Im Flugzeug gibt es so einige Routinen: Dazu gehören die Begrüßung durch die Pilotinnen und Piloten, die Sicherheitseinweisungen der Crew und das Dröhnen der Turbinen auf der Startbahn kurz vor dem Abheben. Und dann gibt es während des Fluges noch gelegentliche akustische Signale. 

Allerdings können Geräusche, die Flugpassagierinnen und ‑passagiere nicht direkt zuordnen können, nervös machen – schließlich befinden sie sich viele Kilometer weit oben in der Luft. Hier die Lösung, was die „Plings“, „Dings“ und „Dongs“ bedeuten.

Flugbegleiter erklärt: Dieses Signal willst du im Flugzeug nicht hören

Ganz einfach: Diese Signale sind wichtig für die Kommunikation an Bord, erklärt Flugbegleiter Tommy Cimato auf seinem Tiktok-Kanal. Ein hohes und ein niedriges Klingeln (das klassische „Ding-dong“) bedeute, dass die Crew sich untereinander anrufen will. Ertöne nur ein Ton („ding“), dann habe ein Passagier den Service-Knopf über seinem Sitz oder auf der Toilette gedrückt. Wenn zweimal derselbe Ton erklinge („Ding-ding“), bedeute das: „Noch etwa zehn Minuten bis zur Landung.“ Das ist der Moment, in dem sich Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter hinsetzen. Also kein Grund, nervös zu werden. 

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Anders sehe es aus, wenn je drei hohe und drei niedrige Töne („ding-dong, ding-dong, ding-dong“) erklingen. „Das bedeutet, es gibt einen Notfall“, so der Flugbegleiter. Es sei aber sehr, sehr unwahrscheinlich, dass Passagierinnen und Passagiere das jemals hören würden.

Lufthansa und Tuifly: Warum klingelt es aus den Lautsprechern?

Je nach Flugzeugtyp und Airline können sich die Signale unterscheiden. Ein Tuifly-Sprecher sagte dem reisereporter 2017: „Tatsächlich gibt es verschiedene akustische Signale bei uns an Bord.“ Und diese Signale nutzt die Airline:

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„Ding-dong“: Dieser Klingelton ertönt in der Kabine, wenn die Pilotinnen und Piloten über das „Interphone“ Kontakt mit der Kabinenbesatzung aufnehmen möchten, erklärt der Sprecher.

„Ding-dong, Ding-dong“: Hierbei handelt es sich um einen Anruf innerhalb der Kabine.

Bing-bing“: Mit diesem Signal informieren die Pilotinnen und Piloten vor dem Start die Kabinenbesatzung über den bevorstehenden Startlauf.

„Ping“: Dieser einzelne Ton ertönt, wenn die Tuifly-Passagierinnen und ‑Passagiere den Rufknopf über ihren Köpfen benutzen, um ein Mitglied der Kabinenbesatzung an ihren Sitzplatz zu bitten.

Bei Qantas bedeutet ein einzelner Ton ebenfalls, dass „ein einzelner Passagier nach einem Flugbegleiter klingelt“, schreibt die australische Airline auf ihrer Website. Bei einer Kombination aus einem hohen und einem tiefen Ton rufen sich die Flugbegleiter über das interne Telefon. Drei tiefe Töne hintereinander sind eine Warnung des Piloten oder der Pilotin – etwa vor einer Turbulenz.

Nicht jede Airline verrät, was genau hinter den Signalen steckt, so zum Beispiel die Lufthansa. Sprecherin Anja Lindenstein bestätigte dem reisereporter 2017 zwar, dass sie der Kommunikation zwischen Crew und Pilot dienen. Die genauen Bedeutungen der einzelnen Signale wollte sie aber nicht verraten. „Das hat auch sicherheitsrelevante Gründe“, so Lindenstein. 

Was bedeuten die anderen Geräusche im Flugzeug?

Während des Fluges surrt und rumpelt es. Das kann vor allem Menschen mit Flugangst beunruhigen. Die Erklärung ist aber auch hier ganz simpel:

Es summt beim Einsteigen: Dieses Geräusch kommt von der Hilfsturbine im Heck des Flugzeuges, die es mit Strom und klimatisierter Luft versorgt.

Es surrt laut und sehr hoch: Dieses Geräusch hörst du während des Starts und beim Landeanflug. Es entsteht, wenn die Landeklappen ein- oder ausgefahren werden.

Es rumpelt von unten: Keine Sorge, das Flugzeug bricht nicht auseinander. Das ist das Fahrwerk, das ein- oder ausgefahren wird. 

Es rauscht: Wenn das Flugzeug seine Reiseflughöhe ändert, dann rauscht es im Flieger lauter als sonst.

Redaktioneller Hinweis: Dieser Text erschien erstmals im Juni 2017. Wir haben ihn im November 2021 aktualisiert.