Der Himmel über dem bedrohlich tosenden Meer verdunkelt sich da schon mal richtig dramatisch, das Sturmgeheul ist zum Fürchten, Regen peitscht waagerecht ins Gesicht, die Nordseeluft schmeckt nach Salz… und manchmal ist es einfach nur gut, wenn ein Laternenpfahl zum Festhalten in der Nähe ist.

Bedrohliche Wetterlage vor Norderney im Januar.
Sieht bedrohlich aus: Sturm vor Norderney. Foto: Christina Mänz

Extremes Wetter auf einer extrem schönen Insel, die im Winter – wenn die Strände verwaist sind und die unwirklich ungetrübte Natur Luft holt – ihren rauen Charme zeigt.

Unwirkliche Dünenlandschaft mit Leuchtturm.
Unwirkliche Dünenlandschaft mit Leuchtturm. Foto: Christina Mänz

Ja, ja, das trifft auf so manche Insel im Wattenmeer zu. Aber Norderney, Deutschlands ältestes Nordseeheilbad, hat dazu diese mondäne und gleichzeitig moderne, stilsichere Seite; bisher ohne albernes Chichi!

Entspannt statt überstylt. Vorausschauend statt verschnarcht. Deshalb boomt die Insel – und überholt Sylt irgendwann im Vorbeigehen.

Winter auf Norderney: Meine Tipps

Und was macht man so im Winter auf Norderney? Nichts Großartiges. Einfach etwas Schönes: laufen, essen, entspannen, schlafen. Das sind meine Vorschläge:

  • Lange Strandspaziergänge, zum Beispiel am Nordstrand. Zum Aufwärmen an den Kamin des Strandrestaurants Weiße Düne.
    Hier dreht sich alles um den Strand: Deko im Strandrestaurant Weiße Düne.
    Hier dreht sich alles um den Strand: Deko im Strandrestaurant Weiße Düne. Foto: Christina Mänz
  • Stadtbummel durch den überschaubaren Ort Norderney. Kaiserliche Seebadkultur im Kurhaus. Außerdem gibt’s hier tatsächlich noch viele gemütliche Kneipen und kleine Traditionsläden (nicht nur die üblichen Ketten) – und neue, sehr geschmackvolle Geschäfte, Bars und Restaurants. Dein Geld loswerden kannst du zum Beispiel im Designshop 1837.

  • Zum Entspannen: Bade:haus, eine wunderschöne Thalasso-Therme mit Meerwasserschwimmbad.

  • Mittags Suppen, abends Cocktails in der Milchbar.

    Die Milchbar besticht durch leckeres Essen und Meerblick.
    Die Milchbar besticht durch leckeres Essen, gute Getränke und Meerblick. Foto: Christina Mänz

  • Schlafen und essen:

    Schick: Designhotel Inselloft (mit einer tollen Bäckerei).

    Exklusiv: Hotel Seesteg (mit Pool auf dem Dach und dem besten Restaurant).

    Wunderschöne Apartments: Friedrich (und im dazugehörigen Restaurant gibt’s leckere Burger und sehr guten Kaffee).

    Im Friedrich findest du Schutz vor dem heulenden Wind.
    Im Friedrich findest du Schutz vor dem heulenden Wind. Foto: Christina Mänz

Und wie kommst du hin? Mit der Bahn oder mit dem Auto bis Norddeich Mole. Von hier aus geht die Fähre. Auch im Winter mehrmals täglich – wenn es denn die Wetterlage zulässt! Aktuelle Infos und den Fahrplan findest du auf der Homepage der Reederei.