Essen ist doch eins der schönsten Dinge im Leben. Vor allem im Restaurant macht es richtig Spaß, sich kulinarisch verwöhnen zu lassen. Und die werden immer kreativer: Hast du dir schon mal vorgestellt, wie es wäre, in einem Heißluftballon zu dinieren? In den Niederlanden kannst du es ausprobieren.

Wir haben dir die verrücktesten Restaurants und Cafés in Europa zusammengestellt. Eine besonders verrückte Idee macht derzeit in Österreich die Runde. Noch im April soll dort ein ganz spezielles Café eröffnen ...

Österreich: Ein Café in einem Aufzug

... und zwar eins im Aufzug. Genauer in einem Paternoster. Die Idee dafür kommt von Christian Tauss. Der Österreicher hat eine Sammelleidenschaft für Fahrstühle und präsentiert diese im Wiener Aufzugmuseum. Nun soll ein Café dazukommen, schreibt das österreichsische Magazin „Falstaff“.

Ein Paternoster ist ein spezieller Aufzug, den es nur noch selten zu sehen gibt. In Wien kannst du bald in einem Kaffee trinken.

In dem geplanten Kaffeehaus sollen die Besucherinnen und Besucher aber nicht etwa in einem großen Raum an Tischen sitzen, sondern natürlich in einzelnen Liftkabinen. Ob das funktionieren kann, wird aktuell in einem Pop-up-Café getestet. Im „Café Comet“ im 7. Wiener Bezirk gibt es bereits eine Kabine zum Kaffeetrinken.

Das neue Kaffeehaus soll im April eröffnen, geplant sind derzeit zwei Kabinen und Teile von einem Paternoster. Außerdem sollst du deinen Kaffee auch in einem jugendstilechten Aufzug genießen können, es sei eines der geschichtsträchtigsten Exemplare seiner Sammlung, sagt Tauss. 

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Deutschland: Kaffee trinken in der ehemaligen Wartehalle

Ebenfalls kurios Kaffee trinken kannst du in Dresden. Und zwar in der Käseglocke am Postplatz gegenüber vom Zwinger. Das kleine runde Häuschen war früher mal eine Wartehalle, ist inzwischen aber „ein Schauplatz gepflegter Gastlichkeit“, wie die Inhaber auf der hauseigenen Internetseite schreiben. 

In Dresden gibt es das wahrscheinlich kleinste und rundeste Café Europas: Die Käseglocke.

Es gibt Kaffee, leckeren Kuchen und Fruchtweine aus eigener Herstellung. Plätze gibt es drinnen und draußen. Und während du dort an deinem Latte macchiato nippst, hast du einen herrlichen Blick auf die Dresdner Altstadt und das rege Treiben am Postplatz. 

Das kleine runde Häuschen steht schon seit 1928 dort, ist also ein echter Dresdner Oldie. Wie durch ein Wunder hat es sogar die Bombennacht am 13. Februar 1945 ohne Schäden überstanden.

Schweiz: Essen in der Seilbahn

Seilbahnen sind in der bergigen Schweiz nichts Besonderes. Etwas anderes ist das in Grindelwald. Die Luftseilbahn, die hier hinauf zur Alp Pfingstegg führt, bietet nämlich auch Dinner an. 

Du kannst wählen zwischen einem romantischen Candle-Light-Dinner oder einem Sky-Dinner mit mehreren Personen. Bei der ersten Variante fahrt ihr zu zweit pünktlich zum Sonnenuntergang nach oben, während ihr einen Vorspeisenteller genießt. Zurück im Tal wird dann der Hauptgang serviert, bevor es wieder hoch geht. 

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Diese Besonderheit hat ihren Preis: Zwei Personen zahlen für das romantische Dinner umgerechnet rund 400 Euro. Dafür gibt es zweieinhalb Stunden lang leckeres Essen in besonderem Ambiente. Beim Sky-Dinner können bis zu acht Personen gemeinsam in der Gondel speisen. Aktuell hat die Seilbahn Winterpause, im Mai geht es weiter. 

Italien: Dinieren in der Tram

In Italien kannst du in einer historischen Tram essen. Das Tram Ristorante Atmosfera in Mailand fährt währenddessen durch die Millionenmetropole. Es gibt zwei Speise-Trams, die je Platz für bis zu 24 Personen bieten.

Für diese besondere Restaurant-Erfahrung wurden die historischen Straßenbahnwagen restauriert und umgebaut. Trotzdem haben sie den Charme von damals behalten, es gibt sogar eine Küche und eine Toilette – wie es sich eben für ein richtiges Restaurant gehört. 

Die Bahnen fahren jeden Abend vom Piazza Castello ab und kommen hier später wieder an. Die Route wird je nach Verkehrslage immer mal wieder geändert. Zu essen gibt es Fleisch, Fisch und Vegetarisches. Das Abendessen startet je nach Bahn um 20 Uhr und um 20.30 Uhr, Mittagessen gibt es nur sonntags um 13 Uhr. In der Regel dauert das Erlebnis zweieinhalb Stunden. 

Deutschland: Kulinarik im Bergwerk

Im Sauerland kannst du ein ganz besonderes Dinner bei Kerzenschein erleben: das sogenannte Gruben-Light-Dinner. Und zwar 300 Meter tief im Sauerländer Besucherbergwerk in Bestwick-Ramsbeck. Nach der Besichtigung des Bergwerks wird hier aufgetischt. 

Hier isst du aus einem Henkelmann, wie es auch schon die Bergleute getan haben. Außerdem wird das Drei-Gänge-Menü auf Schieferplatten serviert. Gebucht werden kann das Abenteuer unter Tage über das Hotel Nieder. In den Stollen gelangst du mit einer echten Grubenbahn, die dich rund eineinhalb Kilometer bis in 300 Meter Tiefe bringt. 

Belgien: Ein Restaurant in der Kapelle

Eigentlich wird in Kirchen und Kapellen vorrangig gebetet. In Belgien, genauer in Antwerpen, wird aber gegessen. Das Restaurant The Jane hat sich in der alten Kapelle eines ehemaligen Militärkrankenhauses niedergelassen. Die Halle ist modern eingerichtet und trotzdem ist noch das Flair der früheren Nutzung erhalten geblieben.

Die Küche befindet sich für alle sichtbar unter einer Glaskuppel im Raum. Das Restaurant zählt zur gehobenen Küche, wenn du einen Tisch haben möchtest, solltest du rechtzeitig reservieren. The Jane hat 2014 eröffnet, vorher standen die alte Kapelle und das gesamte Areal jahrelang leer. 

Neben dem Restaurant im Erdgeschoss gibt es noch eine Bar eine Etage weiter oben. Serviert wird hauptsächlich ein Menü bestehend aus Fisch und Schalentieren. Dazu gibt es noch ein bis zwei Fleischgerichte sowie zwei Desserts. Das kulinarische Erlebnis dauert etwa vier Stunden und kostet 265 Euro pro Person.

Niederlande: Speisen im Heißluftballon

Völlig verrückt ist das Angebot von „CuliAir“ in den Niederlanden. Hier kannst du tatsächlich mehrere Gänge in einem Heißluftballon genießen. In dem speziellen Ballon kocht Spitzenköchin Angélique Schmeinck für ihre Gäste – und zwar mit der heißen Luft des Ballons!

Der Heißluftballon bietet so viel Wärme, dass hier Moorhuhn und Wolfsbarsch schonend gegart werden können. Mithilfe eines speziellen Flaschenzugs werden die zu kochenenden Gerichte ganz nach oben in den Ballon gezogen und können dort vor sich hin köcheln. 

Natürlich gelten auch hier die Regeln wie für jede Ballonfahrt: Die Wetterbedingungen müssen stimmen, ohne offenen Himmel und normale Windbedingungen kann nicht gestartet werden. Die Fahrt dauert etwa eineinhalb Stunden, Aperitifs und Vorspeisen gibt es schon am Startplatz. In der Luft gibt es dann drei weitere Gerichte.

Nach der Landung warten auf dich dann das Dessert und die traditionelle Champagnertaufe, wie es sich nach jeder gelungenen Ballonfahrt gehört. Verrückte Dinge haben ihren Preis: Eine kulinarische Fahrt mit dem Ballon in dem Örtchen Velp kostet 435 Euro pro Person. 

Deutschland: Speisen und nebenbei die Stadt besichtigen

Zu guter Letzt fehlt noch eine verrückte Restaurant-Erfahrung: genau, Essen im Bus. Und das natürlich nicht in irgendeinem Bus, sondern in einem alten amerikanischen Schulbus. Die Busse des „Dinner Hopping“ fahren durch München und verbinden Kulinarik mit Sightseeing.

Zur Auswahl stehen unterschiedliche Erlebnis-Dinner und für jeden Gang wird ein ausgewähltes Münchner Restaurant angefahren. Serviert wird das Essen im Bus an den Tischen. Es gibt unterschiedliche Routen, die werden an die jeweiligen Menüs angepasst. 

Los geht es meist um 19 Uhr, an manchen Wochenenden und Feiertagen werden auch Mittagstouren angeboten. Insgesamt hat das Unternehmen vier Busse zu Dinner-Bussen umgebaut. Drinnen gibt jeweils 26 Sitzplätze in den drei großen Bussen. Das kleinere Exemplar hat Platz für zehn Personen. 

Das besondere Dinner-Erlebnis dauert etwa drei Stunden und kostet rund 89 Euro ohne Getränke.