Es kann schon frustrierend sein, wenn du in das Flugzeug steigst, dich durch die engen Gänge zu deinem noch engeren Sitzplatz schlängelst, während die Gäste in der Business-Class schon ihr erstes Glas Sekt in der Hand halten. Aber es soll sie ja geben, die sagenumwobenen Upgrades von der Economy-Class in die Business- oder sogar First Class. 

Bieten für eine höhere Klasse

Es gibt sie tatsächlich und bei manchen Airlines kannst du sogar darum bieten. Beispielsweise bei der Lufthansa. Wenn du ein Ticket für die Economyclass für einen Langstreckenflug hast, kannst du wählen, ob du für ein Upgrade in die Premium-Economy-Class oder Business-Class bieten möchtest. Ein Gebot für die First Class ist nur möglich, wenn du bereits ein Business-Flugticket besitzt.

In der Business-Class hast du mehr Platz und mehr Ruhe vor deinem Sitznachbarn.

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Bei kürzeren Flügen ist lediglich ein Gebot für die Business-Class möglich. Wenn du deine Buchung online eingibst, wird dir angezeigt, ob diese für ein Upgrade-Gebot infrage kommt. Wenn das passt, kannst du dir einen Preis überlegen, der dir das Upgrade wert ist. 

Das amerikanische Reisemagazin „The Points Guy“ empfiehlt dafür eine Formel, denn mit nur einem Euro ist es nicht getan, schreibt es. Zunächst solltest du nachschauen, ob überhaupt noch Plätze in der Premium-Economy- oder Business-Class frei sind und was ein solcher Platz kostet. Davon ziehst du deine Kosten für das normale Flugticket ab und 20 bis 40 Prozent des übrig gebliebenen Preises kann ein faires Gebot sein. 

In der Business-Class hast du nicht nur mehr Platz, es gibt auch besseres Essen.

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Es gibt verschiedene Online-Tools wie „Expert Flyer“, bei denen du nachschauen kannst, welche Plätze noch frei sind, bevor du dich für ein Upgrade-Gebot entscheidest.

Ein Beispiel: Du hast einen Flug von Berlin nach New York in der Economy-Class für 400 Euro gebucht. Ein Ticket für die Business-Class kostet 1700 Euro. Dein Preis abgezogen, landest du bei 1300 Euro und davon 20 Prozent sind 260. Das kann dein niedrigstes Gebot sein. Um deine Chancen zu erhöhen, könntest du auch auf 300 Euro aufrunden. 

Gebot kann bis 72 Stunden vor Abflug abgegeben werden

Es ist ratsam, immer etwas über dem Minimum zu liegen, weil die meisten Interessierten es mit dem geringsten Preis versuchen werden, und dann hast du die schon mal überboten. Bei Lufthansa ist es so geregelt, dass du dein Angebot bis 72 Stunden vor Abflug abgeben, bearbeiten und auch zurückziehen kannst.

In der Business-Class kannst du deinen Sitz sogar in ein kleines Bett umbauen, herrlich bei Langstreckenflügen.

36 bis 24 Stunden vor Beginn der Reise erfährst du dann, ob du Höchstbietender warst und dein Upgrade bekommst. Hast du Pech, findet dein Flug wie gebucht statt und du musst nichts extra zahlen. Auf der Internetseite der Lufthansa sind alle Eventualitäten und Möglichkeiten in einem FAQ genau aufgelistet.

Nicht alle Airlines ermöglichen Bieter-Upgrades

Es gibt noch weitere Airlines, die diese Upgrade-Möglichkeit anbieten, allerdings sind nicht immer alle Flüge berechtigt. Bei der irischen Fluggesellschaft Aer Lingus beispielsweise kannst du nur bei einigen Flügen zwischen Irland und Nordamerika oder Kanada auf ein Upgrade bieten.

Air New Zealand ermöglicht Reisenden auf internationalen Flügen, für ein Upgrade auf eine höhere Klasse zu bieten. Bei Singapore Airlines kannst du mit Bargeld oder KrisFlyer-Meilen für ein Upgrade bieten.

Keine Bieterverfahren gibt es bei Qatar Airways, American Airlines, Air France, KLM, British Airways, Delta Airlines, Emirate und United Airlines. Dort kannst du aber auf herkömmlichem Weg einen Festpreis für ein Upgrade zahlen oder deine gesammelten Meilen dafür einlösen.