„Mit ihren Handtüchern tragen die 10.000 Touristen, die La Pelosa jeden Sommer besuchen, enorme Mengen von Sand fort“, sagte der Bürgermeister von Stintino, Antonio Diana, der italienischen Zeitung „La Repubblica“. Deshalb sollen Handtücher, Taschen und Kühltaschen, mit denen die Strandbesucher ebenfalls Sand forttragen könnten, von dem Strand in Italien verschwinden. 

Strandbesucher sehen das Handtuchverbot skeptisch

Das Verbot ist noch nicht in Kraft. Auf der Facebook-Seite des Strandes wird es aber schon diskutiert. Die Meinungen gehen auseinander: „Aber ohne Handtuch…“, postet eine Nutzerin mit ratlosen Emojis. Ein anderer Nutzer antwortet scherzhaft: „Sie sind dabei, Kurse im Freischweben zu organisieren.“

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Viele andere sind der Meinung, dass es richtig ist, La Pelosa zu schützen. Tatsächlich sollen am Zugang zum Strand auch Liegestühle, feste Strandmatten und transparente Biotaschen als Ersatz für Handtücher und eigene Taschen verteilt werden. Das berichtet die sardische Zeitung „La Nuova Sardegna“.

Schaden durch Handtücher ist wissenschaftlich belegt

Der Bürgermeister verteidigt die Idee gegenüber „La Repubblica“ damit, dass der Schaden durch die Handtücher wissenschaftlich belegt sei: „Die Idee, Handtücher zu verbieten, ist keine Erfindung von uns. Der gesamte Plan, der realisiert werden soll, wird von einer wissenschaftlichen Studie unterstützt. Diese belegt, dass Handtücher eine der größten Gefahren für den Strand darstellen. Denn wenn die Handtücher feucht sind, bleibt sehr viel Sand an ihnen hängen.“

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Stintino ist eine Halbinsel im Norden von Sardinien und ein beliebter Ferienort. Um die Strände La Pelosa und Le Saline gibt es zahlreiche Feriensiedlungen.

Handtuchverbot nicht die einzige Maßnahme

La Pelosa ist weit über Sardinien hinaus bekannt für seinen feinen Sand. Neben dem Handtuchverbot sollen noch weitere Maßnahmen zum Schutz des Strandes ergriffen werden. 

Unter anderem soll die asphaltierte Straße, die zum Strand führt, durch Stege ersetzt werden, sodass der Strand nur noch zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit elektrischen Fahrzeugen zu erreichen sein wird, berichtet „La Repubblica“. Überwachungsdienste könnten dafür sorgen, dass Strandbesucher keine Zigarettenstummel und anderen Müll auf dem Sand hinterlassen.