Momentan sind alle Augen der Surfwelt auf Westaustralien gerichtet – genauer gesagt auf Margaret River, denn dort macht gerade die World Surf League, die Welttournee der besten Surfer, halt. Der Wettbewerb musste jedoch am Montag unterbrochen werden, weil nur sechs Kilometer entfernt zwei Surfer am selben Tag von einem Hai attackiert wurden.

Der erste Angriff ereignete sich am frühen Morgen in der Nähe von Gracetown. Ein Hai biss einem australischen Surfer (37) in die Beine. Der Mann konnte sich an Land retten und wurde mit einem Hubschrauber ins Krankenhaus von Perth geflogen. Sein Zustand sei stabil, wie „CBS News“ berichtet.

Zweiter Hai-Angriff am selben Tag

Nur wenige Stunden später und nicht einmal zwei Kilometer von der ersten Attacke entfernt, wurde ein Surfer aus Dänemark (41) ebenfalls von einem Hai gebissen. Dieser Angriff verlief aber weitaus glimpflicher, er hatte leichte Blutungen am Bein und wurde am Strand von Sanitätern versorgt. In seinem Surfboard ist aber ein riesiger Bissabdruck des Hais zu sehen, berichtet „ABC News“.

Der Surfwettbewerb wurde bereits nach der ersten Attacke unterbrochen, das Risiko für die Surfer sei zu hoch. Jetzt wurde der Wettbewerb, der bereits seit letzter Woche läuft, komplett abgebrochen, die Veranstalter wollen keinen Angriff auf Teilnehmer riskieren.

Im Jahr 2015 wurde Profi-Surfer Mick Fanning während eines Events der Welttournee in Südafrika vor laufenden Kameras von einem Hai attackiert. Der Australier hatte damals großes Glück und blieb unverletzt.

Hai-Angriffe sind extrem selten und unwahrscheinlich

Im gesamten Jahr 2017 gab es 88 Haiangriffe weltweit, fünf davon waren tödlich. Haie haben normalerweise kein Interesse an Menschen, denn wir passen nicht in das Beuteschema der schnellen Jäger, erklärt die Initiative „Stop Finning“.

Ein Angriff sei in der Regel eine Verwechslung, durch die scharfen Zähne könne aber selbst ein Probebiss zu starken Blutungen führen, die mitunter tödlich enden können.