Kreta, Mykonos, Santorin – Griechenland ist bekannt für seine wunderschönen Inseln. Das Land hat aber auch Urlaubsparadiese zu bieten, die nicht jeder kennt. Dazu gehört Skiathos, ein nur 46 Quadratkilometer kleines Juwel mit mehr als 60 Stränden, kristallklarem, sauberem Wasser und viel grüner Natur.

Skiathos ist bekannt als Film-Drehort und und für seine kurze Landebahn

Bekannt ist Skiathos zunächst für zwei Dinge: als Schauplatz für den Hollywoodstreifen „Mamma Mia“, der 2008 mit Meryl Streep verfilmt wurde, und für seine spektakulären Landungen am Flughafen. Denn die Piste auf Skiathos ist kurz. Sehr kurz. 1.628 Meter misst die Landebahn.

Das erfordert vom Piloten einiges an Geschick. Kurz vor dem Aufsetzen touchiert die Boeing fast das Meer, um anschließend eine Vollbremsung hinzulegen. Was für ein Nervenkitzel. Kurz darauf geht die Tür auf, und eine frische Brise sorgt sogleich für Urlaubsstimmung. Es duftet nach Pinien, Meer und Kräutern. Wie herrlich!

Im Princess Resort kannst du den Meerblick vom feinen Sandstrand aus auf gemütlichen Sunbeds genießen.

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Und auch der feine Sandstrand von Agia Paraskevi verdient Berühmtheit. Der milliardenschwere Onassis-Clan hat diese malerische Bucht Ende der Sechzigerjahre für sich entdeckt. Merope, die Schwester von Aristoteles Onassis, und ihr Mann Nikos Konialidis haben nebenan eine große Villa gebaut. Da wurde in den Siebzigern richtig viel gefeiert.

Mit kleinen Fischerbooten kannst du Ausflüge zu den Inseln unternehmen.

Überhaupt scheint dies ein Ort mit hoher Promidichte zu sein. Angeblich kamen auch Kurt Russell und Goldie Hawn jeden Sommer für mindestens zwei Wochen her. Und auch hätten Pierce Brosnan und Colin Firth isonnten sich hier am Strand, als 2008 das Abba-Kultmusical „Mamma Mia“ auf Skiathos und den Nachbarinseln verfilmt wurde.

Auch die Beatles waren hin und weg, als sie 1967 in der Ägäis herumschipperten. Sie wollten sogar eine kleine Nachbarinsel kaufen, um dort ein eigenes Tonstudio zu eröffnen. Gerüchten zufolge soll es das unbewohnte Eiland Tsougria gewesen sein, zu dem sich eine Bootstour mit ein Picknick lohnt. 

Es lohnt sich, auch die Nachbarinseln zu entdecken: Die Mitarbeiter vom Skiathos Princesss Resort haben auf Tsougria ein Picknick für uns arrangiert.

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Vom Kloster Evangelistria sind Stars und Schickimicki weit entfernt

Doch die Griechen sollen damals von den musizierenden Langhaarhippies wenig begeistert gewesen sein, sodass aus den Plänen der Beatles letztlich doch nichts wurde. Hollywoodgrößen, Popstars, Luxus und Schickimicki – all das ist ganz weit weg im Kloster Evangelistria, das auf einem Hügel etwa vier Kilometer von der Hauptstadt Skiathos entfernt liegt.

„1794 begannen Mönche, die vom Berg Athos ausgewandert waren, das Kloster zu erbauen. 1806 wurde es fertiggestellt“, berichtet Pater Joseph, der die wunderschöne Anlage inmitten von Olivenbäumen bewohnt. Das Kloster hat für die griechische Geschichte eine große Bedeutung – es ist der Geburtsort der griechischen Flagge.

„Im Unabhängigkeitskampf gegen die Türken kamen Revolutionskämpfer hierher, um sich zu verstecken. Sie nähten die erste griechische Nationalflagge – weißes Kreuz auf blauem Grund –, die hier geweiht und gehisst wurde“, berichtet der Pater.

Die Hafenstadt Skiathos wurde häufig von Piraten geplündert

Unbedingt sehenswert sind auch die Ruinen der ehemaligen Hauptstadt Kastro. Die Aussicht von dort und die Atmosphäre sind einfach atemberaubend. Die Festung befindet sich am nördlichsten Punkt der Insel hoch oben auf einem Felsen über dem Meer, drei Stunden Fußmarsch von der heutigen Hauptstadt entfernt.

Hoch oben über dem Meer befinden sich die Ruinen der ehemaligen Hauptstadt Kastro.

Oder man fährt mit dem Auto und klettert das letzte Stück hinauf. Weil Piraten die Hafenstadt Skiathos häufig bedroht und geplündert hatten, wurde im 13. Jahrhundert diese Zitadelle errichtet, die heute Urlauberinnen und Urlauber erkunden können. Kastro verfügte im Mittelalter über 400 Häuser und 20 Kirchen.

Bis zu 1500 Menschen lebten hier auf engstem Raum, die Häuser standen dicht an dicht – es muss ein hartes Leben gewesen sein. 

Im Frühling ist Skiathos ein großer Kräutergarten

1829 verließen die letzten Bewohner die Festung. Der meerumsäumte Ort ist seitdem einsam, nur der Wind pfeift um die Überreste der Hausmauern.

Nicht nur für Strand- und Geschichtsfans, sondern auch für Wanderfans und Bikerinnen sowie Biker ist Skiathos ein Paradies. Im Frühjahr über die Insel zu wandern kommt fast dem Besuch einer Kräuterapotheke gleich. Überall duftet es nach den unterschiedlichsten Heilkräutern, die in kaum zu glaubender Vielzahl auf der Insel wachsen. Ein Paradies für Naturfreundinnen und -freunde!

Außer den mediterranen Kräutern wie Salbei, Oregano, Minze, Lorbeer oder wilder Petersilie gibt es auf der Insel auch viele Orchideenarten, wilde Krokusse und Lilien.

Skiathos ist eine der grünsten Inseln Griechenlands

Auch die sehr seltene blaue Glockenblume, die Campanula sciathia, wächst hier auf kargen Felsen und an Steinmauern. Nicht zu vergessen die vielfältige Baumvegetation – Pinien, Kiefern, Platanen, Olivenbäume, Steineichen, Erdbeerbäume, Eukalyptus, Johannisbrotbäume, Zypressen.

Sogar einen Zauberwald soll es geben, wo die Zeit stehen geblieben zu sein scheint. Skiathos ist eine der grünsten Inseln Griechenlands – Wanderer und Wanderin bietet sich eine urige, schöne Natur.