Einsame Lagunen, feine Sandstrände, kristallklares Wasser und eine Kokosnuss in der Hand? Oder doch lieber das schwer erreichbare Inselidyll mit herrlichen Traumstränden oder von schroffen Steilklippen umrahmte Buchten? Ganz egal, welcher Strandtyp du bist, bei unserer Liste der weltweit spektakulärsten Strände ist sicherlich auch das ein oder andere für dich dabei. 

Für einige der Strände musst du leider ein paar Stunden im Flieger verbringen, doch neben weit entfernten Traumstränden haben wir auch ein paar tolle Ideen innerhalb Europas für dich.

1. Pink Sand Beach, Bahamas – rosa Barbiestrand

Auf der kleinen Bahamas-Insel Harbour Island befindet sich eine weltweit einzigartige Besonderheit: der Pink Sand Beach, dessen Sand nicht typisch Bahamas-like herrlich weiß ist, sondern pink schimmert. Diese Besonderheit hat er den umliegenden Korallenriffen zu verdanken, deren Bestandteile vom Meer in Kleinstteile zerrieben und fein geschliffen werden und dann als Sediment an den Strand gespült werden.

In Kombination mit dem glasklaren, in Türkistönen schimmernden Wasser ist der Strand einfach nur atemberaubend. Der Wellengang ist hier ausgesprochen niedrig, sodass der Pink Sand Beach pures Badeglück verspricht.

2. Playa Escondida, Mexiko – der verborgene Höhlenstrand

Die Playa Escondida ist weltweit definitiv ein Unikat. Der Strand liegt in einer Art Krater, erlaubt aber einen seitlichen Zugang – durch einen 24 Meter langen Felstunnel, durch den du schwimmen musst, um zur versteckten Bucht zu kommen.

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Doch keine Sorge, der Zugang ist nicht allzu schwer und vom Tourguide verteilte Rettungswesten stellen sicher, dass nichts passieren kann. Die kurze Anstrengung lohnt sich: Plötzlich findet man sich in einer Art Höhle wieder, die rundum nahezu vollständig geschlossen ist, oben aber eine Öffnung hat – ein surrealer und faszinierend schöner Ort.

Inzwischen wird der Zugang zum Strand streng kontrolliert: Er ist nur mit einem lizenzierten Guide und nur bei Ebbe möglich. Du hast 20 Minuten Zeit, um dich umzusehen und ein paar Bilder zu knipsen, denn draußen wartet schon die nächste Touristengruppe auf ihren Eintritt.

3. Anse Source d’Argent, Seychellen – Bilderbuchstrand im Paradies

Anse Source d’Argent auf der kleinen Insel La Digue auf den Seychellen ist wohl einer der am häufigsten fotografierten Strände weltweit. Kein Wunder, denn mit dem weißen Sand, den großen, weich gespülten Felsen und den Palmen verkörpert er einfach nur das absolute Urlaubsidyll. Am flach abfallenden Strand kannst du dich nicht nur super abkühlen, sondern auch beim Schnorcheln die Unterwasserwelt entdecken.

Die Bilder von Anse Source d’Argent sind nicht umsonst weltbekannt.

Der rund einen Kilometer lange Sandstrand diente im Jahr 1995 als Kulisse für die Bacardi-Werbung und wurde inzwischen sogar schon mehrfach von „National Geographic“ als einer der schönsten Strände der Welt ausgezeichnet.

4. Punaluu Black Sand Beach, Hawaii – ein tiefschwarzer Sandstrand

Einen Urlaub auf Hawaii stellt man sich wohl am ehesten mit hohen Wellen, weißen Sandstränden und palmengesäumten Buchten vor. Hawaii kann allerdings auch anders. Durch die vulkanische Aktivität gibt es hier auch einige Strände, die sich durch ihren schwarzen Sand auszeichnen.

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Am Black Sand Beach kommt die dunkle Farbe des Sandes von der Lava des Vulkans Kilauea, einem der aktivsten Vulkane der Welt. Gesäumt von Kokospalmen, ist das wirklich einer der außergewöhnlichsten Strände der Welt.

Der Punaluu Black Sand Beach ist für seinen pechschwarzen Sand und die dort lebenden Meeresschildkröten bekannt.

Das Erlebnis am schwarzen Vulkanstrand wird durch die hier lebenden grünen Meeresschildkröten noch getoppt. Mit etwas Glück kann man sie dabei beobachten, wie sie sich in der Sonne aalen – eine echte Besonderheit, da der Black Sand Beach einer der wenigen Orte weltweit ist, an dem Meeresschildkröten das Wasser verlassen, um in der Sonne rumzulümmeln.

Achtung: Der Sand kann durch seine dunkle Farbe echt heiß werden. Die Schatten spendenden Kokospalmen schaffen etwas Abhilfe, aber auf Schuhe solltest du bei deinem Besuch keinesfalls verzichten.

5. Moeraki Boulders, Neuseeland – Murmelstrand für Riesen

Wer bei Flut an den Koekohe-Strand in Neuseeland kommt, wird einen Strand wie jeden anderen vorfinden. Bei Ebbe hingegen zeigt sich ein herausragendes Kuriosum: die Moeraki Boulders. Dann wirkt es fast, als hätte ein Riese am Strand mit Murmeln gespielt und sie dann zurückgelassen.

Zahlreiche, wahllos verteilte, tonnenschwere Felsriesen zieren den Strand – manche davon einzeln, andere in Gruppen, aber alle in ihrer einzigartigen Kugelform.

Tonnenschwere kugelförmige Gesteinsformationen schmücken den Koekohe-Strand.

Dass der Zahn der Zeit an diesen mysteriösen Formationen nagt, lässt sich allerdings unschwer erkennen: Ein paar der Boulders sind auf ihrer Oberfläche von Rissen durchzogen oder bereits aufgeplatzt. Wissenschaftlern zufolge sollen diese Riesensteine beachtliche 65 Millionen Jahre alt und über eine Dauer von vier Millionen Jahren entstanden sein.

6. Navagio-Bucht, Zakynthos – paradiesische Schmugglerbucht

Zugegeben, die Navagio-Bucht ist schon lange kein Geheimtipp mehr. Wer an Bilderbuchstrände in Europa denkt, der kommt um diese spektakuläre Bucht nicht herum. Und doch muss man sie immerhin einmal im Leben live gesehen haben. Geschützt von steilen Kalksteinwänden, ist der Strand nur vom Meer aus zugänglich und zunächst gar nicht ersichtlich.

Doch sobald man die gewaltigen Felswände umschifft hat, präsentiert sich eine unwirkliche Kulisse aus feinem, hellem Sand, türkisblauem Wasser und einem zurückgelassenen Schmugglerboot, das hier im Jahr 1980 auf Grund lief und seither vor sich hin rostet.

Gut versteckt liegt die berühmt-berüchtigte Navagio-Bucht zwischen steilen Felswänden.

Von einem oberhalb gelegenen Aussichtspunkt hast du eine atemberaubende Sicht auf die wunderschöne Bucht – vor allem zum Sonnenuntergang eine echte Empfehlung. Achtung: Von dort aus gibt es keine Möglichkeit, hinunter zur Bucht zu gelangen.

7. Shell Beach, Australien – Romantiker aufgepasst!

Wenn für dich ein feiner Sandstrand zum wahren Badeerlebnis am Meer dazugehört, dann müssen wir dich hier enttäuschen. Dafür findest du am Shell Beach etwas ganz anderes: Abermillionen von Herzmuscheln, die das Romantikerherz in dir sicher höherschlagen lassen.

Im Laufe von 6000 Jahren wurden sie von den Gezeiten an den Strand gespült und bilden nun Fachleuten zufolge eine bis zu zehn Meter dicke Schicht. Besonders auf den ersten Metern der Bucht reichen die Muscheln noch bis ans Wasser und bilden damit ein herrliches Fotomotiv.

Der Shell Beach besteht aus meterhoch aufgetürmten Muschelmassen.

Der Strand ist ein echtes Mekka für Naturliebhaberinnen und Naturliebhaber, Infrastruktur wie Strandbars oder Imbissbuden wirst du hier nicht vorfinden. Du solltest dich deshalb gut mit Proviant eindecken. Für deinen Besuch solltest du dir außerdem unbedingt feste Schuhe einpacken, denn sonst könntest du dich an den scharfen Kanten der kleinen Muscheln verletzen.

8. Diamond Beach, Island – magisches Naturspektakel

Obwohl der Diamond Beach vielleicht nicht gerade der üblichen Vorstellung eines Traumstrandes entspricht, macht der magische Uferabschnitt im Süden Islands seinem Namen alle Ehre. Durch die Nähe zur Jökulsárlón-Gletscherlagune landen hier täglich Eisberge in verschiedenen Formen und Farben, sodass du bei einem Spaziergang am Strand vielfältige Eisskulpturen bestaunen kannst.

Eisblöcke schaffen eine magische Atmosphäre am Diamond Beach.

Die Faszination des Strandes liegt auch in dem Wissen begründet, dass die Eisklötze teilweise schon Tausende von Jahren unterwegs sind und dennoch jederzeit vom Wasser geformt, verändert und geschmolzen werden, sodass der Strand sich im Stundentakt verändert und niemals gleich aussieht.

Wenn bei gutem Wetter die Sonne auf den schwarzen Sandstrand fällt und die Eisklötze anfangen zu schimmern und zu glitzern, hat man wirklich das Gefühl, inmitten eines gigantischen Diamantenfeldes zu stehen.

9. Whitehaven Beach, Australien – weißes Urlaubsidyll

Den Whitehaven Beach könnte man auch als DAS Aushängeschild Australiens betrachten. Sicherlich hast du auch schon das ein oder andere Bild dieses Traumpanoramas gesehen. Auf der Whitsunday Island gelegen, bilden blau-grün schimmerndes Wasser, seichte Lagunen und hellweißer Sand die Kulisse. Letzterer besteht zu 99 Prozent aus Quarz und gilt als einer der weißesten Strände der Welt.

Der Whitehaven Beach in Australien ist der Inbegriff eines Urlaubsparadieses.

Doch das wahrscheinlich Beste am Whitehaven Beach ist wohl seine Vorbildfunktion in ökologischer Hinsicht: Hier findest du keine Hotels, Häuser oder viel Infrastruktur. Stattdessen gehört der Strand zu einem Nationalpark, welchen du nur nach vorheriger Registrierung betreten kannst. Die relativ umständliche Anfahrt garantiert außerdem, dass du hier maximal ein paar anderen Tagesbesucherinnen und Tagesbesuchern über den Weg läufst.