Tipps für deinen Trekking-Urlaub in Nepal | reisereporter.de

Tipps für deinen Trekking-Urlaub in Nepal

Spektakuläre Landschaften, lebendige Traditionen und gastfreundliche Menschen – Nepal ist mehr als nur eine Reise wert. Doch wie organisiere ich eigentlich mein Trekking? reisereporter Nils gibt Tipps.

Die letzten Sonnenstrahlen am Gipfel des Mount Everest.
Sonnenuntergang am höchsten Berg der Welt, dem Mount Everest (8.850 Meter).

Foto: Nils Peuse

Wenn man nicht gerade auf der Suche nach Urlaub am Meer ist, könnte man meinen, Nepal habe alles – tiefgrüne, von Elefanten und Nashörnern durchstreifte Ebenen im Chitwan-Nationalpark im Süden, pulsierendes Leben zwischen Tradition und Moderne in Kathmandu und Pokhara und spektakuläre Trekkingpfade in allen Höhen- und Vegetationsstufen, die man sich nur wünschen kann.

An einem Tag stehst du hier in grünen Reisfeldern neben Bananenstauden und gackernden Hühnern, wenige Tage später in einer an Tibet erinnernden, staubtrockenen Hochgebirgswüste und wieder an einem anderen Tag neben einem kilometerlangen Gletscher mit Blick auf einige der höchsten Berge der Welt. Ein wahres Paradies für berg- und trekkingbegeisterte Menschen.

Anreise: Ab Deutschland gibt es keine Direktflüge nach Nepal. Air India fliegt mehrmals wöchentlich ab Frankfurt via Delhi nach Kathmandu. Auch Turkish Airlines bietet eine schnelle Verbindung über Istanbul. Mit Emirates fliegt man vergleichbar schnell über Dubai nach Kathmandu (etwa 14 Stunden Reisedauer). Zur Hauptreisezeit sind die Flugtickets spürbar teurer als in der Nebensaison. 

Einreise: Für Deutsche genügt ein Reisepass, der noch mindestens sechs Monate gültig ist. Das notwendige Visum bekommst du direkt am Flughafen. Für 30 Tage kostet es etwa 40 Euro. Auch die Ausstellung länger gültiger Visa ist möglich, aber entsprechend teurer. Die Einreiseformulare, die direkt in der Ankunftshalle ausliegen, solltest du bereits ausgefüllt und zwei Passfotos griffbereit haben. Je nach Airline bekommst du diese Formulare auch im Flieger ausgehändigt.  

Beste Reisezeit: Ende September bis Ende November und Februar bis Mitte April. Die Winter sind oft trocken, aber in den Hochlagen sehr kalt. Normalerweise dauert die von vielen Touristen gemiedene Monsunzeit etwa von Juni bis September. In den vergangenen Jahren kam es jedoch immer wieder zu Monsunausläufern bis in den Oktober hinein. Insbesondere in den Regionen nördlich der Himalaya-Hauptkette kann es auch während des Monsuns sehr schön und trocken sein. Ganzjährig kann es in den tieferen Lagen Nepals sehr heiß werden.

Sicherheit: Das gesamte Himalaya-Gebiet ist stark erdbebengefährdet, und es kommt immer wieder zu kleineren und größeren Beben. Zudem ist das Straßennetz in weiten Teilen des Landes nur unzureichend ausgebaut und führt oft über unbefestigte Abschnitte. Es muss zu jeder Jahreszeit mit Staus und langen Fahrtzeiten gerechnet werden.

Bei Überlandfahrten sollte man auf privat organisierte Transportmittel zurückgreifen und öffentliche Busse aufgrund der Vielzahl von Verkehrsunfällen meiden. Auch die Flugsicherheit entspricht nicht europäischen Standards.

Organisation: Im Stadtteil Thamel in Kathmandu gibt es an jeder Ecke Reisebüros und Trekkingveranstalter. Besser ist es, bereits aus Deutschland Kontakt zu einem vertrauenswürdigen Partner vor Ort aufzunehmen. reisereporter Nils vermittelt dir auf Wunsch gern die Kontaktdaten zu seinen professionellen Ansprechpartnern in Nepal. Schreib hierfür einfach eine Mail an autoren@reisereporter.de.

Natürlich gibt es auch zahlreiche europäische Veranstalter, die Reisen nach Nepal anbieten. Für viele Treks benötigen Reisende je nach Region spezielle Trekking Permits, die gegebenenfalls mit Gebühren verbunden sind. Auch die sogenannte TIMS-Card (Trekkers’ Information Management System) ist zwingend erforderlich, wenn du trekken gehen möchtest. Diese organisiert jeder seriöse Veranstalter für dich in Kathmandu vor Trekkingbeginn. Sie kostet etwa 20 Euro.

Fotografieren und Drohne fliegen: Während die meisten Nepalesen Touristen gegenüber sehr aufgeschlossen sind und sich gern mit ihnen fotografieren lassen, solltest du immer um Erlaubnis bitten, bevor du von ihnen ein Foto machst. Fotos von Militäreinrichtungen und Flughäfen sind in den meisten Fällen absolut tabu.

Um deine Drohne fliegen lassen zu dürfen, wird eine Erlaubnis der Civil Aviation Authority of Nepal benötigt, die du in Kathmandu beantragen musst. Solltest du diese nicht haben und beim unerlaubten Fliegen erwischt werden, drohen im schlimmsten Fall empfindliche Bußgelder und die Konfiszierung der Drohne.

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