Beim Frühstück wird klar: Man reist mit Profis. Die Frau gegenüber, am Tisch vor den großen Panoramafenstern, spricht über A-Rosa, als sei es ein Familienmitglied. Weit über 60 Fahrten hat die Dame nach eigener Aussage schon mit dem Anbieter von Flusskreuzfahrten – oder besser Städtereisen per Schiff – gemacht. Und das jüngste Familienmitglied gefällt ihr besonders gut: „Das Schiff toppt alle“.“

„A-Rosa-Sena“ ist seit Mai unterwegs

Ihr Favorit heißt „A-Rosa-Sena“ und ist das Modernste, was die Reederei aus Rostock zu bieten hat. Seit Mai schippert der Luxusdampfer vornehmlich den Rhein rauf und runter, sogar jetzt zur Winterzeit. Erst nach der Silvesterfahrt gibt es eine kurze Reiseunterbrechung bis März. Diesmal geht es von Düsseldorf nach Rotterdam, Amsterdam, Utrecht und zurück nach Köln.

Nach dem Ausflug geht es zurück in die Kabinen, in denen es ausreichend Platz für zwei Personen gibt.

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Zur Begrüßung gibt's eine Rose

Beim Einschiffen wird eine rote Rose überreicht, zugeschnitten für die kleine Vase vor dem Spiegel in der Kabine – schon hat man zwei. Aus jedem noch so kleinen Platz das Optimale herauszuholen, das war offensichtlich der Arbeitsauftrag der Inneneinrichterinnen und -einrichter. Dabei sind alle 121 Doppelkabinen mit jeweils 21 Quadratmetern geräumiger als viele andere auf vergleichbaren Schiffen. Wer’s noch üppiger mag, kann sich eine von sechs Suiten (31 Quadratmeter) buchen. Eines haben alle Zimmer gemeinsam: einen eigenen Balkon mit Sitzgelegenheiten.

Im Kajütenkino ist immer etwas zu sehen

Hier in der ersten Reihe spielt die Wassermusik besonders schön. Im Gegensatz zu den riesigen Kreuzfahrtschiffen sind Reisende dem Fluss so nahe, dass jedes Plätschern zu hören ist. Langsam gleitet das 135 Meter lange Boot übers Wasser, gefahren wird vornehmlich abends und nachts – außer am Flusstag, dem Rückreisetag. Spätestens dann wird offensichtlich, dass der viel befahrene Rhein die Autobahn unter den Flüssen ist. Es gibt also im Kajütenkino immer etwas zu sehen.

Hybridantrieb ist eine Besonderheit

Der mit einer Batterie gekoppelte Hybridantrieb ist eine Besonderheit der „A-Rosa-Sena“. Im Bauch des Schiffes sind sowohl ein Dieselgenerator als auch ein Elektromotor verbaut. „Bei Anfahrt auf die Städte können wir auf den Elektromotor umstellen und so komplett emissionsfrei und nahezu geräuschlos in die Häfen einfahren“, erklärt A-Rosa-Ausflugsexpertin Tina Öhrlein. Am Liegeplatz werde die Batterie über einen Landstromanschluss aufgeladen.

Alle Kabinen der „A-Rosa-Sena“ haben einen eigenen kleinen Balkon mit Sitzgelegenheiten.

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Junge Familien als Zielgruppe

Als das „erste Mehrgenerationenschiff auf dem Rhein“ kündigte die Reederei die „A-Rosa-Sena“ an. Das Unternehmen wirbt um junge Familien, die Verjüngung der Zielgruppe ist seit Jahren ein Thema in der Branche. Und tatsächlich sind ein paar wenige Kinder mit Eltern und Großeltern an Bord. Sie haben reichlich Platz in der Family-Area mit der Schatzinsel, einem stationären Kidsclub.

Auf derselben Ebene befinden sich die zwölf 28 Quadratmeter großen Familienkabinen für bis zu fünf Personen. Auf dem Sonnendeck mit den zwei Swimmingpools ist das kleinere Becken mit Flachwasser für die Jüngsten angelegt. Und tatsächlich, zwei unerschrockene Teenager gehen baden, trotz Wind und Novemberwetter.

Erster Halt Rotterdam

Das Schiff macht in Rotterdam unweit der Innenstadt fest, nur ein paar Schritte vom alten Hafen und der architektonisch interessanten Markthalle entfernt. Es gibt viele kleine Imbissstände, aber als Passagierin oder Passagier eines Flusskreuzfahrtschiffs ist man zurückhaltend.

Denn eines ist an Bord mehr als genug vorhanden: Essen und Getränke. Morgens, mittags, abends gibt es ein hochwertiges, variierendes Büfett, zwischendurch Cremetorte und allerlei Trinkbares. Gegen Aufpreis lohnt sich ein Besuch im À-la-carte-Restaurant Sena Grill. Am Ende der Reise zeigt die Waage zwei Kilogramm mehr.

Am Abend bietet sich aus der Lounge der „A-Rosa-Sena“ ein schöner Ausblick auf Rotterdam.


Um die abzutrainieren, geht es beim zweiten Landgang mit dem Fahrrad durch Amsterdam. Schnell wird klar, dass dies eine gewagte Idee ist. Trotz gut ausgebauter Radwege gilt es aufzupassen, bei dem Verkehr nicht unter die Räder zu kommen. Und damit sind nicht die der Autos gemeint. Sicherer sind da die geführten und kostenpflichtigen Touren.

Utrecht ist Highlight der Reise

In Amsterdam liegt das Schiff fußläufig zur Innenstadt, eine Station weiter, in Utrecht, dagegen sind es vier Kilometer vom Anleger bis ins Zentrum. Ein Weg, der sich lohnt: Das charmante Utrecht wird die Entdeckung der Reise. Einige scheinen Utrecht schon zu kennen.

„Ich mache heute einen Wellnesstag“, sagt eine Frau im Bademantel und geht ein Deck tiefer in den Wellnessbereich mit Sauna, Fitnessraum und Whirlpool. Ihre Beauty-Anwendung und Massage hat die 60-Jährige schon vor der Reise gebucht.

Die mittelalterliche Altstadt von Utrecht ist von Kanälen durchzogen.


Am letzten Abend lobt Hotelmanager Dennis Brenner die 85 Crewmitglieder, 75 aus 18 Nationen arbeiten im Servicebereich. „Wir leben hier mehrere Monate zusammen, und wenn man respektvoll miteinander umgeht, kann das gut klappen“, gibt er den Gästen mit auf dem Weg. Auschecken um 8 Uhr, um 15 Uhr beginnt die nächste Fahrt Richtung Utrecht. Auf dem Fluss bleibt alles im Fluss.

Tipps für deine Flusskreuzfahrt

Anreise: Mit dem Auto oder Zug nach Köln. Hier bietet die Reederei den Transfer von den Garagen oder vom Hauptbahnhof zum Rheinanleger an.

Das Schiff: Fünf Nächte Rheinfahrt mit der „A-Rosa-Sena“ ab Köln über Rotterdam, Amsterdam und Utrecht im März sowie November und Dezember 2023 sind ab 1099 Euro pro Person (Premium-Tarif) buchbar (mit Frühbucher-Ermäßigung). Kinder bis einschließlich 15 Jahre reisen in Begleitung von zwei Erwachsenen auf Deck 1 kostenfrei mit.
  

Die Reise wurde unterstützt von A-Rosa. Über Auswahl und Ausrichtung der Inhalte entscheidet allein die Redaktion.