Spanien: Die göttlichen Cíes-Inseln

Sie liegen vor der Nordwestküste Spaniens und gelten seit der Antike als Inseln der Götter: die Illas Cíes. 2007 haben die irdischen Schreiber vom „Guardian“ die traumhaften Strände der Cíes als die schönsten der Welt gekürt – trotzdem kennen nur wenige das unbewohnte Archipel mit den grünen Hängen, türkisblauem Wasser und weißen Sandstränden.

Von der Küste Galiciens braucht die Fähre nur eine Stunde für die Überfahrt auf die Hauptinsel Illa do Faro. Sie bringt die Besucher (nur 2200 sind pro Tag erlaubt!) direkt an die Praia das Rodas, einem anderthalb Kilometer langen, weißen Sandstreifen, umrundet vom türkis Meer und einer smaragdgrünen Lagune.

Einst bei Hippies sehr beliebt, begrenzte die Regierung 1970 die Besucherzahlen auf den Cíes, 1980 wurden die Inseln zum Naturpark erklärt. 

Tipp: Eine Nacht auf der Illa do Faro verbringen. Dort gibt es einen Campingplatz mit 800 Plätzen. Eine Übernachtung kostet im Sommer ab 20 Euro inklusive Platzgebühr. 

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Illas Cíes: Die Praia das Rodas.

Spanien: Die Pirateninsel Tabarca

Südwestlich der Balearen liegt ein winziges Eiland mit tausendjähriger Geschichte und extrem schöner Landschaft: Tabarca. Mit nur 57 Einwohnern und einsamen Badebuchten ist es der perfekte Gegensatz zur überfüllten Costa Blanca.

Im Sommer ist das Ausflugsziel vor allem bei Einheimischen ein Begriff, die die Fähre aus dem 20 Kilometer entfernten Alicante nehmen. Bei ausländischen Besuchern aber ist dieses kleine Paradies, das weniger als einen halben Quadratkilometer misst, fast komplett unbekannt. 

Tabarca, in der Antike von Griechen und Römern besiedelt, war jahrhundertelang ein Piratenunterschlupf – so manch ein Einheimischer behauptet heute noch, von den Seeräubern abzustammen. Wohl eher stammen sie aber von genuesischen Fischern ab, die König Carlos III. im Jahr 1768 aus der tunesischen Stadt Tabarka freikaufte und auf der kleinen Insel im Mittelmeer ansiedelte. Sie waren es, die dem Eiland seinen Namen gaben.

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Tipp: Auch in der Hauptsaison, wenn die spanischen Touristen das Eiland erobern, lassen sich auf Tabarca einsame Ecken finden. Die Festungsmauer an der Westküste zum Beispiel, der kleine Kirchgarten oder auf dem unbesiedelten Nordzipfel, wo der Leuchtturm einsam in den blauen Himmel ragt. 

Südwestlich der Balearen liegt nicht nur das Festland, sondern auch das winzige Eiland Tabarca.

Frankreich: Die entspannte Ile Porquerolles

Abseits des Highlife an der Côte d’Azur liegt vor Saint-Tropez die Insel Porquerolles. Promis und französische Tagestouristen schätzen die unaufgeregte Art der wenigen Insulaner und das entspannte Leben auf dem Eiland. Nur bei ihnen ist die Ile de Porquerolles kein Geheimtipp mehr. Unter Ausländern sind die zehn Iles de Hyéres, zu denen Porquerolles gehört und die Goldene Inseln genannt werden, kaum bekannt.

In nur 15 Minuten erreicht die Fähre aus La Tour Fondue in Giens den Pier am malerischen Hafen von Porquerolles. Der schönste Strand ist der Plage Notre Dame. Vom Hafen ist dieser zwar nicht gerade einfach zu erreichen – es empfiehlt sich daher, ein Fahrrad zu mieten. Belohnt wird der Weg mit einer einsamen Bucht mit weißem Sand und kristallklarem Wasser. 

Tipp: Auf der Insel wird noch ganz traditionell Wein angebaut. Den Rosé solltest du unbedingt probieren. 

Der schönste Strand von Porquerolles und einer der schönsten Strände Europas ist der Plage Notre Dame.

Italien: Die Vulkaninsel Stromboli

Auf Stromboli brodelt es unter der Erde. Das liegt daran, dass die Insel eigentlich ein aktiver Vulkan ist. Der aktivste in ganz Europa, um genau zu sein. Trotzdem kennen nur wenige das Eiland westlich von Kalabrien, das zusammen mit sechs Schwestern den Äolischen Inseln angehört. Diese bilden einen Vulkankomplex, einzigartig in Europa. 

Der täglich feuerspuckende Stromboli ist DAS Reiseziel für diejenigen, die, ohne in die Ferne zu fliegen, Abenteur erleben wollen. Die dunklen Kieselstrände, der schwarzrote Berg mit den kleinen weißen Häusern zu seinen Füßen machen Stromboli zu einem der ungewöhnlichsten und schönsten Orte in Europa.

Tipp: Die Fähre aus Neapel braucht nur vier Stunden für die Überfahrt ins entfernte Archipel. 

Die Insel Stromboli ist eigentlich ein brodelnder Vulkan, der aus dem Wasser ragt.

England: Die paradiesischen Scilly-Inseln

Die Karibik liegt in England! Klingt absurd? Wer die Scilly-Inseln im Südwesten Großbritanniens schon einmal gesehen hat, findet diesen Gedanken gar nicht mehr so abwegig. Doch die sonnigen Inseln mit den traumhaften Stränden sind bis heute noch ein Geheimtipp. 

Das ist nicht Martinique, sondern St. Martin’s.

Ihre exotische Schönheit verdanken St. Mary’s, St. Martin’s, St. Agnes, Tresco und Bryher vor allem dem Golfstrom, der vor Südenglands Küste entlangzieht. Heiße Sommer und milde Winter wie an der Mittelmeerküste lassen Palmen, Agaven, Zitronenbäume und andere wärmeliebende Pflanzen gedeihen. Vor allem St. Martin’s ist für weiße Strände und kristallklares Wasser bekannt. Der Great Bay Beach gehört zu den schönsten der Scillys. 

Tipp: Die Fähre ab Penzance Harbour nehmen. Die Überfahrt nach St. Mary’s kostet etwa 50 Euro.

Redaktioneller Hinweis: Dieser Text erschien erstmals im März 2018. Wir haben ihn aktualisiert.