Der Grund für die gewaltsamen Ausschreitungen war neue Sozialreform, die Daniel Ortega, Präsident von Nicaragua, einführen wollte. Aufgrund der extremen Reaktionen, Straßenschlachten und brennenden Barrikaden zog er seine Pläne jetzt jedoch wieder zurück.

Mehrere Tote bei Protesten

Seit vergangenem Mittwoch liefern sich Reformgegner und der Polizei in dem Land in Mittelamerika, insbesondere in der Hauptstadt Managua, eine Straßenschlacht. 

Das Verhalten der Sicherheitsbeamten sei dabei jedoch äußerst unverhältnismäßig und aggressiv gewesen und wurde weltweit kritisiert, unter anderem vom US-Außenministerium und in einer Rede von Papst Franziskus.

Die gewaltsamen Aufeinandertreffen zwischen Demonstranten und Polizei forderten mehrere Todesopfer.

Die Polizei setze immer wieder scharfe Munition ein, die Zahl der Todesopfer belaufe sich mittlerweile auf 25 Menschen, wie „The Guardian“ berichtet.

Auch jetzt, nach dem Rückzug der geplanten Reform, sei die Situation noch angespannt. Das Auswärtige Amt rät daher dringend von „nicht erforderlichen Reisen“ nach Nicaragua ab. Und wer bereits vor Ort ist, für den gilt: „Reisenden wird geraten, Bewegungen in den Städten auf das Nötigste zu beschränken und Fahrten zum Flughafen in jedem Fall nur bei Tageslicht zu unternehmen, auch wenn der Flug erst in der Nacht stattfindet.“

Ortegas geplante Reform sah vor, die Rentenzahlungen zu kürzen, während die Sozialversicherungsbeiträge deutlich steigen sollten.