Lena & Oleg auf Weltreise: Philippinen | reisereporter.de

Lena & Oleg auf Weltreise: Tauchen mit Schildkröten

Lena (25) und Oleg (27) aus Hannover haben es getan: Sie haben ein One-Way-Ticket gekauft und sind auf Weltreise. Gerade sind sie auf den Philippinen und machen quasi Urlaub während der Reise.

Oleg auf Schnorcheltour – auf ihrem Ausflug sahen Lena und Oleg Korallen, bunte Fische und sogar eine riesige Schildkröte.
Oleg auf Schnorcheltour – auf ihrem Ausflug sahen Lena und Oleg Korallen, bunte Fische und sogar eine riesige Schildkröte.

Foto: Lena Pres

Weiße Sandstrände, kristallklares Wasser, einzigartige Unterwasserwelten – jeder hat seine persönliche Vorstellung von den Philippinen, aber ich vermute, bei fast jedem wird sie aussehen wie die asiatische Karibik. Seit knapp zwei Wochen sind wir nun auf den Philippinen unterwegs und haben schon einiges gelernt.

Philippinen: Urlaub im Land der 7.000 Inseln

Da wir nicht nur zu zweit, sondern mit unseren Freunden aus Deutschland reisen, nehmen wir Orte und Menschen anders wahr. Wir machen quasi Urlaub auf unserer Reise und haben bisher kaum Eindrücke von den Philippinen mit euch geteilt. Doch wie haben wir unsere ersten zwei Wochen in diesem Land, das aus mehr als 7.000 Inseln besteht, empfunden?

In der Hauptstadt Manila tauchten Lena und Oleg direkt vor ihrem Hostel ins Leben der Locals ein.
In der Hauptstadt Manila tauchten Lena und Oleg direkt vor ihrem Hostel ins Leben der Locals ein. Foto: Lena Pres

Neue Transportmittel, neue Küche, neue Sprache, neue Menschen – wir starteten unsere Phillippinen-Reise in der Hauptstadt Manila. Hier erlebten wir lokales Leben direkt um unser Hostel herum, aber entdeckten auch die größte Mall des Landes.

Auf den Philippinen fuhren wir das erste Mal mit Jeepneys

Wir fuhren hier das erste Mal mit Jeepneys, Kleinbussen, die aussehen wie lange Jeeps, und betrachteten Tricycles, Fahrräder mit drei Rädern, zunächst sehr kritisch. Eine Woche später werden diese Transportmittel, neben dem eigenen Roller, zu unseren liebsten.

Für sehr kleines Geld können Menschen hier mit einem Jeepney wie mit einem Bus eine bestimmte Route durch die Stadt fahren und an verschiedenen Stationen aussteigen. Egal wohin die Fahrt gehen soll, 7 bis 8 Pesos (umgerechnet gut 30 Cent) pro Person wird sie kosten. Es ist hilfreich, sich größere Fixpunkte in der Nähe der Unterkunft oder den Namen des Stadtteils zu merken – wie bei einem Citybus in Deutschland.

Cebu City bietet wenig Urlaubsfeeling

Die Mall of Asia war riesig und forderte unsere Füße heraus. Doch für Stärkung war an jeder Ecke bestens gesorgt, und die Lage am Wasser lädt dazu ein, zum Sonnenuntergang auf der Promenade zu schlendern. Nach zwei Nächten ging es von Manila aus mit dem Flugzeug auf die Insel Cebu.

Die Mall of Asia in Cebu City fanden Lena und Oleg riesig.
Die Mall of Asia in Cebu City fanden Lena und Oleg riesig. Foto: Lena Pres

Unsere Pre-Reiseplanung endete hier und wir brauchten ein paar Tage, um uns auszutauschen, den Schlafmangel aufgrund eines Wasserschadens im Hostel auszugleichen und Recherche zu betreiben.

Cebu City selbst hat uns sightseeingtechnisch nicht umgehauen, die Stadt bietet viele Fast-Food-Ketten, riesige Malls und wer nach Urlaubsfeeling sucht, sollte schnell weiterziehen.

In Cebu City begegneten wir vielen Bettlern

Die Stadt zeigt die Armut des Landes – noch nie zuvor haben wir so viele Menschen auf der Straße leben gesehen, wurden von so vielen Bettlern angesprochen und konnten so schnell auf die Schattenseiten des Landes treffen. Unser Ausflug auf einen Markt wurde zu dem intensivsten Erlebnis unserer Reise, was die Nähe zu Einheimischen angeht, wenn auch auf erschreckende Art und Weise.

Das sehr einfache Leben auf und neben der Straße war gepaart mit fröhlichen, freundlichen Menschen – die uns grüßten, winkten, tanzten. Unsere Gefühlslage war gemischt, wir konnten unsere Sicherheit nicht einschätzen und spätestens, als uns ein Mann mit Waffe auf offener Straße entgegenkam, wussten wir, dass dies vielleicht nicht der richtige Ort für uns war.

Die philippinische Küche besteht aus viel Reis, Hähnchen und Fisch

Eine weitere Schwierigkeit betraf die Suche nach Restaurants, in denen wir zu fünft essen konnten. Es gibt die Option, sich für ganz einfache lokale Küche zu entscheiden in sogenannten Eaterys. Dort werden meist rund zehn Kochtöpfe wie eine Art Buffet aufgebaut, und man stellt sich einen Teller Essen zusammen.

Alternativ gibt es einige Foodcourts oder Fast-Food-Läden, die Pizza, Burger, Chicken und Co. verkaufen. Am Ende des Tages lief es bei uns zu häufig auf einfaches Fast-Food zum Abendessen und Snacks vom Bäcker zum Frühstück hinaus. Die philipinische Küche besteht grundlegend aus viel Reis, Hähnchen und Fisch, die häufig auf dem Grill zubereitet werden.

Am Strand von Alona Beach legen viele Boote an

Es folgte die Überfahrt mit der Fähre auf die Insel Bohol, die direkt an die Halbinsel Panglao grenzt – unser Zuhause für eine Woche und meinen 26. Geburtstag.

Wir starteten am touristischsten Ort Panglaos – dem Alona Beach. Leider spielte das Wetter nicht sehr lange mit, und wir lernten auch Regen auf den Philippinen kennen.

Der Alona Beach ist hübsch und bietet eine Promenade mit Shops und Restaurants direkt am Strand, jedoch legen sehr viele Boote direkt dort an, um die vielen Touristen für Schnorchel- und Tauchausflüge einzusammeln und wieder abzusetzen.

Atemberaubende Sonnenuntergänge am Strand von Moalboal 

Auf Panglao haben wir jedoch auch weitere Strände erkundet und waren vor allem von dem White Beach, der später zum Dumaluan Beach wird, entzückt. Dieser war natürlicher, ruhiger und für uns schöner. Auch der Bikini Beach war eine wahre Augenweide, wenn auch mit sehr steinigem Badezugang.

Der Panagsama Beach in Moalboal auf Cebu ist Ausgangspunkt für Tauchausflüge.
Der Panagsama Beach in Moalboal auf Cebu ist Ausgangspunkt für Tauchausflüge. Foto: Lena Pres

Auf Cebu haben wir unsere Strandzeit in Moalboal am Panagsama Beach verbracht und hier die schönsten Sonnenuntergänge erlebt, die wir jemals gesehen haben. Jeden Abend wieder führte unser Weg zum Strand. Und jeden Abend waren wir sprachlos.

Der Panagsama Strand ist ein typischer Taucherstrand, und bereits sehr nah am Ufer lassen sich zahlreiche Sardinenschwärme im Wasser beobachten. Eine Schnorchelausrüstung ist schnell ausgeliehen, und wir konnten zu jeder Zeit viele schnorchelnde Menschen vom Strand oder der Chili-Bar aus beobachten.

Abschluss des Urlaubs: ein Schnorchelausflug

Zum Abschluss unserer Urlaubszeit mit unseren Freunden planten wir einen Schnorchelausflug, der uns als wundervolle Erfahrung in Erinnerung bleibt. Wir zahlten etwa 10 Euro pro Person für Schnorchelausrüstung und ein privates Boot inklusive Fahrer.

Früh morgens ging es aufs Wasser – wir beobachteten bunte Fische, sahen wunderschöne Korallenriffe und trafen sogar auf eine riesige Schildkröte. Leider fanden während unserer Schnorchelgänge auch die vielen Quallen Gefallen an uns, sodass wir die Sardinenschwärme nur vom Boot aus erahnen konnten.

Auf ihrer Schnorcheltour sahen Lena und Oleg viele bunte Fische.
Auf ihrer Schnorcheltour sahen Lena und Oleg viele bunte Fische. Foto: Lena Pres

Zum Abschluss unserer drei Wochen Philippinen verbrachten wir noch eine Nacht mit unseren Freunden in Cebu City und fanden dieses Mal sogar einen Ort, den wir gern positiv hervorhaben möchten: die Ayala Mall. Sie hat einen Terrassenbereich, der sich super zum Schlendern, Livemusikhören und Abendessen eignet. Ein Must-see für Cebu City!

Die Insel Cebu hatte mehr zu bieten, als wir dachten

Die Philippinen haben es uns nicht leicht gemacht, eine Reiseroute zu erarbeiten. So viele Inseln, so viel Strand – doch welche Insel eignet sich am besten wofür? Die Inlandsflüge von Manila waren alle bezahlbar, einen Unterschied erkannten wir für uns letztlich in den Unterkunftskosten.

Das Backpackerparadies Palawan ist irgendwie an uns vorbeigehuscht, und so wurde Bohol für uns ein attraktives Ziel. Wir dachten, dass die Insel Cebu nicht sonderlich viel zu bieten hat, doch auch hier hätten wir rückblickend zwei bis drei Wochen bleiben können.

Auf den Philippinen fanden wir Ruhe

Das Fazit? Es gibt so viel zu entdecken, doch die Magie der Strände und Inseln liegt in der Ruhe. Ruhe beim Sonnenuntergängebeobachten, Ruhe, während wir uns auf dem türkisblauen Wasser treiben ließen, Ruhe beim Verweilen und Lesen in Strandbars und die Ruhe, während wir die fabelhafte Natur und das Treiben der freundlichen Menschen beobachteten.

Und das können wir am Ende vermutlich auf jeder Insel der Philippinen (insofern diese sicherheitstechnisch unbedenklich ist).

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