Knapp 30.000 Einwohner hat die algerische Stadt Aïn Séfra in der Sahara. Die Stadt liegt unweit der marokkanischen Grenze, gut 1.000 Meter über dem Meeresspiegel.

Nicht selten wurden hier bereits Minusgrade gemessen. Dass dort Schnee fällt, ist allerdings eine echte Seltenheit. Seit 1979 gab es nur drei Winter, in denen sich die weiße Pracht präsentiert hat. 2018 war es wieder so weit. 40 Zentimeter Neuschnee fielen in der Nacht zu Sonntag. Das Spektakel währte allerdings nur kurz. Nach nur wenigen Stunden war der Schnee wieder abgeschmolzen. 

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Wie kam es zum Sahara-Schnee?

In Europa herrscht zurzeit hoher Luftdruck. Dieser lenkte die kalte europäische Luft nach Süden in Richtung Nordafrika. Normalerweise bildet das Atlasgebirge eine natürliche Grenze für das Klima zwischen dem eher feuchten Nordafrika und der trockenen Saharaluft. In diesem Jahr hat die kalte Luft das Gebirge überschritten und der Sahara rund um Aïn Séfra Schnee gebracht. 

Zum Vergleich: In Deutschland gibt es im Januar im Durchschnitt über 50 Millimeter Niederschlag. Zwar schneite es in Aïn Séfra erst 2016 zum letzten Mal. Die Schneefälle von damals und die aktuellen sind aber zwei von nur drei in den letzten 40 Jahren.