Strandurlaub und Städtetrip kannst du nicht mehr hören, dein Abenteurerherz sehnt sich nach Adrenalin? Dann haben wir genau das Richtige für dich: die gefährlichsten Sehenswürdigkeiten der Welt!

Manche von ihnen sind aufgrund ihrer geografischen oder klimatischen Bedingungen nicht sicher, andere bedrohen mit furchteinflößenden Konflikten und wieder andere Gefahren sind menschlichen Fehlern zuzuschreiben. So oder so, fest steht, dass sie für eine einzigartige und bestimmt unvergessliche Erfahrung sorgen werden.

1. Lake Natron, Tansania – der See, der Tiere mumifiziert

Ein Reiseextrem der besonderen Art ist der Lake Natron in Tansania, denn dessen Gewässer ist mit einem pH-Wert von bis zu 10,5 höchst alkalisch – so sehr, dass es Tiere zu Stein werden lässt, wenn sie darin landen. Häufig betrifft das Vögel oder Fledermäuse, die über den See fliegen.

Da die Wasseroberfläche den Himmel reflektiert, nehmen sie diese nicht als solche wahr und stürzen regelrecht hinein. Ihre Körper werden sofort vom Wasser angegriffen, Haut und Augen verätzt und schließlich der gesamte Korpus mumifiziert. Wer im See baden möchte, den würde natürlich das gleiche Schicksal ereilen.

Im Lake Natron werden Lebewesen in Mumien verwandelt.

Auch die Wassertemperaturen sind extrem. Das flache Wasser wird durch vulkanische Quellen im Untergrund erwärmt und kann bis zu 60 Grad erreichen.

Dennoch ist der See nicht nur lebensfeindlich. Einige angepasste Lebewesen haben sich hier ihre Existenz gesichert – ohne natürliche Fressfeinde, für die das Territorium zu gefährlich wäre. Zwergflamingos zum Beispiel können das Salz über spezielle Drüsen wieder ausscheiden und sind daher perfekt an diese besonderen Bedingungen angepasst. Ihnen zuliebe wurde der See inzwischen als Vogelschutzgebiet ausgewiesen.

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2. Death Valley, USA – extreme Hitze und Sturzfluten

Allein der Name Death Valley spricht schon für sich. Das Tal in Kalifornien ist der am tiefsten gelegene Ort in den USA und obendrein als ein Ort der klimatischen Extreme bekannt. Im Sommer kannst du dir auf dem Boden ein Spiegelei braten – so heiß und trocken ist es hier. Regelmäßig werden im Death Valley die höchsten Temperaturen weltweit verzeichnet.

Außerdem ist die Gegend anfällig für Sturzfluten, da der ausgetrocknete Boden bei Regen das Wasser nicht aufnehmen kann.

Die Artist’s Palette ist eines der Highlights im Death Valley.

Das hält Touristenscharen dennoch nicht davon ab, diesen faszinierenden Ort zu bereisen. Sie wollen sich die vielen Highlights dieser unwirtlichen Gegend nicht entgehen lassen: Ausgewaschene Hügel, tiefe Krater, die Artist’s Palette und die Salzpfanne Badwater Basin machen das Death Valley zu einer der gefragtesten, aber auch einer der gefährlichsten Touristenattraktionen weltweit.

3. Half Dome, USA – senkrecht hinauf zum Gipfel

In Kalifornien befindet sich noch ein weiteres Highlight für Adrenalin-Junkies: Der 2700 Meter hohe Half Dome im Yosemite-Nationalpark ist nicht nur dank seiner markanten Halbkugelform bekannt. Jährlich zieht es Tausende von Natur- und Wanderenthusiastinnen und ‑enthusiasten dorthin, um ihn zu erklimmen und die grandiose Aussicht auf die Bergwelt drum herum zu bestaunen.

Doch der Weg ist tückisch. Selbst erfahrene Wanderinnen und Wanderer brauchen für Hin- und Rückweg zehn bis zwölf Stunden, wobei ganze 1500 Höhenmeter überwunden werden müssen.

Vor allem das letzte Stück der Wanderung auf den Half Dome ist nervenaufreibend.

Am schwierigsten ist das letzte Stück nach oben: Hier führt eine Art Treppe nahezu senkrecht über die letzten 120 Höhenmeter zum Gipfel, an Stahlseilen kann man sich festhalten. Wer nicht schwindelfrei ist, sollte gar nicht erst hierherkommen.

Aber auch alle anderen sollten vom Blick nach unten absehen, denn der führt in den Abgrund und kann ganz schön einschüchternd sein. Seit 1948 haben hier zwölf Menschen ihr Leben gelassen. Bei Regen ist der Weg absolut lebensgefährlich.

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4. Krater von Derweze, Turkmenistan – das Tor zur Hölle

Das Tor zur Hölle – so wird der Krater von Derweze in der Karakum-Wüste Turkmenistans gern genannt. Wer direkt davor steht, kann sich vorstellen, warum: Flammen schlagen aus dem tiefen, fußballfeldgroßen Loch, Glut schießt durch das Innere und die Atmosphäre erinnert tatsächlich ein wenig an die Hölle.

Schon seit 1971 brennt dieses Loch im Boden vor sich hin. Um die nahe gelegenen Dörfer zu schützen und die Luftqualität nicht zu gefährden, hatte man damals die Idee, die natürlichen Gasvorkommen einfach zu verbrennen – immerhin würden sie sich nach ein paar Tagen oder Wochen erschöpfen und das Feuer ganz von allein ausgehen. Doch selbst nach 50 Jahren brennt das wertvolle Gas im Krater von Derweze noch munter weiter.

Im Krater von Derweze lodert das Feuer schon seit Jahrzehnten.

Inzwischen ist der Krater mit Zäunen gesichert, um die Gefahr für Besucherinnen und Besucher zu reduzieren. Allzu viele von ihnen gibt es allerdings nicht. Turkmenistan gilt als eines der isoliertesten und am schwierigsten zu bereisenden Länder weltweit.

5. Yungas Road, Bolivien – Abfahrt auf der Death Road

Lange galt die Yungas Road als einzige Verbindungsstraße zwischen dem Regierungsbezirk La Paz auf über 4500 Metern Höhe und dem tiefer gelegenen Dschungel. In den 30er-Jahren von Kriegsgefangenen in den Berg geschlagen, fährt man hier stets nur ein kleines Stück vom Abgrund entfernt, ohne Absperrungen oder Leitplanken.

Nachdem jährlich circa 300 Menschen auf dieser Straße ihr Leben verloren, wurde im Jahr 2006 eine Alternativstrecke gebaut, die die sogenannte Death Road ablösen sollte.

Die einstige Death Road dient heute Mountainbikern als Downhill-Piste.

Heute ist die Todesstraße besonders bei Mountainbikerinnen und Mountainbikern beliebt, die einen Adrenalin-Kick suchen. Sie können auf einer drei- bis vierstündigen Abfahrt durch den Dschungel bei knapp 3000 Höhenmetern lange rollen lassen und dabei atemberaubende Blicke in die wild wuchernde Natur Boliviens genießen. Wer die Tour hinter sich gebracht hat, erhält vom Veranstalter ein T‑Shirt mit dem Aufdruck „Death Road Survivor“.

6. Cliffs of Moher, Irland – atemberaubende Schönheit in schwindelerregender Höhe

Als wohl eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten in ganz Irland begeistern die Cliffs of Moher jährlich abertausend Besucherinnen und Besucher. Steil ragen die 400 Meter hohen Klippen aus dem rauen, wild tosenden Wasser – die Aussicht von dort oben ist unvergleichlich grandios.

Doch wenn du dir Sicherheitsvorkehrungen wünschst, die dich vor dem steilen Abgrund schützen, bist du hier fehl am Platz. Hier musst du selbst für deine Sicherheit sorgen. Die Schönheit des gewaltigen Naturspektakels wird somit nicht durch Absperrungen, Geländer oder andere Maßnahmen geschmälert, sodass die Naturgewalt voll zur Geltung kommt.

Steil fallen die Cliffs of Moher ins tosende Meer ab.

Der Boden ist uneben, bei Nässe rutschig und die Abbruchkanten ungesichert – es ist also extreme Vorsicht geboten. Hier wurden in der Vergangenheit bereits mehrere Todesfälle registriert. Bei starkem Wind sind die Cliffs of Moher nicht zugänglich.

7. Annapurna, Nepal – der gefährlichste Berg der Welt

Wer nach Nepal reist, hat vermutlich vor, auf dem Annapurna Circuit zu wandern – einer der begehrtesten Wanderrouten aus der ganzen Welt. Weniger häufig wird der 8091 Meter hohe Gipfel des Annapurna angesteuert – zum Glück. Denn mit einer Todesrate von 41 Prozent kann der Annapurna durchaus als einer der gefährlichsten Berge der Welt betrachtet werden.

Der 8091 Meter hohe Annapurna gilt als einer der am schwierigsten zu besteigenden Berge der Welt.

Bis zum Jahre 2008 haben nur 130 Alpinisten den Gipfel erreicht, 53 Todesopfer hatte der Aufstieg bis dahin gefordert. Neben all den Gefahren, die die Besteigung eines 8000ers mit sich bringt, kommt beim Annapurna noch die äußerst hohe Lawinengefahr hinzu, die zahlreiche Bergsteigern das Leben kostete.

8. Hua Shan, China – die Treppe zum Himmel

Das traumhaft schöne Huashan-Gebirge ist ein beliebtes Wandergebiet unweit der Metropole Xi’an und soll sogar dem Filmhit „Avatar“ als Inspiration gedient haben. Eine der spektakulärsten und abenteuerlichsten Wanderungen führt auf den Hua Shan, den höchsten der fünf heiligen Berge Chinas: Auf engen, circa 30 Zentimeter breiten Brettern führt der letzte Teil des Weges den Berg hinauf.

Für die meisten Wanderinnen und Wanderer ist das die Horror-Etappe: Wer den Fuß falsch setzt, gleitet Hunderte von Metern in den Abgrund. Immerhin – eine in den Fels gehauene Eisenkette dient zum Festhalten und gibt zumindest ein klitzekleines Gefühl von Sicherheit. Inzwischen sollen vor Ort auch Klettersteigsets verliehen werden.

Bei der Wanderung auf den Hua Shan braucht man Vertrauen.

So oder so – die Wanderung ist sicher nichts für schwache Nerven und bringt selbst die abenteuerlichsten Reisenden ins Schwitzen. Am Gipfel angekommen, werden Besucherinnen und Besucher mit einer grandiosen Aussicht und einem charmanten Teehaus belohnt.

9. Tschernobyl, Ukraine – strahlende Aussichten am Unglücksort

Dark Tourism oder strahlende Aussichten? Nur wenige dramatische Ereignisse aus der Vergangenheit üben eine derartige Faszination auf Abenteuersuchende aus wie der Unglücksort Tschernobyl. Seit dem Atomunglück im Jahre 1986 gilt der Ort aufgrund der schädlichen Strahlung einer der gefährlichsten Orte der Welt.

Man kann sich nur schwer vorstellen, wie das Leben in Pripyat einst gewesen sein muss.

Bei einer Reise nach Tschernobyl wird nicht nur die Geisterstadt Prypjat angesteuert, es kann sogar der Kontrollraum des damaligen Atomkraftwerks besichtigt werden – wegen der um ein Vielfaches erhöhten Strahlung jedoch nur mit Schutzanzug, Helm und Atemmaske.

Reisende werden außerdem angehalten, sich ihr eigenes Trinkwasser mitzubringen, da das Wasser in der Gegend nach wie vor strahlenbelastet ist. Auch ein Geigerzähler ist empfehlenswert und kann vor Ort ausgeliehen werden.

10. Danakil-Wüste, Äthiopien – wunderschön gefährlich!

Nur wenige Touristinnen und Touristen trauen sich, einen Fuß in die Danakil-Senke in Äthiopien zu setzen – einen der lebensfeindlichsten und extremsten Orte auf dieser Erde. Diese atemberaubend schöne Wüste mit ihren endlos scheinenden Salzseen, farbenfrohen Schwefelquellen, rauchenden Vulkankegeln und Lavaseen ist sicherlich faszinierend – und zugleich äußerst gefährlich.

Ein Grund dafür ist die extreme Hitze, die in dieser 70.000 Quadratkilometer großen Wüste herrscht. Nicht selten knackt das Thermometer die 50-Grad-Marke. Doch das ist nicht die einzige Herausforderung für Abenteuerlustige, die kein Risiko scheuen.

Die Landschaft in der Danakil-Wüste wirkt, als wäre sie nicht von dieser Welt.

Obendrein schwelen in der Region Konflikte, es wird vor Überfällen und Entführungen gewarnt. Ohne örtliche Sicherheitskräfte sollte man sich hierhin also bestimmt nicht begeben. Wer sich dennoch traut, die Wüste im Rahmen einer Tour zu erkunden, wird mit unwirklichen Landschaften belohnt, die nicht von dieser Welt zu sein scheinen – eine absolut einzigartige Erfahrung.