Millionen Touristen kommen jedes Jahr nach Amsterdam, die niederländische Hauptstadt ist eine der beliebtesten in Europa. Immer mehr Einheimische haben genug von diesem Massentourismus – sie klagen über Lärmbelästigungen und illegale Unterkünfte.

Und es gibt eine weitere Entwicklung, die ihnen Sorge bereitet: Die wachsende Zahl an Touri-Läden – Souvenirshops, Fast-Food-Läden oder Ticketshops. 

Der Stadtverwaltung reicht’s jetzt. Sie hat deshalb beschlossen, dass solche Geschäfte ab sofort in der Altstadt und einigen umliegenden Einkaufsstraßen nicht mehr eröffnet werden dürfen.

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Die bestehenden dürfen bleiben. „Der Tourismus-Konsumsektor sorgt dafür, dass sich die Menschen, die in Amsterdam leben und oder arbeiten, von der Stadt entfremden“, heißt es in der Begründung des Beschlusses.

Die Stadtverwaltung arbeitet bereits seit einigen Monaten an dem Beschluss. Sie habe ihn aber geheimgehalten, um ein Aufploppen neuer Geschäfte in letzter Minute zu verhindern, berichtet die niederländische Zeitung „de Volkskrant“. 

Ein Symbol dieses unliebsamen Touri-Shop-Trends seien die unliebsamen „Nutella-Shops“. Dort würden Touristen sich die Touristen „schnell Waffeln und Pizzen verputzen, um ihren Städtetrip am Laufen zu halten“.

Das Verbot dieser Läden ist ein weiterer einer Reihe von Schritten, welche die Stadtverwaltung unternimmt, um den Massentourismus einzudämmen:

  • keine neuen Hotels gebaut werden.
  • Touristenbusse dürfen nicht mehr im Stadtzentrum halten.
  • Wohnung an Touristen vermietet, zum Beispiel über Airbnb, muss das der Gemeinde melden. Die Vermietung ist auf 60 Tage pro Jahr beschränkt.
  • Bierfahrräder (eine bewegliche Bar) sind ab dem 1. November 2017 verboten.

Touristen, die wegen der Coffee-Shops kommen – immerhin rund 23 Prozent besuchen laut einer Studie einen dieser Läden – können vorerst beruhigt sein. Es gibt mehr als 190 in der Stadt, und Einschränkungen sind wohl noch nicht geplant.