Touristen, die zu Tausenden in historische Altstädte und durch ehemals unberührte Natur strömen, werden in immer mehr Reisezielen zum Problem. Auch in Island gab es zuletzt Spekulationen, ob die Stimmung der Einheimischen gegenüber den Touristen kippen könnte. 

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Island hat (noch) kein Overtourism-Problem

Auf der Reisemesse ITB, die Anfang dieses Monats in Berlin stattfand, entkräftete Sigridur Ragnarsdottir von Visit Iceland jedoch das vermeintliche Overtourism-Problem in Island. Auch wenn sich die Anzahl der Besucher in den letzten zehn Jahren mehr als vervierfacht habe, sei Overtourism in Island kein Problem.

Pro Tag hätte Island im Schnitt 50.000 Urlauber, so die Tourismusverantwortliche. Diese Zahl sei nicht mit anderen Städten vergleichbar, in denen von Overtourism gesprochen werde. 

In Island sei noch Luft nach oben, beschreibt Ragnarsdottir die Situation. Touristen werden vor allem dazu ermutigt, das ganze Land zu erkunden. Momentan sind besonders die Hauptstadt Reykjavik und der Südwesten Islands als Reiseziele beliebt. 

Einwohner Islands sehen Tourismus positiv

Auch von negativen Gefühlen der Einheimischen gegenüber der Vielzahl von Urlaubern ist (noch) nichts zu spüren. Eine Studie aus dem vergangenen Jahr ergab, dass neun von zehn Isländern eine positive Einstellung zum Tourismus haben.

Die meisten Urlauber besuchen Island zwischen September und Mai, wenn in Island Winter ist und Urlauber auf die Suche nach Polarlichtern, Kultur und Schneeabenteuern gehen.