Die besten Sehenswürdigkeiten in Timisoara | reisereporter.de

Die besten Sehenswürdigkeiten in Timisoara

Auf der Suche nach Rumäniens Sehenswürdigkeiten wirst du in Timisoara fündig. Die drittgrößte Stadt des Balkanstaates gilt nämlich als kulturelles und wirtschaftliches Zentrum mit viel Geschichte.

Am Fluß Bega im rumänischen Timisoara kannst du einen spektakulären Sonnenuntergang erleben.
Am Fluß Bega im rumänischen Timisoara kannst du einen spektakulären Sonnenuntergang erleben.

Foto: imago/INSADCO

Die bewegte Geschichte Timisoaras

Strategisch günstig gelegen – im Dreiländereck Rumänien, Ungarn und Serbien – blickt Timisoara auf eine lange und turbulente Geschichte zurück. Vermutlich besteht die Stadt bereits seit dem 10. Jahrhundert, die erste urkundliche Erwähnung stammt jedoch aus dem Jahre 1154.

Nur etwa 100 Jahre später begann ein lange anhaltendes Wechselspiel von Zerstörung und Wiederaufbau, von Krieg und Frieden sowie wechselnden Zugehörigkeiten. Bis 1920 stand die Stadt daher unter ungarischer, türkischer sowie österreichischer Herrschaft, bis sie schließlich im Friedensvertrag von Trianon Rumänien zugesprochen wurde.

Sehenswürdigkeiten in Timisoara entdecken

Bei einem Urlaub in Timisoara (auch Temeswar, Temeschwar oder Temeschburg genannt) kommt sicherlich keine Langeweile auf. Vielmehr wirst du dich entscheiden müssen, was du dir als erstes ansiehst. Schon ein entspannter Spaziergang kann hier schnell zu einem spannenden Erlebnis werden: Rund 14.500 historische Gebäude prägen das Stadtbild Timisoaras.

Besonders viele dieser Gebäude finden sich in den Altbauquartieren Cetate, Iosefin und Fabric sowie in der Innenstadt. Diese wird auch „Klein-Wien“ genannt, da sie mit ihren vielen Bauten aus der Kaiserzeit an die österreichische Hauptstadt erinnert. Im alten Zentrum der Stadt findest du auch viele weitere Sehenswürdigkeiten, wie zum Beispiel:

Platz der Vereinigung

So zum Beispiel den Piaţa Unirii (deutsch: Platz der Vereinigung). Er wird umgangssprachlich auch Domplatz (Piaţa Domului) genannt und ist der älteste Platz der Stadt. Viele historische Baudenkmäler mit häufig in Pastellfarben gehaltenen Fassaden säumen den Platz und verleihen ihm seinen Charakter.

Dom zum Heiligen Georg

Einmal vor Ort, musst du unbedingt auch den Dom zum Heiligen Georg, der auch Temeswarer Dom genannt wird, von innen besichtigen. Als zweitgrößter Sakralbau des Barocks in ganz Südosteuropa weiß der unter Denkmalschutz stehende Dom dich mit seiner Größe und dem imposanten Chor samt Hochaltar und filigranen Verzierungen sicherlich zu beeindrucken.

Der Dom zum Heiligen Georg in Timisoara.
Der Dom zum Heiligen Georg in Timisoara. Foto: imago/imagebroker

Barockpalast

Nur wenige Meter neben dem Dom findest du den Barockpalast, auch Präsidentenpalais oder Haus der Grafschaft genannt, der ebenfalls prunkvolle Elemente des Wiener Barocks aufweist. Einst Sitz vom Bergwerksamt und der Heereskasse, beherbergt der Palast heutzutage die Kunstabteilung des Muzeul de Arta.

Die Dreifaltigkeitssäule

Eine Verschnaufspause gefällig? Setz dich auf den Domplatz und besichtige in Ruhe die Säule, die sich mitten auf dem Platz emporhebt. Bei einem Spaziergang vorbei an der Pestsäule bzw. Dreifaltigkeitsstatue oder bei einem Blick in den über 400 Meter tiefen Artesischen Brunnens kannst du die wechselhafte Geschichte der Stadt eindrucksvoll kennenlernen.

Das Schloss Hunyadi

Südlich des Piaţa Unirii findest du das Schloss Hunyadi, das von der Altstadt aus fußläufig zu erreichen ist. Das Schloss wurde für den ungarischen König Karl I. errichtet, erhielt seinen heutigen Namen aber erst im 15. Jahrhundert durch Ioan Huniade. Er war der Graf von Timis und ließ das Schloss beständig erweitern.

Während der Revolution von 1848 wurde das Gebäude durch das ungarische Heer vollständig zerstört. Jedoch wurde es bereits 1856 wieder aufgebaut, wobei das Schloss sein heutiges Aussehen erhielt. Seit 1946 beherbergt Schloss Hunyadi das Banat Museum, wo du über 400.000 Ausstellungsstücke besichtigen kannst.

Alleine in der Abteilung für Geschichte und Archäologie sind in 19 Ausstellungsräumen über 350.000 Artefakte ausgestellt. Besonders hervorzuheben ist hierbei das Neolithische Heiligtum von Parţa: ein vollständig restaurierter Altarraum, der in ganz Europa einzigartig ist.

Der Parcul Rozelor

Wenn du nach so viel Kultur und Geschichte eine Auszeit brauchst, findest du im Rosengarten Parcul Rozelor einen märchenhaften Rückzugsort. Mit 9.000 Rosenstöcken und 450 Bäumen und Sträuchern, die sich auf einer Fläche von 11.000 Quadratmetern verteilen, ist der Park eines der Wahrzeichen der Stadt. Er gibt ihr den Beinamen Stadt der Rosen und lädt mit vielen verschlungenen Wegen, zahlreichen Bänken und weißen Pergolen zum Lustwandeln und Verweilen ein.

Timisoara ist perfekt für eine Städtereise

Also nichts wie rein in die pulsierende Stadt Timisoara, die etwa 50 Kilometer östlich der serbischen Grenze liegt und wettertechnisch etwa mit Deutschland zu vergleichen ist. Lass dich von ihrer Geschichte fesseln und begib dich nachts auf eine Sightseeing-Tour durch ihre modernen Bars, Clubs und Diskotheken.

Als Schauplatz verschiedener Veranstaltungen kannst du vor Ort, je nach Saison, ebenfalls einiges erleben: Wie wäre es zum Beispiel mit dem Bierfest oder dem Kurzfilm-Festival Timishort, die beide im Mai stattfinden? Auch das Folklore-Festival Inimilor, zu Deutsch Festival der Herzen, im Juli oder das internationale Puppentheaterfest Excalibur im September wissen dich bestimmt zu verzaubern.

Und sollte dich zwischendurch die Shoppinglust packen, kannst du dieser im Bega Shopping Center stundenlang nachgehen – so wird dir hier sicherlich nie langweilig. Buch dir ein Hotel und los, in die Stadt der vielen Namen und Gesichter: Timisoara.

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