Warnung: Diese Liste weckt akutes Fernweh und ansteckendes Reisefieber! ;-)

1. Limnos

Limnos wird hauptsächlich von Griechen besucht, ist aber mehr als „nur“ eine Urlaubsdestination. Hier wohnen dauerhaft viele Einheimische, die Insel ist also auch außerhalb der Urlaubssaison belebt und fällt nicht gleich in Winterstarre, sobald sich die Touristen wieder verziehen.

Im Hafen der Hauptstadt Myrina kannst du Fischer bei der Arbeit beobachten, an der flachen Küste findest du außerdem viele gute Badestrände. 

2. Ikaria

Erinnerst du dich an die Geschichte von Ikarus, der sich aus Wachs und Federn Flügel bastelte und dann ins Meer stürzte, weil er zu hoch hinaus (aka zu nah an die Sonne) wollte?

Der griechischen Mythologie zufolge entstand Ikaria an genau dieser Stelle. Bekannt ist die Insel unter anderem für radioaktive heiße Quellen, die paradoxerweise sehr gesund und für das hohe Lebensalter der Insulaner verantwortlich sein sollen. 

3. Ammouliani

Die zwölf Quadratkilometer kleine Insel bei der Halkidiki-Halbinsel ist eine erholsame Abwechslung zu den größeren Resorts auf dem Festland: Hier ist die Atmosphäre noch authentisch statt überlaufen und die meisten Urlauber, die an den Sandstränden chillen, sind Griechen. Trotzdem benötigst du nur zehn Minuten mit der Fähre vom Festland ab Tripiti bis zum Eiland.

Achtung: Wer nach Ammouliani reist, bucht die Unterkunft im besten Fall vorab. Denn wegen des begrenzten Touristenansturms gibt es nur wenige Beherbergungsbetriebe auf der Insel. 

4. Poros

Poros ist eine 23 Quadratkilometer kleine 4000-Seelen-Insel im Saronischen Golf. Obwohl sie sich zwischen der beliebten Halbinsel Peloponnes und Athen befindet, gilt sie als echter Geheimtipp. Denn dort lautet das Lebensmotto trotz des Trubels der Nachbarorte noch immer „siga siga“, also „immer mit der Ruhe“. 

Schon die Aussicht, die diejenigen, die mit dem Boot ankommen, genießen, fasziniert die meisten. Vor allem Naturliebhaber sehen sich an Poros nicht satt.

Denn die Insel vulkanischen Ursprungs bietet Berglandschaften, die bis zu 350 Meter hoch sind. Auf ihnen wachsen dichte Pinienwälder – natürlicher Sonnenschutz inklusive. Gegenüber, also östlich des Ortes Galata, gibt es einen märchenhaften Zitronenwald, dessen Duft das gesamte Gebiet bis zum azurblauen Meer bedeckt. Und so genießen Reisende im Ort die beruhigende Wirkung, die nur das Plätschern der Wassermühlen auf dem Weg durchbricht. 

5. Samos

Wer auf der Suche nach einer außergewöhnlichen griechischen Insel ist, entdeckt das sonnige Samos im Osten garantiert für sich. Auf fast 500 Quadratkilometern warten dort neben zahlreichen Kulturgütern, zum Beispiel einem Andenken an den Naturwissenschaftler Pythagoras, idyllische Buchten und atemberaubende Landschaften. So kommen sowohl Geschichts- als auch Naturliebhaber auf ihre Kosten. 

Auch die Potami-Wasserfälle auf Samos sind einen Ausflug wert: Hier bekommen Reisende nicht nur eine angenehme Erfrischung. Sie haben ebenso die Möglichkeit, sich am Potami Beach, der sich in unmittelbarer Nähe befindet, eine Auszeit zu gönnen. Und wer das Bedürfnis nach etwas mehr Meer hat, macht einfach einen Ausflug an einen der anderen zauberhaften Strände der Insel, zum Beispiel den Livadaki, Kerveli oder Tsamadou Beach.

6. Thassos

Das griechische Eiland Thassos nennen Einheimische liebevoll „grüne Insel“. Entsprechend faszinierend wirkt die Natur vor Ort. Neben dichten Wäldern warten dort weiße Häuschen, bunte Blumenfelder und romantische Ausflugsziele auf Urlauber. Ganz vorne dabei: der Saliara-Strand, auch bekannt als Marble Beach. Dort laden der weiße Sandstrand und das glasklare Wasser zum Entspannen ein.

Auch für Kulturliebhaber bietet die Insel ein volles Programm, darunter einen Ausflug zum Kloster des Erzengels Michael. Hinzu kommt das Bergdorf Kastro, in dem sich eine gemütliche Taverne befindet, die einen atemberaubenden Ausblick über die Landschaft ermöglicht.

Ionische Inseln: Was gibt’s außer Korfu?

7. Meganisi

Die Antwort lautet: Meganisi. Hier leben nur etwas mehr als 1000 Bewohner in drei Dörfern. Die meisten Besucher kommen als Tagestouristen vom benachbarten (und bekannteren) Lefkada. Wer über Nacht bleibt, kann die vielen Buchten in aller Ruhe erkunden. Kleine Eselsbrücke – mega-nice hier! 

Kykladen: Mehr als Santorin und Naxos

8. Antiparos

Nein, wir haben nichts gegen Paros. Aber Antiparos, nicht so bekannt wie die größere Schwesterinsel, bedient ebenso hübsch die Kykladen-Klischees (weiße Häuser, Windmühlen, pinkfarbene Blumen, Kopfsteingassen) und ist dabei beschaulicher.

Ein klarer Fall für einen Platz unter den 20 schönsten griechischen Inseln des „Guardian“. Kleines Schmankerl für alle Tom-Hanks-Fans: Der Schauspieler besitzt ein Haus auf Antiparos. Vielleicht läuft er dir bei deinem Urlaub sogar über den Weg? 

9. Kythnos

Im August, wenn (hauptsächlich griechische) Touristenhorden die Insel belagern, solltest du lieber nicht nach Kythnos kommen. Außerhalb der Saison kannst du die Traumstrände und Thermalquellen dafür in Ruhe genießen.

Oder ein Wassertaxi nach Kolona nehmen, zu einem schmalen Sandstreifen, der zu einer kleinen Insel führt. In dem azurblauen Meer zu beiden Seiten ankern fast immer Jachten. 

10. Serifos

Die Häuser in der Hauptstadt Chora stapeln sich als weiße Würfel seitlich an einem Berg – das macht sie zu einer der schönsten Städte in Griechenland.

In Serifos’ Hafenstadt Livadi ist das Leben noch immer, wie es vor einigen Jahren auf allen griechischen Inseln aussah: ruhig und gleichzeitig gesellig. Wer es noch ruhiger will, legt sich an einen der mehr als 70 Strände, von denen einige nur mit dem Boot erreichbar sind.

11. Sifnos

Sifnos ist ein Wander- und Foodieparadies. Nicholas Tselementes, der einer der ersten berühmten Köche Griechenlands ist, kommt von der Insel. Und noch immer halten die Bewohner ihr kulinarisches Erbe hoch. Das ist auch ein Grund, warum es auf Sifnos zwar voll werden kann, aber trotzdem eine authentische Atmosphäre herrscht. 

12. Folegandros

Die weniger bekannte Alternative zu Santorin heißt Folegandros: Dramatische Klippen und sanfte Hügel bestimmen die Landschaft, während du in der größten Stadt, der Chora, in den Duft der purpurnen Bougainvillea-Blüten gehüllt, von Platz zu Platz flanierst. Weil auch die Chora auf einer Steilküste thront, gibt’s dazu malerische Aussichten aufs Meer. 

13. Koufonisia

Koufonisia oder Koufonissi besteht eigentlich aus drei Inseln, aber nur eine davon ist bewohnt. Bootstouren zu den beiden anderen Inseln, Kato Koufonisi und Keros, lohnen trotzdem: Hier findest du ungestörte Ruhe in der Natur und an malerischen Stränden.

Der Vibe von Koufonisia lässt ein bisschen die Hippie-Zeit der 1960er aufleben: Viele Urlauber campen im Sommer ganz entspannt am Strand. 

14. Schinoussa

Wenn für dich der Strand die einzige Attraktion im Urlaub sein sollte, ist Schinoussa deine griechische Insel. Hier gibt es nämlich nicht viel anderes, was dich vom Strand ablenken könnte.

Gerade mal 250 Menschen leben auf dem Kykladen-Kleinod, die einzige Siedlung erstreckt sich auf gerade mal einem Kilometer oberhalb des kleinen Hafens. Was du hier erleben kannst? Nichts, außer am Strand zu liegen oder dorthin zu wandern. Oh, du süßer Müßiggang! 

Inselgruppe Dodekanes: Rhodos ist out, jetzt sind diese Inseln angesagt!

15. Tilos

Die griechischen Inseln sind nicht gerade dafür bekannt, besonders grün und fruchtbar zu sein. Tilos erfüllt diese Kriterien aber am ehesten und ist berühmt für die heimischen Blumen und Vögel. Die sanften Hügel lassen sich entspannt erwandern. Ebenso relaxt geht es in den kleinen Dörfern und an den unentdeckten Stränden zu. 

16. Chalki

Als einstige Fischerei- und Kaufmannshochburg findest du in Emborio, der größten Stadt und gleichzeitig Hafenstadt von Chalki, noch zahlreiche Villen aus dem 19. Jahrhundert.

Hier passt du dich schnell dem langsamen Rhythmus der Insel an, streifst durch verschlafene Gassen oder besichtigst die Burg oberhalb der Ruinen von Horio im Inselinneren. 

17. Karpathos

Karpathos ist nach Rhodos – vor Kos! – die zweitgrößte Insel der Dodekanes. Trotzdem haben viele Touristen Karpathos noch nicht auf dem Schirm. Vielleicht, weil Pigadia, die größte Stadt der Insel, auf den ersten Blick nicht die schönste ist?

Ihr altmodischer Charme wird dich trotzdem verzaubern. Von hier kannst du außerdem Exkursionen zu bescheidenen Resorts und ins schroffe Inland unternehmen. 

18. Telendos

Eigentlich ist Telendos nicht viel mehr als ein Berg, der vor der Küste von Kalymnos aus dem Meer ragt. Von hier aus erreichst du die Insel in zehn Minuten mit dem Boot. Bist du erst mal angekommen, lassen sich deine Möglichkeiten an zwei Händen abzählen: Es gibt drei Strände, sechs Tavernen mit köstlichem Essen und zahlreiche Ruinen. 

19. Leros

Leros hat alles, was du brauchst – weiß getünchte Dörfer, Höhlen und charmante Unterkünfte –, ohne überlaufen zu sein. Vom Hafen aus erreichst du die Inselhauptstadt Platanos in nur zehn Minuten zu Fuß.

Die kleinen Straßen werden von großen Villen gesäumt. Viele davon sind relativ heruntergelebt, aber gerade das macht den bodenständigen Charme der Insel aus. 

20. Lipsi

Nur 16 Quadratkilometer groß, ist Lipsi der perfekte Ort, um sich in verwunschenen Ecken zu verlieren. Das wusste wohl auch Odysseus, der sich, laut Mythologie, hier von der Nymphe Calypso bezirzen ließ und seine Weiterreise nach Ithaka gleich mal um ein paar Jahre nach hinten verschob. 

So lange musst du gar nicht bleiben, um den hübschen (und einzigen) Ort und die Strände zu genießen. Einer der schönsten ist Hohlakoura, den du am besten mit dem Boot erreichst – es gibt zwar eine Straße, die ist allerdings recht schwierig zu befahren.