Germania & Eurowings profitieren von Air-Berlin-Insolvenz

Nach Air-Berlin-Insolvenz: Germania startet durch

Die deutsche Fluggesellschaft Germania hat gerade einen Lauf: Mit mehr Maschinen, mehr Destinationen und mehr Personal will das Unternehmen in diesem Sommer durchstarten – und die Air-Berlin-Insolvenz hilft dabei.

Die Flotte der deutschen Fluggesellschaft Germania wächst auf 36 Flugzeuge.
Die Flotte der deutschen Fluggesellschaft Germania wächst auf 36 Flugzeuge.

Foto: imago/Rüdiger Wölk

Die Insolvenz von Air Berlin und Nikki hat auch die deutsche Fluggesellschaft Germania getroffen – allerdings im positiven Sinne: Die Ticketverkäufe stiegen bei der Airline im Laufe des Winters so schnell an, dass das Unternehmen nun neue Machinen kauft und neues Personal einstellt.

Sieben Airbus-Flugzeuge sollen dazukommen, teile die Fluggesellschaft mit. Damit wächst die Flotte zum Juni auf insgesamt 36 Maschinen.

50 neue Verbindungen bei Germania

„Wir sind wesentlich stärker gebucht als in den vergangenen Jahren“, sagte Airline-Chef Karsten Balke. In diesem Jahr erwartet er sogar einen neuen Passagierrekord: „2018 wollen wir vier Millionen Fluggäste befördern.“ Im Streckennetz werden daher über 50 neue Verbindungen ins Angebot aufgenommen.

Um für die Urlaubszeit gerüstet zu sein, stockt das Unternehmen allerdings nicht nur die Flotte auf: Hunderte neue Piloten und Flugbegleiter würden derzeit für die neuen Maschinen und Prozesse der Airline geschult, sagte Balke.

Insgesamt fliegt Germania zu mehr als 55 Zielen in 18 Ländern, wobei Spanien, Griechenland, die Türkei, Ägypten und Portugal zu den stärksten Absatzmärkten gehören. Die Strategie, mit der sich die Airline 30 Jahre lang gegen Größen wie Lufthansa behaupten konnte, setzt allerdings auf Nischen.

Germania fliegt von kleineren Flüghäfen wie Erfurt-Weimar, Friedrichshafen oder Rostock-Laage, und hat in den vergangenen Jahren – gegen die allgemeine Tendenz – weiter die Türkei und Ägypten angesteuert. Nun sind aber offenbar auch die großen Flughäfen im Fokus.

Die Air-Berlin- und Nikki-Insolvenz brachten Germania nach fünf Jahren zurück indie Hauptstadt nach Tegel. 

Eurowings zählt acht Millionen Passagiere mehr 

Vom Air-Berlin-Aus profitieren übrigens auch andere Fluggesellschaften: Germanias stärkster Konkurrent Eurowings konnte sogar ein Plus von acht Millionen Passagieren verzeichnen – und hat seine Flotte um 30 weitere Flugzeuge aufgestockt. 

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