Dubrovnik: Weniger Kreuzfahrttouristen im Sommer

Overtourism: Weniger Kreuzfahrt-Touris für Dubrovnik

Dubrovnik ist bei „Game of Thrones“-Fans ebenso beliebt wie bei Kreuzfahrern. Letztere sind allerdings ein (Massen-)Problem für den Mittelmeerort. Jetzt hat sich der Bürgermeister mit Kreuzfahrtveranstaltern auf eine Lösung geeinigt.

Blick auf den Hafen von Dubrovnik (Kroatien) mit Kreuzfahrtschiffen.
Hafen und Altstadt sind überfüllt: In Zukunft sollen weniger Kreuzfahrtschiffe zur selben Zeit in Dubrovnik (Kroatien) anlegen. (Symbolfoto)

Foto: imago/Westend61

Im Kampf gegen Overtourism: In Dubrovnik werden weniger Kreuzfahrtschiffe anlegen – zumindest gleichzeitig. Denn die Touristenmassen, die sich bei ihren Landgängen vor allem durch die historische Altstadt schieben, gefährdeten zuletzt sogar deren Status als Unesco-Welterbe. 

Um dem ein Ende zu bereiten, vereinbarte Bürgermeister Mato Frankovic ein Treffen mit mehreren Kreuzfahrtunternehmen. Dem Carnival-Chef Arnold Donald zufolge hat das anscheinend Früchte getragen. 

Einigung zwischen Dubrovnik und Kreuzfahrtbranche

Bei der „Seatrade Cruise Global“-Tagung in Florida teilte er mit, die großen Kreuzfahrtveranstalter hätten zugestimmt, in diesem Sommer ihre Zeitpläne für Dubrovnik abzustimmen. Das könne bedeuten, dass einige Schiffe später ankommen oder früher wieder auslaufen, um nicht gleichzeitig im Hafen zu liegen. Und: Kreuzfahrtschiffe könnten Dubrovnik statt am Wochenende auch unter der Woche ansteuern.

Overtourism: Problem für Touristen und Destinationen

„Auch unsere Gäste möchten keinen Ort besuchen, der überfüllt ist“, bezieht Donald zu dem Thema Stellung. Die Entscheidung sei also sowohl im Interesse der Destination als auch im Eigeninteresse der Veranstalter getroffen worden.

2017 besuchten mehr als 740.000 Kreuzfahrttouristen Dubrovnik, insgesamt legten 538 Schiffe an, berichtet „Travel Weekly“. 

Venedig hatte übrigens ein ähnliches Problem und entschied bereits im November vergangenen Jahres, Kreuzfahrtschiffe nicht mehr direkt in der Altstadt, sondern etwas außerhalb im industriellen Marghera halten zu lassen. 

Kommentare
Erhalte täglich Reisegeschichten, folge uns auf Facebook:
Das könnte dich auch interessieren
Zur
Startseite