Mit den 20 Maschinen des Typs A320P hat Swiss offenbar – je nach Beladung – Probleme bei der Balance. Auf gewissen Flügen wird daher die letzte Sitzreihe nicht zum Verkauf angeboten. So soll das „Tipping“, das Kippen des Flugzeuges aufgrund einer Hecklastigkeit, vermieden werden.

„Kurzstreckenflugzeuge sind tendenziell eher etwas hecklastig, weshalb wir je nach Fracht präventiv die letzte Sitzreihe blockieren“, sagt Stefan Vasic, Pressesprecher der Schweizer Airline, im Interview mit dem reisereporter.

„Die Thematik mit der blockierten letzten Sitzreihe ergibt sich nur bei bestimmten Beladungskonstellationen“, so Vasic. Nämlich dann, wenn auf dem Flieger ein gewisses Frachtvolumen gebucht ist. Damit die Maschine beim Start nicht zu hecklastig ist, werde durch eine „Abstimmung zwischen Passagier- und Frachtvolumen“ für die Ausbalancierung des Flugzeuges gesorgt.

Die Wahrscheinlichkeit, dass „beim Start das Heck des Flugzeuges den Boden touchiert, ist allerdings ziemlich gering“, so Vasic.

Swiss ließ die Flugzeuge umbauen

Vor einigen Jahren ließ Swiss seine 20 A320-Modelle mit zwölf weiteren Sitzplätzen im Heck der Kabine ausstatten.

„Dies hat aber nichts mit der Stabilität am Boden zu tun. Denn nur wegen zwölf Passagieren mehr kann ein Flugzeug nicht kippen“, so der Sprecher. Den A320 könne man zudem auch ab Werk in dieser Version bestellen.