50 Bunker stehen am Strand von Houvig, knapp vier Kilometer nördlich von Søndervig. Etliche sind verfallen, andere halb im Sand versunken. Gerade bei schlechtem Wetter hat der Anblick etwas Gespentisches. Die Bauten sind Relikte aus dem Zweiten Weltkrieg.

Errichtet wurden sie von Deutschen. Sie gehörten zu einer in den Jahren 1943 und 1944 errichteten Anlage von 50 Bunkern und 50 weiteren Beton- und Holzbauten, die Teil des „Atlantikwalls“ waren. Die Überreste der 2.685 Kilometer langen Verteidigungslinie kannst du heute noch an mehreren Stränden in Dänemark und teilweise auch noch in NorwegenFrankreich, Belgien, auf den britischen Kanalinseln und in den Niederlanden sehen.

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Die Bunker am Meer

In den Jahren nach dem Krieg füllten sich einige der Bunker mit Sand, sodass sie nicht mehr begehbar sind oder gar komplett unter den Dünen begraben wurden.

Einige der Bunkerruinen stellten eine Gefahr für die Strandbesucher dar, weil Eisenspitzen und scharfe Betonsplitter aus dem Sand ragten. Daher wurden diesie entfernt. Die dänische Denkmalschutzbehörde beschloss jedoch, einige der Bunker als Kulturdenkmäler zu behalten. Der größte Teil der Bunkeranlage liegt hier heute noch genau so da wie am Ende des Krieges.

Gerade bei grauem Himmel haben die Bunker auch etwas Gespenstisches.

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Der große Beobachtungsbunker in Houvig wurde außerdem vom Sand befreit und ist nun wieder begehbar. Drinnen findest du die Zeichnung eines dänischen Pfarrers, der hier im Jahre 1995 mit Ochsenblut eine zusammenhängende Erzählung über den Kriegsverlauf, die Judenverfolgung und Hitlers wahnsinniges Verhalten an die Wände malte. 

Es gibt aber auch viele ältere Malereien zu entdecken: Zu Kriegszeiten mussten viele Menschen teilweise über einen langen Zeitraum in den Bunkern ausharren. Deswegen findest du an einigen Bunkerwänden Wandmalereien mit deutschen Liedtexten oder süddeutschen Berglandschaften.

Mittlerweile haben sich auch Street-Art-Künstler an einigen Wänden verewigt. 

Vorsicht beim Betreten der Bunker

Obwohl viele der Bunker geschlossen wurden, auf privaten Grundstücken liegen oder komplett mit Sand gefüllt sind, kannst du auch heute noch einige betreten. Allerdings auf eigene Verantwortung, denn es ist nicht ganz ungefährlich. Sie könnten sowohl im Sand ins Rutschen kommen als auch durch die Verwitterung in sich zusammenfallen. 

Vorsicht beim Spazieren am Houvig-Strand. An vielen Stellen ragen Betonecken aus dem Boden.

In den Touristeninformationen der Gegend bekommst du Landkarten und Informationen über die Bunkeranlage. Wenn du mehr über die Geschichte des Strandes lernen möchtest, empfiehlt sich ein Besuch im Ringkøbing-Skjern Museum. Dort gibt es eine Ausstellung mit Fokus auf den Zweiten Weltkrieg, die Bunker und die Dinge, die in Houvig gefunden wurden.