Mindestens zwölf der 17 Punkte treffen auf dich zu? Glückwunsch! Dann kannst dich guten Gewissens einen wahren Reisenden nennen.

Du kannst...

1. Nicht nur „Hallo“ oder „Danke“ in mehreren Sprachen sagen

Einige Urlauber legen vielleicht keinen Wert auf interkulturelle Verständigung und grüßen auch im Ausland selbstbewusst auf Deutsch. Ein wahrer Reisender aber taucht in die Kultur des Reiselandes ein. Dazu gehören auch die sprachlichen Finessen. Deshalb kannst du mindestens die gängigen Gruß- und Dankesformeln in mehreren Sprachen. Peut-être också a little poco mais (= vielleicht auch ein kleines bisschen mehr). Volle Punktzahl für jeden, der alle Sprachen erkennt – ohne Google zu fragen!

Hola, ciao, hej,... für einen echten „Traveller“ die leichteste Übung.

Du hast...

2. Einen Nachtbus, -zug oder –flug genommen

Die Reiseziele, die uns am meisten reizen, sind oftmals am weitesten entfernt: Neuseeland, Australien, San Francisco, Japan, Vietnam, … Alles keinen Katzensprung entfernt. Manchmal musst du deshalb einfach einen Nachtflug nehmen.

Oder du entscheidest dich, mit dem Nachtzug oder -bus zu reisen, weil du so keinen Tag durch die Anreise verplemperst. Das kann, je nach Komfortlevel, eine entschleunigende oder unbequeme Erfahrung sein. Die Fahrt mit dem Nachtzug von Berlin nach Moskau ist garantiert ersteres.

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Die Sonne geht unter, doch die Fahrt geht erst los: Wenn's nötig ist, steigen Reisende in den Nachtbus.

3. Dich mit Händen und Füßen verständigt

Wenn du mit deinen Sprachkenntnissen nicht weiterkommst, setzt du deinen ganzen Körper ein, um dich in der Ferne zu verständigen. Zwei Finger in die Luft halten und dann auf das Essen deiner Wahl zeigen versteht eigentlich jeder. Die Kommunikation per Zeichensprache funktioniert allerdings nicht immer ohne Fettnäpfchen: In Griechenland beispielsweise solltest du aufpassen beim Winken und Kopfnicken

Wahlweise „Peace“, „Sieg“, „zwei“ oder „V“: Ausgestreckter Zeige- und Mittelfinger haben weltweit eine unterschiedliche Bedeutung.

4. Eine Sammlung von Sim-Karten aus verschiedenen Ländern

Einige Vielreisende haben sogar ein zweites Telefon, das lohnt sich aber vor allem, wenn du für längere Zeit in einem anderen Land lebst und zwischendurch oft nach Hause kommst. Jeder, der schon in mehreren Ländern gewohnt hat, kennt auch das Phänomen der Sim-Karten-Sammlung.

Was das ist? Eine Sim-Karte aus jedem Land. Manchmal ist es sogar sinnvoll, eine Karte zu kaufen, selbst wenn du nur ein paar Wochen unterwegs bist, um lästigen Gebühren zu entgehen. Innerhalb der EU musst du dir darüber allerdings keine Sorgen her machen: Hier sind die Roaming-Gebühren seit diesem Sommer abgeschafft.  

5. Schon mal leidenschaftlich ein Land verteidigt, in dem du warst

Du kennst das wahrscheinlich: Du erzählst deinen Freunden oder deiner Familie von deinem nächsten Reiseziel. Und alles, was du als Reaktionen bekommst, sind Vorurteile oder Ängste – weil noch niemand dort  gewesen ist und sich von dem Gegenteil hätte überzeugen können.

Du aber kannst nach deiner Rückkehr aus vollem Herzen für das Land, das du nun besser kennst, in die Bresche springen und beweisen, dass (fast) alle anderen falsch liegen.

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6. Vergessen, welcher Tag oder welche Uhrzeit gerade ist

Es gibt Tage, da bist du ununterbrochen unterwegs. Vielleicht fliegst du auch „nur“ nach London und musst dich dort erstmal an eine Stunde Zeitverschiebung gewöhnen.

In einigen Ländern reist du nicht nur von einer Stadt zur anderen, sondern auch von einer Zeitzone zur nächsten. Kein Wunder, dass du da durcheinander kommst. Manchmal reicht sogar schon ein gutes Gespräch mit netten Leuten, um völlig die Zeit zu vergessen. 

Vergessen, wie spät oder welcher Tag gerade ist? Passiert wahren „Travellern“ schon mal.

7. Auf dem Meer das Land aus den Augen verloren

Das kannst du philosophisch oder wortwörtlich deuten: Der Franzose André Gide hat mal gesagt, dass du nur „neue Ozeane entdecken kannst, wenn du den Mut hast, das Ufer aus den Augen zu verlieren“.

Also entweder verlässt du bei deinen Reisen regelmäßig deine Komfortzone und begibst dich im übertragenen Sinne in neue Gewässer, oder du bist tatsächlich schon in See gestochen und konntest in alle Richtungen nur Meer sehen, das den Horizont küsst, Meer, das den Horizont küsst, Meer, … 

Bis zum Horizont nichts als Wasser.

8. Mindestens eine Nacht im Tipi, Zelt oder Auto geschlafen

Egal ob beim Roadtrip, Festival oder Wandern: Einmal in deinem Reiseleben hast du bisher mindestens in einer Unterkunft geschlafen, die kein normales Hotel, Hostel oder Ferienapartment war. Ganz Hardcore: Die Nacht unterm freien Sternenhimmel.

Ob beim Festival oder nicht: Echten Reisenden macht die Nacht im Zelt nichts aus.

9. Schon mal auf dem Flughafen geschlafen

Es geht auch unbequemer... Ob aufgrund lästiger Zwischenlandungen, unplanmäßiger Verzögerung oder unchristlich früher Flugzeit: ein paar Stunden hat doch jeder von uns schon mal auf dem Flughafen geschlafen, oder? So gut das auf den schmalen Stühlen und dem kalten Boden eben möglich ist.

Eine Wartender schläft auf dem Boden des Flughafens in Moskau.

10. Eine traditionelle Zeremonie oder ein Ritual mitgefeiert

Karneval in Venedig, Rio oder Köln, Mittsommer in den skandinavischen Ländern oder ganz klassisch das Oktoberfest: Die kulturellen Besonderheiten eines Reiseziels lernst du am liebsten bei den typischen Volksfesten kennen.

Traditionell gekleidete Schweden tanzen an Midsommar um den Maibaum.

11. Dich nach dem Essen eines Landes gesehnt, in das du gereist bist

Wenn du unterwegs bist, vermisst du vielleicht knuspriges Vollkornbrot oder Omas Braten. Wieder Zuhause hören die kulinarischen Gelüste aber nicht auf.

Du sehnst dich nach den unvergleichlich locker-knusprigen Croissants, dessen warmen Duft du morgens in Frankreich nicht widerstehen konntest. Den richtig guten Ramen-Suppe an dem unscheinbaren Food-Court in Südkorea. Den „Tim Tams“ in Australien. Dem Chai-Tee in Indien. Die Liste ließe sich endlos fortführen…

Zum Glück findest du Ramen-Suppe mittlerweile auch in vielen westlichen Ländern.

12. Einen Brauch, den du im Ausland gelernt hast, in den Alltag eingebaut

Noch nie bist du so entspannt in den Tag gestartet wie mit der Morgenmeditation damals in Indien? Die frischgepressten Säfte im Detox-Urlaub schenken dir mehr Energie als Kaffee? Oder hat dich die zeremonielle Ruhe des chinesischen Tee-Genusses beeindruckt? Manche Neuentdeckungen sind es einfach wert, dass du sie in der Heimat weiterführst. 

Traditionelle Teezeremonie in China.

13. Eine „To See & Do“-Liste geschrieben und sie vor Ort über den Haufen geworfen

Manche Menschen sind eher die Listen-Typen, manche nicht. Doch selbst diejenigen, die vor der Reise brav den Reiseführer wälzen und den reisereporter nach Inspiration durchforsten, To-Do-Listen schreiben und die Route im Kopf schon mal vorplanen, wissen: Die besten Pläne sind doch immer noch die, die du beim Reisen wieder über den Haufen wirst. Denn der wahre Zauber des Reisens liegt in den spontanen Entdeckungen.

Eine To-Do-Liste geschrieben: Check. Sie wieder verworfen: Doppel-Check.

Bist du...

14. Über eine Grenze gelaufen

Bei den meisten Grenzen bemerken wir es schon gar nicht mehr, wenn wir sie überqueren. Sei es, weil uns Europäern das Wechseln zwischen Ländern sehr leicht gemacht wird. Oder weil wir sie galant überfliegen.

In einigen Ländern aber wird dir die Ein- oder Ausreise sehr bewusst. Plötzlich ist da wieder dieses Herzklopfen, ob du alle Dokumente dabei und richtig ausgefüllt hast. Die stoische Geduld, mit der du dich der Willkür der Beamten auslieferst. Und die Erleichterung, wenn alles klappt und du noch einmal über die Schulter blickst, und dem gerade verlassenen Fleckchen Erde zuwinkst.

15. Allein gereist

Einige Menschen schwören darauf, andere haben Angst davor: Alleine eine Reise zu machen ist der ultimative Test, ob du mit dir selbst auskommst. Meistens bleibst du aber gar nicht lange allein. Viele Reisende sind schließlich gesellige Menschen, die gerne beim Warten auf den Bus, in der Hostelküche oder im Restaurant miteinander in Kontakt kommen.

Alleine reisen heißt nicht einsam reisen.

16. Zeuge eines Naturphänomens geworden

Spektakuläre Wasserfälle, Geysire, der Indian Summer und natürlich Polarlichter– diese Schauspiele beweisen einmal mehr die unfassbare Schönheit von Mutter Natur. Und rücken den Fokus vielleicht wieder auf das, was im Leben wirklich wichtig ist.

Atemberaubend: Deine ersten Polarlichter vergisst du nie.

17. In einem einzigartigen Moment sprachlos gewesen

Dieser Punkt ist eng verwandt mit den Naturphänomenen. Das kann das Schnorcheln mit Riesenschildkröten sein (gut, mit Schnorchel im Mund redet es sich sowieso eher schlecht, aber darüber sehen wir mal hinweg…), die Begegnung mit einen Wal oder das Miterleben eines historischen Moments.

Man müsste nur die Hand ausstrecken... Riesenschildkröte im Meer.

Quiz: Bist du ein echter Reisender?