Für viele sind die Malediven der Inbegriff für Traumurlaub. Doch aktuell geht es dort nicht gerade paradiesisch zu.

Von „nicht notwendigen Reisen nach Malé“ rät das Auswärtige Amt in einem aktuellen Hinweis ab. Der von Präsident Abdulla Yameen ausgerufene Notstand würde zudem die Bürgerrechte erheblich einschränken, es komme zu Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und der Polizei. Zudem wird empfohlen, die Berichterstattung in den Medien aufmerksam zu verfolgen.

Das Auswärtige Amt informiert auch darüber, dass es Mitte Januar mehrere Razzien in den Ferienresorts auf den Malediven gegeben hat, und rät zu besonderer Vorsicht. Die Inseln erleben momentan eine politische Krise.

Krise auf den Malediven trifft auch Touristen

In der vergangenen Woche hatte das Oberste Gericht des Landes die Freilassung inhaftierter Oppositioneller angeordnet. Der amtierende Präsident, Abdulla Yameen, widersetzte sich dem Urteil jedoch und behindert die Freilassung. Seitdem herrscht Ausnahmezustand und Gegner demonstrieren gegen den Präsidenten.

Zudem sind mehrere Abgeordnete, die zur Opposition gewechselt sind, festgenommen worden, ohne einen offiziellen Grund für die Maßnahme bekannt zu geben.

Durch den ausgerufenen Ausnahmezustand, der 15 Tage andauern soll, ist es für Yameens Regierung leichter, Festnahmen durchzuführen und die Versammlungsfreiheit einzuschränken.