91 Jahre lang war das Tanzen in New York verboten – bis jetzt! Denn New Yorks Bürgermeister unterschrieb am Montag der vergangenen Woche die Aufhebung des „Cabaret Laws“. Das Gesetz war 1926 während der „Prohibition Era“ erlassen worden.

Das Gesetz diente ursprünglich dazu, illegale Veranstaltungsorte zu kontrollieren, die im Verdacht standen, Alkohol zu verkaufen. Damals war es in den USA nämlich verboten, Alkohol auszuschenken. Laut „Thump“ wurden damit auch Jazzbars und andere Orte, an denen sich Schwarze und Weiße trafen, diskriminiert.

Bürgermeister findet: Work hard, party hard

Bereits vor der Aufhebung gab es die Möglichkeit, eine offizielle Tanzlizenz zu beantragen. Der Antrag war allerdings so teuer und aufwendig, dass gerade mal 104 Bars und Restaurants in New York eine Erlaubnis besaßen.

Zwar wurde das Gesetz kaum noch angewendet, trotzdem erlöst die Aufhebung Besitzer von Veranstaltungsorten, die vorher illegal Tanzveranstaltungen anboten. Sie sagten gegenüber der „New York Times“, dass das Verbot wie eine ständige Bedrohung über ihnen gehangen habe oder dass sie sich schlecht dafür gefühlt hatten, dass Gesetz zu brechen.

„Es ist 2017 und dieses Gesetz machte keinen Sinn. Wir wollen eine Stadt sein, in der Menschen hart arbeiten und das Nachtleben ihrer Stadt genießen können, ohne geheimnisvolle Tanzverbote“, sagte der New Yorker Bürgermeister Bill de Blasio.

Zwei Teile des Gesetzes bleiben aber bestehen: Die Veranstaltungsorte müssen Sicherheitskameras installieren und vom Staat lizenziertes Sicherheitspersonal beschäftigen.