Mann sagt Party-Trip in Hamburg ab: Fremder springt ein

Kumpel sagt für Party-Trip ab: Fremder springt ein

Ein Party-Wochenende in Hamburg mit den besten Kumpeln: Keine schlechte Idee, oder? Außer, es sind gar nicht deine besten Freunde, sondern die deines Namensvetters. Und du bist nur als Ersatz dabei. 

Ross Smith (28, Zweiter von rechts) mit seinen „Kumpeln“ vor der Herbertstraße in Hamburg.
Ross Smith (28, Zweiter von rechts) mit seinen „Kumpeln“ vor der Herbertstraße in Hamburg.

Foto: Twitter/Ross smith (Screenshot)

Mal angenommen, du erhältst folgende Nachricht: „Ey, hast du in zwei Wochen schon was vor? Wir wollen übers Wochenende mit den Jungs nach Hamburg und du kannst umsonst mitkommen.“ Und angenommen, du kennst weder den Absender dieser Nachricht noch einen der anderen Reiseteilnehmer. Würdest du zusagen? 

Dieselbe Frage stellt sich auch der Brite Ross Smith, als er vor wenigen Wochen diese Nachricht auf Twitter erhält: 

Nach kurzem Zögern schickt Ross die Antwort: „Scheiß drauf, ich bin dabei.“ Als Komiker kann er dieses Abenteuer im schlimmsten Fall mit Humor nehmen. In jedem Fall hat er dadurch genug Gesprächsstoff, seinen Twitter-Account in den nächsten Wochen unter dem Hashtag #iamrosssmith mit den verrückten Vorbereitungen und Reiseerlebnissen zu füllen. 

Vom Shopping für die Urlaubsgarderobe: 

Übers Lernen der wichtigsten Floskeln:

Bis hin zum Kofferpacken (Albert Camus’ „Der Fremde“ ist bestimmt nicht zufällig im Gepäck gelandet): 

Was folgt, ist ein Männertrip mit viel Alkohol, durchfeierten Nächten auf der Reeperbahn, Karaoke, Boxkampf in der Kneipe schauen und einem ungemütlichen Airbnb-Schlaferlebnis. Also eigentlich ganz normal – bis auf die Tatsache, dass Ross sich sicher erst an einige Eigenheiten seiner neuen Bekanntschaften gewöhnen muss. 

Am Morgen nach der ersten Nacht in Hamburg twittert er: „Mir wurde gerade mitgeteilt, dass letzte Nacht ‚zahm‘ war. Wenn zahm heißt, so aufzuwachen, werde ich morgen wahrscheinlich gar nicht mehr aufwachen.“ 

Und wie war er nun, der spontane Städtetrip mit drei Fremden? Auf dem Weg zurück zum Hamburger Flughafen tweetet Ross ein Selfie und meint nur: „Gemischte Gefühle. Vor allem ist mir schlecht.“

Aber: Die Facebook-Freundschaftsanfrage von Johnny Garner, der ihm damals die Anfrage schreibt, nimmt er am letzten Reisetag an.

Wenn das nicht der Beginn einer wunderbaren Freundschaft ist.

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