Filmfans aufgepasst! Kanada ist nicht nur Schauplatz zahlreicher berühmter und preisgekrönter Filme, sondern auch für seine beeindruckende Natur bekannt. Bei einer Film-Tour durch das Land musst du dich nicht entscheiden – und lernst beides zugleich kennen und lieben. 

Bereit? Dann hol das Popcorn aus der Mikrowelle und begib dich mit dem reisereporter auf eine filmische Reise durch Kanada. 

Quebec: „Catch Me if You Can!“

Quebec ist ein wahres Kleinod in Nordamerika – und erinnert an Europa. Es gibt viel europäische Architektur, Flaniermeilen, Straßencafés und Bars. In den Restaurants kannst du verschiedene französische Speisen kosten. 

Frankreich oder Kanada? Québec liegt zwar im kanadischen Nordamerika, hat im Film „Catch me if you can" allerdings Frankreich gespielt.

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Genutzt hat das der Film „Catch Me if You Can!“, in dem Leonardo DiCaprio ebenjene Aufgabe vom Regisseur Steven Spielberg erhalten hat. Es sind die historischen Straßen von Quebec, durch die Tom Hanks den berüchtigten Betrüger jagt. Im Film stellen die kanadischen Straßen das französische Städtchen Montrichard dar. 

Vancouver: „Mission Impossible“ und „Big Eyes“

Ein sehr schöner Ort für einen Spaziergang am Wasser ist Granville Island. Auf der Halbinsel befindet sich das Kunst- und Kulturviertel der Stadt, zu dem auch ein Flohmarkt gehört. Auf diesem beobachtete einst Tom Cruise in der Rolle des Ethan Hunt in der Schlussszene von „Mission Impossible – Phantom Protokoll“ seine Frau, um zu sehen, ob es ihr gut geht. 

Granville Island hast du schon in vielen Filmen gesehen: Hinter der Marina ragen gläserne Hochhäuser in den Himmel.

In Vancouver Downtown werden immerzu Filme gedreht. Solltest du ein Tim-Burton-Fan sein, musst du unbedingt die Vancouver Art Gallery besuchen. Die permanente Ausstellung zeigt 8000 Kunstwerke, zwischen denen zahlreiche Szenen des Tim-Burton-Films „Big Eyes“ spielten. 

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Das Lieblingscafé der Filmstars in Vancouver ist übrigens das Blue Water Café. Falls du hier ein Päuschen beim Sightseeing einlegst, halte die Augen offen: Vielleicht sitzt ein Hollywood-Sternchen gleich am Nebentisch. 

Vancouver Island: „Twilight“, „X‑Men“ und „Ein Vogel auf dem Drahtseil“

Nur wenige Autostunden von Vancouver entfernt liegt Vancouver Island. Es ist ein märchenhaft schöner Ort mit dichten Wäldern und samtweichen Stränden, an die Treibholz in seinen urigsten Formen gespült wurde, und schroffen Küsten mit tosender Brandung. 

Ein Holzpfad führt durch den Wald auf Vancouver Island. Gruselig-grüne Filmstimmung garantiert.

Am Long Beach in dem kleinen Künstlerdorf Tofino spazierte auch Bella mit ihrem Werwolf Jacob in der „Twilight“-Saga am Strand entlang.

Die kleine Stadt Victoria ist die Hauptstadt der kanadischen Provinz British Columbia. Sie war einst ein beliebter Aussteigerort für Hippies. Das britisch anmutende Hatley Castle ist die Lehranstalt des Professors Xavier in der „X‑Men“-Reihe. In Victoria gibt es auch die schmalste Straße Nordamerikas, die Fan Tan Alley. Hier ist sogar schon Goldie Hawn auf dem Motorrad im Film „Ein Vogel auf dem Drahtseil“ die Straße entlanggedüst.

Neufundland und Labrador: „Schiffsmeldungen“

Neufundland und Labrador liegen am östlichen Rand Kanadas. Hier gibt es kleine Fischerhäuschen aus Holz, die in die Felsen gebaut und mit Tauen zum Schutz bei Sturm befestigt sind. Es gibt ausgediente Leuchttürme, die heute als Hotel dienen und vor deren Fenstern Wale und Eisberge vorbeiziehen.

Rote Holzhäuser in der Bucht von Straitsview in Neufundland, Kananda. Die Ursprünglichkeit der Region zieht immer wieder Filmemacher an.

Eine tolle Kulisse? Fand auch Regisseur Lasse Hallström. Er wählte Neufundland und Labrador, um hier den Film „Schiffsmeldungen“ mit Kevin Spacey in der Hauptrolle zu drehen. Ganz besonders beeindruckt war er von dem kleinen Ort New Bonaventure bei Trinity Bight, wo die Häuser seit dem 18. Jahrhundert kaum verändert wurden. 

Alberta: „Brokeback Mountain“ und „The Revenant“

Das östlich neben British Columbia gelegene Alberta ist ein Paradies für Outdoor-Fans. Es gibt klare Seen, in denen sich die schneebedeckten Berge spiegeln, schroffe Bergspitzen, an denen Wolken wie Watte hängen, und dunkelgrüne Wälder. 

Brokeback Mountain ragt tannenbewachsen in die Höhe. Einige Wolken bedecken den ansonsten blauen Himmel.

Die wunderschöne Landschaft diente auch als Kulisse für den romantischen Western „Brokeback Mountain“, in dem sich zwei Cowboys, gespielt von Heath Ledger und Jake Gyllenhall, ineinander verlieben. Gedreht wurde viel in Kananaskis Country. Hier liegt der Moose Mountain, der im Film als Brokeback Mountain dargestellt wird. In der Kleinstadt Fort Mcleod steht bis heute das Elektrogeschäft, das im Film als Waschsalon diente, vor dem sich die beiden Cowboys zum ersten Mal küssten. 

Auch der mit drei Oscars prämierte Film „The Revenant“ mit Leonardo DiCaprio in der Hauptrolle wurde in Alberta gedreht. Der Regisseur suchte nach unberührter Natur, die gleichzeitig rein, rau und poetisch sein sollte. Diese Kulisse fand er in den Badlands, im Bow Valley und in Kananaskis Country.