Auch wenn die letzten Jahre von Krisen geprägt waren und etliche Airlines den Auswirkungen nicht standhalten konnten, gibt es auch Bewegung in der anderen Richtung: In diesem Jahr wollen mehrere neue Fluggesellschaften an den Start gehen.

Liliair: Von Klagenfurt raus in die Welt

Liliair ist eine neue private Fluglinie für den Adria-Alpen-Raum. Die Maschinen sollen täglich von Klagenfurt zu den Zielen Frankfurt, München und Hamburg starten. Die Menschen sollen so aus Kärnten an die Drehkreuze für internationale Flüge gebracht werden.

Das Unternehmen verspricht: „Für Passagiere der Convenience Class reicht es aus, erst 20 Minuten vor Abflug am Airport zu sein.“ Das sei dem „perfekten Zusammenspiel“ vom Klagenfurter Flughafen und Liliair zu verdanken. Für Reisende, die schon früher da sind, gibt es eine Lounge. 

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Flüge können ab sofort gebucht werden, der frühestmögliche Termin ist der 23. April. Dann will Liliair das erste Mal abheben. Wer ein Ticket bucht, hat 21 Kilogramm Gepäck sowie acht Kilo Handgepäck inklusive. Die Flotte besteht aus zwei Regionaljets, die jeweils Platz für 90 Personen bieten. 

Marabu: Die kleine Schwester der Condor

Die deutsche Fluggesellschaft Condor bekommt eine kleine Schwester. Die neue Airline Marabu soll Reisende von Hamburg und München zu über 20 Zielen am Mittelmeer, Roten Meer und auf die Kanaren sowie nach Portugal bringen. Für die Flüge least das Unternehmen A320-Maschinen der estnischen Airline Nordica mit Sitz in Tallinn. 

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Noch in diesem Sommer will Marabu mit eigenen Flugzeugen starten. Alle Flüge der Airline sind über Condor buchbar. Mehr Infos zur neuen Airline gibt es in unserem Extra-Bericht. Dort erklären wir zudem, warum es auch Kritik an Marabu gibt.

Flyv: Schneller und näher ohne festen Flugplan

Das Unternehmen Flyv mit Sitz in Unterhaching bei München hat sich eigenen Angaben zufolge vorgenommen, den regionalen Flugmarkt zu revolutionieren. Der Plan: Passagierinnen und Passagiere sollen auf dezentralen Routen schneller von A nach B gebracht werden.

Geschäftsführer Anton Lutz erklärte gegenüber dem Onlinemagazin „Aerotelegraph“ den Ansporn hinter der Idee: „Aus unserer Sicht ist es nicht mehr der richtige Ansatz, für dünne und unbeständige Routen ein halbes Jahr vorher einen Flugplan festzulegen.“ Stattdessen sollen Algorithmen mithilfe eines Computerprogramms für jeden Tag einen neuen Flugplan bauen, ergänzt er.

Lutz nennt ein Beispiel: „Stellen Sie sich vor, Sie sind in Limoges in Frankreich und müssen nach Modena in Italien. Wenn Sie mit Air France über Paris und Bologna fliegen, sind Sie mindestens sechs bis sieben Stunden unterwegs.“ Mit dem Auto seien es ohne Pause rund zehn Stunden, mit dem Zug noch mal doppelt so viel.

Der Algorithmus soll dann berechnen, ob Flyv dem oder der Reisenden für die Strecke, den gewünschten Tag und die Uhrzeit ein besseres Angebot machen kann. Der Kunde oder die Kundin bekommt dann ein Zeitfenster vorgeschlagen. Je kleiner das ist, desto teurer wird das Ticket.

Es werden also weder feste Ankunfts- und Abflugzeiten noch Direktflüge garantiert. Die Idee sei dennoch, mit Flyv schneller ans Ziel zu kommen, sagt der Chef gegenüber dem „Aerotelegraph“. Bis jetzt ist noch kein Flugzeug von Flyv abgehoben und auch die App, über die gebucht werden soll, ist noch nicht verfügbar.

Laut dem Onlinemagazin „Business Traveller“ sollen aber in diesem Jahr zwischen fünf und zehn Destinationen in Nachbarländern von München aus angeflogen werden.