Einst waren sie Luxusherbergen, heute Ruinen. Aber für die Abrissbirne sind sie irgendwie doch zu schön-schaurig. Der reisereporter hat eine Auswahl zusammengestellt. 

Das Ducor Hotel in Liberia

Hier standen die großen Namen in den Reservierungsbüchern: Politiker, Diplomaten und Geschäftsmänner. Auf dem höchsten Berg von Liberias Hauptstadt Monrovia, dem Ducor Hill, genossen die Gäste des Hotels einen wunderbaren Blick über das Meer. Dazu offerierte die fünf-Sterne-Herberge Pool, Tennisplatz und Konferenzzentrum sowie Restaurant.

Von Glanz und Gloria ist nicht mehr viel übrig geblieben. Die 179 Zimmer sind geplündert, im Pool sammelt sich der Müll. Es gibt immer wieder Zusicherungen, dass das ehemalige Intercontinental instand gesetzt wird ... Doch seit 25 Jahren tut sich nichts.

Der Swimming Pool des Ducor Palace in Liberia ist heute eine Müllkippe. Seit 25 Jahren tut sich hier nichts mehr.

Das Grossinger's Catskill Resort in den USA

Der Legende nach soll das Grossinger's Catskill Resort in den USA die Vorbild-Kulisse für das Hotel The Kellermann's aus dem Flimklassiker Dirty Dancing gewesen sein. Gedreht wurde dort allerdings nie.

Bis zu 150.000 Gäste checkten dort pro Jahr ein. Auch der Boxer Rocky Marciano soll sich dort auf seine Wettkämpfe vorbereitet haben. Doch 1986 wurde das Hotel geschlossen, der Unterhalt war einfach zu teuer. 

Der Liegestuhl als Relikt aus längst vergessenen Tagen: Das Grossinger's Catskill Resort wurde 1986 stillgelegt. Davor war es Inspiration für die Kulissen in Dirty Dancing.

The Diplomat Hotel auf den Philippinen

Hier soll es gespukt haben. Sowohl Gäste als auch Angestellte wollen Stimmen gehört haben. Außerdem hätten sie kopflose Geister gesehen. Gerüchten zufolge sollen das die im Zweiten Weltkrieg dort geköpften Priester und Nonnen gewesen sein. 

Denn vor seiner Geschichte als Hotel diente das Gebäude als Hauptquartier der japanischen Armee im Zweiten Weltkrieg. Zahlreiche Gräueltaten sollen dort geschehen sein. 

Als Hotel wurde es von Antonio Agapito Agpaoa geführt. Er brachte dort unter anderem seine Patienten unter, da er als eine Art Wunderheiler arbeitete. Vor allem psychische Krankheiten soll er durch Handauflegen geheilt haben. Er starb 1987. Das Diplomat Hotel wurde daraufhin geschlossen. 

Heute dient das Hotel als Kulisse für Filme, Fotoshootings und Hochzeiten.

Die Geschichte des Diplomat Hotels auf den Philippinen ist vor allem eins: blutig. Angeblich soll es dort auch gespukt haben. Seit 1987 checkt hier niemand mehr ein.

Das Bokor Palace Hotel in Kambodscha

Einst Hotel und Casino, heute verlassen und teilweise zerfallen. Das Bokor Palace Hotel steht in einer Geisterstadt, die auf dem Bokor Hill über Kambodscha thront. Früher sollen hier französische Offiziere mit ihren Familien ihren Urlaub verbracht haben. Derzeit wird wohl an der Sanierung des Gebäudes gearbeitet. 

Das Bokor Palace Hotel war einst Hotel und Casino. Derzeit gibt es wohl Bestrebungen, das Gebäude zu sanieren.

Hotel Belvédère du Rayon Vert in Frankreich

Die Architektur des Hotels wirkt ein wenig aus der Zeit gefallen. Das 1932 fertiggestellte Hotel erinnert an ein Schiff. Wohl auch deshalb ist es seit 1987 als historisches Gebäude geschützt. Obwohl schon seit 1983 niemand mehr dort wohnt. 

Ursprünglich diente es Touristen in Frankreich als äußerst bequemer Zwischenstopp auf ihren Reisen. Praktischerweise wurde es nämlich direkt an Bahngleisen gebaut. Während die Passagiere damals auf den Zug warteten, konnten sie luxuriös nächtigen. Oder sich tagsüber die Zeit mit Tennisspielen vertreiben. Der Platz dazu war auf dem Dach des Hotels. 

Das Hotel Belvédère Du Rayon Vert in Frankreich soll an ein Schiff erinnern. Seit mehr als 30 Jahren steht das Hotel leer.

Hotel y Salto del Tequendama in Kolumbien

Rund 60 Jahre lang war das Hotel gegenüber der Tequendama-Wasserfälle der Treffpunkt schlechthin für Promis und Luxusliebhaber. Anfang der 90er wurde es geschlossen. Warum ist nur bedingt überliefert. Gemunkelt wird, dass der Río Bogotá zu sehr gestunken habe. Der Fluss gilt als der dreckigste Fluss in Kolumbien. 

Heute dient das Gebäude als Museum. Es steht für Renaturierung, denn die Umgebung Pflanzen aller Art haben das Gebäude vereinnahmt. 

Die Aussicht auf die Tequendama-Wasserfälle hatte seinen Preis: Es soll gewaltig gestunken haben. Anfang der 90er-Jahre wurde das Hotel y Salto del Tequendama geschlossen.

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