen unter Strafe stellt. Bis zu 10.000 ägyptische Pfund, umgerechnet rund 460 Euro, müssen penetrante Verkäufer zahlen, wenn sie erwischt werden. 

Ägyptische Wirtschaft ist auf Touristen angewiesen

Die fehlende Aufdringlichkeit an den Pyramiden und anderen Touristen-Hotspots soll wieder mehr Menschen nach Ägypten locken. Das erhofft sich zumindest die Regierung von dem Gesetz. Immerhin macht die Branche zwölf Prozent der ägyptischen Wirtschaft aus. 

Aufgrund der Unruhen durch die Revolution 2011 und des Militärputsches 2013 brachen die Touristenzahlen in Ägypten ein. Doch im vergangenen Jahr kletterten die Zahlen wieder nach oben: Nach Angaben der Oxford Business Group stieg die Anzahl der Touristen von 5,4 Millionen 2016 auf 8,3 Millionen. 

Teilreisewarnung für Urlaub in Ägypten

Wenn du einen Urlaub in Ägypten planst, kannst du dich im Vorfeld beim Auswärtigen Amtüber eventuelle Unruhen im Land informieren. Derzeit gibt es eine Teilreisewarnung für das Land. Dementsprechend günstig sind die Flüge, und du kannst schon für unter 200 Euro in die beliebte Baderegion Hurghada fliegen.