Die US-Regierung und das Auswärtige Amt raten zu erhöhter Wachsamkeit in der beliebten Urlaubsregion Playa del Carmen in Mexiko. Der Grund: In nur wenigen Wochen hat es in der Region zwei Sprengstoffvorfälle gegeben. 

Im Februar kam es zu einer schweren Explosion auf einer Fähre des Unternehmens Barcos Caribe zwischen Playa del Carmen und der Insel Cozumel. Nach Angaben des Auswärtigen Amtes wurden dabei 20 Personen, darunter auch Touristen, verletzt. Anfang März konnte die Polizei einen weiteren blutigen Vorfall auf einer anderen Fähre desselben Unternehmens auf der gleichen Route verhindern. 

Auswärtiges Amt: Mexiko-Urlauber sollen vorsichtig sein

Angesichts der unsicheren Lage hat das amerikanische State Department Regierungsmitarbeitern die Nutzung der Fähren zwischen Playa del Carmen und Cozumel verboten. US-Bürger sollten Schifffahrten in der Region vermeiden, heißt es in einer offiziellen Mittteilung

Auch das Auswärtige Amt rät in seinem aktuellen Reisehinweis zur Vorsicht, weil weitere Vorfälle nicht auszuschließen seien. Reisende sollten vorsichtig sein und den Anweisungen lokaler Behörden und von Reiseleitern Folge leisten.

Bomben auf Fähren in Mexiko: Kein Terroranschlag

Wer hinter den Vorfällen steckt, ist bisher unklar. Einem Bericht der mexikanischen Zeitung „El Universal“ zufolge schließen die Behörden einen terroristischen Hintergrund aus. Weder eine Terrorgruppe noch eine organisierte kriminelle Bande sei für den Zwischenfall verantwortlich gewesen, zitiert die Zeitung die Staatsanwaltschaft. 

Der selbst gebaute Sprengsatz, der am 21. Februar an Bord der Fähre detonierte, habe nicht darauf gezielt, große Schäden anzurichten. Die Ermittlungen sind allerdings noch nicht abgeschlossen.

Drogenkrieg in Mexiko: Gewalt im Paradies

Der Drogenkrieg ist bis in Mexikos schönste Urlaubsorte vorgedrungen. Die Mordrate in der Region um Playa del Carmen und Cancún ist so hoch wie noch nie. Die Nachbarschaften Centro, Calica, Gonzalo Guerrero, Quintas del Carmen und Villas del Carmen seien für Touristen gefährlich, warnt daher die US-Behörde.