Naturpark Ammergauer Alpen | reisereporter.de
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Ammergauer Alpen

Bayerns jüngster Naturpark: die Ammergauer Alpen

Streuwiesen, Moore und Wälder, Biber Steinböcke und Fledermäuse – in den Ammergauer Alpen gibt es auf kleinem Raum die unterschiedlichsten Tiere und Landschaften. 

Luftbild_Ammertal
Luftbild Ammertal

Foto: Bodenbender

Die Streuwiesen, Almen, Bergmischwälder und Bergkiefernhochmoore wurden im August 2018 zum ersten Naturpark im oberbayerischen Alpenvorland ernannt, um sie besonders zu schützen.

22.738 Hektar ist die Fläche groß, die das Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz zum „Naturpark Ammergauer Alpen“ ernannt hat. Dazu gehören das Ammergebirge, das Ammer-Loisach-Hügelland und das Lech-Vorberge, also die Gemeinden Oberammergau, Unterammergau, Ettal, Saulgrub/Altenau, Bad Kohlgrub und Bad Bayersoien sowie das gemeindefreie Gebiet Ettaler Forst.

Bis die Gebiete zum Naturpark wurden, dauerte es ganze fünf Jahre voller Planung und Prüfung. Infos zu einzelnen Naturpark-Angeboten findest du auf der Webseite des Naturparks oder vor Ort bei den Tourist-Informationen.

Kühe im Graswangtal
Kühe im Graswangtal Foto: Wolfgang Ehn

Außergewöhnlicher Artenreichtum

Nicht nur die Landschaft in den Ammergauer Alpen ist beeindruckend. Du kannst dort auch jede Menge Tiere entdecken, wie zum Beispiel Biber, Steinböcke, Birkhühner oder Steinadler.

Apollo-Falter und Alpensalamander leben auch dort. Naturführer Markus Gerum kennt sie alle. Der leidenschaftliche Vogelkundler nimmt Urlauber mit auf Steinadler-Touren und Fledermaus-Wanderungen.

Er kennt die Brutstätten und Schlafplätze der Tiere und weiß, wo man sich am besten mit dem Fernglas auf die Lauer legt. Obwohl der 50-Jährige jeden Stein kennt, begeistert ihn der große Artenreichtum der Region immer noch:

„Mit 288 Quadratkilometern ist das Ammergebirge das größte bayerische Naturschutzgebiet und bringt so ein 1a-Grundkapital für den Naturpark mit.“

Etwas ganz Besonderes sind die eiszeitlichen Moore im Ammertal. Ihr feuchter Boden ist optimal für die unterschiedlichsten Pflanzen. Mehr als ein Dutzend Orchideenarten gibt es zum Beispiel im Ettaler Weidmoos oder in den Moorgebieten rund um den Soier See.

Auch einige sehr seltene Pflanzen wachsen auf dem feuchten Untergrund, zum Beispiel der „Blaue Sumpfstern“ oder der Fieberklee. Vom gelb blühenden „Karlszepter“ gibt es in den Moorgebieten so viele wie sonst nirgends in Mitteleuropa. Es ist ein seltenes Relikt aus der Eiszeit.

Wandern in den Ammergauer Alpen
Naturkundliche Wanderung mit Markus Gerum Foto: Hannah Glaser

Erhaltenswerte Kulturlandschaft

Die Bauern düngen und mähen die sogenannten Streuwiesen nur einmal im Jahr. So bleibt der Artenreichtum erhalten. Denn Umweltbewusstein und Nachhaltigkeit werden im Naturpark groß geschrieben.

Besucher können auf den Bauernhöfen erleben, was traditionelle Bewirtschaftung bedeutet, zum Beispiel bei Bauernhoferkundungen, Tierbesichtigungen und Verkostungen regionaler Produkte. Bei Führungen können sie in den Alltag der Betriebe eintauchen.

In den Klosterbetrieben der Benediktinerabtei Ettal zum Beispiel wird seit über 400 Jahren Bier gebraut. Auf geführten Wanderungen mit Experten wie dem Kräuterpädagogen Martin Unruh, lernst du mehr über die Naturschätze des Ammertals.

Er bietet sogar spezielle Touren für Kinder, Sehbehinderte und Blinde an. Mehr über die verschiedenen wilden Orchideenarten und das Moor als Lebensraum kannst du auf einer Tour mit dem Diplom-Biologen Dr. Helmut Hermann lernen.

Weitere Informationen:

Ammergauer Alpen GmbH

Eugen-Papst-Str. 9a

D-82487 Oberammergau

Tel.: +49 (0) 8822 /922 740

Internet: www.ammergauer-alpen.de

Ammergauer Alpen im Herbst
Klarheit im Herbst Foto: René Schläfer

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