Geheimtipps: 7 italienische Inseln | reisereporter.de

7 italienische Inseln, die noch nicht jeder kennt

Sardinien, Capri, Sizilien – kennt jeder. Deshalb sind die Inseln vor allem in der Hauptsaison auch überfüllt. Dabei gibt es in Italien noch viele kleinere Inseln, die mindestens genauso schön sind.

Der Hafen von Ponza begrüßt die Besucher mit einer bunten Kulisse aus gelben, roten und blauen Häusern.
Der Hafen von Ponza begrüßt die Besucher mit einer bunten Kulisse aus gelben, roten und blauen Häusern.

Foto: imago/Westend61

Sie haben Strände mit tiefblauem Wasser, Weingüter und sogar einen aktiven Vulkan. Die kleinen Inseln Italiens stehen den großen in nichts nach. Welche Alternativen zu Sizilien, Sardinien und Capri es gibt, verraten wir dir hier:

Idylle auf Salina

Wo? Salina ist eine von sieben kleinen Inseln im Tyrrhenischen Meer nördlich von Sizilien. Zusammen mit den Nachbarinseln Lipari, Vulcano, Filicudi, Alicudi, Panarea und Stromboli bildet sie den Archipel der Äolischen Inseln.

Warum hin? Salina besteht aus zwei Vulkanen, das siehst du schon von Weitem. Sie sind aber inaktiv, und Salina ist für eine Vulkaninsel außergewöhnlich grün. Die Ortschaften der Insel sind über Straßen verbunden, die sich um die Hänge der Vulkane schlängeln. Im Sommer fährt dort ein Bus.

Zwischen den beiden Gipfeln bauen die Bewohner der Insel Wein und Kapern an. Die meisten der kleinen Ortschaften liegen an der Küste und schmiegen sich an die Hänge der Vulkane. Klingt idyllisch? Ist es auch.

Wie komme ich hin? Salina ist nur mit dem Boot von Milazzo auf Sizilien aus zu erreichen. Von dort aus fahren Fähren auf die Inseln im Norden. Die Überfahrt mit Stopps auf Vulcano und Lipari dauert knapp vier Stunden.

Versteckte Strände auf Ponza

Wo? Ponza liegt vor der Ostküste Italiens etwa zwischen Rom und Neapel. Die Insel hat die Form einer Sichel und bildet mit fünf weiteren, zum Teil unbewohnten Inseln, die Pontinischen Inseln.

Warum hin? Vom Meer aus siehst du weiße Felsen mit einigen bunten Tupfen: Der Hafen von Ponza begrüßt die Besucher mit einer bunten Kulisse aus gelben, roten und blauen Häusern. Vom Hafen aus fahren auch Boote zu Stränden, die nur vom Meer aus erreichbar sind, wie zum Beispiel der Spiaggia Frontone.

Es gibt aber auch Strände, die du zu Fuß oder mit dem Bus erreichst. An vielen kannst du Liegen und Sonnenschirme ausleihen. Neben Stränden gibt es auf Ponza auch schöne Trekkingwege und Weingüter, auf denen du Weinproben buchen kannst. 

Wie komme ich hin? Von Formia, Terracina, Anzio, San Felice Circeo und Neapel aus bringen dich Fähren auf die Insel.  

Vulcano – die Vulkaninsel

Wo? Vulcano ist die erste der Liparischen Inseln, die du von Sizilien aus erreichst. 

Warum hin? An vielen Orten auf Vulcano steigt dir ein schwefeliger Geruch in die Nase. Auf dieser Insel bist du richtig, wenn dich Vulkane faszinieren. Denn der Gran Cratere ist ein Vulkan wie aus dem Bilderbuch, und du kannst in seinen Krater hinabschauen. Zumindest, wenn du dich vorher die 400 Höhenmeter bis zum Kraterrand in der prallen Sonne hinaufkämpfst. Der Aufstieg dauert etwa 45 Minuten.

Vom Kraterrand aus hast du einen tollen Blick auf die anderen Inseln und kannst die Dämpfe beobachten, die aus dem Inneren der Erde aufsteigen. 

Wie komme ich hin? Von Milazzo auf Sizilien aus fahren Fähren auf die Insel.

Strände mit tiefblauem Wasser auf Favignana

Wo? Vor der Westküste Siziliens. Favignana ist die größte der fünf Ägidischen Inseln.

Warum hin? Die Insel ist bekannt für ihre Strände und das tiefblaue Wasser. Das Meer um die Ägidischen Inseln herum ist das größte geschützte Seegebiet Europas. Favignana eigent sich daher prima zum Schnorcheln.

Die Insel selbst besteht hauptsächlich aus Vulkangestein. Die einfachen weißen Häuser heben sich vom blauen Wasser ab. Da sie relativ eben ist, kannst du die Insel mit dem Fahrrad erkunden. Zu entdecken gibt es jede Menge Buchten, Grotten und Meereshöhlen.

Wie komme ich hin? Vom Hafen in Trapani auf Sizilien fährt eine Fähre zur Insel. Die Überfahrt dauert etwa anderthalb Stunden.

Ruhe auf San Pietro

Wo? Vor der südlichen Westküste von Sardinien.

Warum hin? Hier hast du deine Ruhe! Auf der Isola di San Pietro gibt es genau einen Ort. Er heißt Carloforte, zählt etwa 6.500 Einwohner und ist ein beliebtes Ausflugziel für Touristen von Sardinien. Abseits von Carloforte ist es aber ruhig, Hotels gibt es auf der Insel nur wenige. 

Die Nordküste der Insel ist zwar eher felsig und eignet sich nicht zum Baden. Dafür gibt es im Süden und Osten kleine Sandstrände.

Wie komme ich hin? Vom Hafen Porto Vesme in Portoscuso auf Sardinien fahren Boote nach Carloforte.

Die See-Insel Monte Isola

Wo? Auf dem Festland. Ja, richtig gelesen. Die Monte Isola ist eine Insel im Iseosee in den norditalienischen Provinzen Brescia und Bergamo. 4,5 Quadratkilometer ist sie groß und hat 1.811 Einwohner, die in fünf Dörfern wohnen.

Warum hin? Weil sie die größte Insel in einem südeuropäischen See ist. Weil die Insel bis auf eine Buslinie autofrei ist. Weil es dort wunderhübsche Dörfchen gibt, die aussehen wie aus dem Mittelalter. Und weil du dort eine schöne Wanderung auf den höchsten Punkt der Insel machen kannst, von dem aus du einen super Blick über den See hast.

Wie komme ich hin? Mit dem Boot von Sale Marasino oder von Sulzano aus.

Ischia: Insel der Thermalquellen

Wo? Ischia liegt vor der Küste bei Neapel im Südwesten von Italien. Sie ist die größte Insel im Golf von Neapel.

Warum hin? Ischia ist eine Vulkaninsel. Zwar gibt es dort keinen aktiven Vulkan mehr, dafür aber jede Menge Thermalquellen, zum Beispiel in der Bucht Sorgeto im Süden der Insel. Ihr 90 Grad heißes Wasser vermischt sich dort in Becken vor dem Strand mit dem kühlen Meerwasser, sodass du darin baden kannst.

Du erreichst die Bucht zu Fuß vom Dorf Panza aus oder mit einem Taxiboot über das Wasser. Neben den Thermalquellen gibt es auf der Insel auch feine Sandstrände, beeindruckenede Felsküsten und die Festung Castello Aragonese.

Wie komme ich hin? Vom Porto di Napoli in Neapel fahren Fähren nach Ischia-Porto oder dem Hafen von Casamicciola. Die Häfen liegen im Norden der Insel und sind auch von Pozzuoli aus zu erreichen, das 20 Kilometer nördlich von Neapel liegt.    

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