Skimboarden (oder Skimmen) ist als Wassersport hierzulande noch gar nicht so bekannt – dabei ist es der perfekte Sport für all diejenigen, denen eine komplette Windsurf-Ausrüstung einfach zu viel Platz im Auto wegnimmt oder die von den mäßig guten Konditionen für Wellenreiter an der Ostsee frustriert sind. Ein Skimboard ist handlich, wetterunabhängig und du musst noch nicht mal bis ans Meer fahren.

Beim Skimmen geht es darum, mit Anlauf auf das Board zu springen und über das Wasser zu gleiten. Dafür musst du aber nicht bis ins tiefe Wasser, sondern kannst schon ab einer handbreit Wasser mit dem Skimboard fahren. Während die erfahrenen Skimboarder auch direkt in die Wellen fahren, um dort Tricks zu üben, kannst du auch ganz gemütlich parallel zum Strand fahren. Bei Skimboard-Contests hingegen werden auch Rampen aufgebaut, über die die Skimmer springen. Wenn du also schon ein paar Tricks auf dem Skateboard kannst, musst du nicht erst Wellenreiten lernen, um den Three-Sixty auch auf dem Wasser auszuprobieren. 

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Der einzige Skimboard-Hersteller Deutschlands

Allerdings kannst du noch nicht an jedem Strand Skimboards ausleihen oder kaufen. In Warnemünde hingegen schon, zum Beispiel bei „HW-Shapes“ von Hannes Winter – dem ersten und einzigen Skimboard-Shaper in Deutschland. Fun-Fact am Rande: Der Shop entstand aus der Not heraus. Als ihm ein Freund nach einer USA-Reise von dem neuen Trendsport erzählte, wollte er es unbedingt ausprobieren – konnte jedoch weder online noch offline ein solches Board auftreiben. Also musste er selber ran und sich sein eigenes Skimboard designen.

Hannes Winter in seinem Shop mit einem Skimboard, dessen Design von einer Rostocker Künstlerin für HW-Shapes entworfen wurde.

Heute hat er laut eigener Aussage einen gut laufenden Betrieb und entwickelt seine Boards immer weiter. Übigens: Auch für die Kleinsten baut er Boards. Ab einem Alter von drei Jahren könnten Kinder schon Skimboarden – und überholen in ihrem Lernfortschritt nach kurzer Zeit ihre Eltern.

Familienfreundlicher Trendsport

Wenn du eine Abwechslung zum Baden in der Ostsee suchst, solltest du dich mal nach einem Skimboard umsehen. Es ist nicht nur platzsparend und handlich, sondern verlangt weder nach Wellen noch nach besonderer Agilität. Klar, am Anfang benötigst du auch eine Portion Selbstvertrauen, um mit vollem Schwung auf das Board zu springen, aber die Lernkurve ist steil und der Spaßfaktor hoch.