Für deinen nächsten Urlaub oder Ausflug in Deutschland verraten wir dir ein paar Attraktionen, die 2023 neu eröffnen. Und da sind auch noch einige spannende Rekorde dabei. Ob der höchste Aussichtsturm, die längste Hängeseilbrücke oder der größte Hexenbesen – das kannst du bald in Deutschland erleben.

1. Harzturm mit Skywalk in Torfhaus

Im Harz entsteht Deutschlands höchster Aussichtsturm: 65 Meter wird sich der Harzturm in die Höhe schrauben. Gebaut wird er in Torfhaus, das auf 802 Metern liegt und damit der höchstgelegene Ort Niedersachsens ist.

Besucherinnen und Besucher können nach der Eröffnung im Frühjahr 2023 einen Rundumblick über den Harz von gleich zwei Aussichtsplattformen genießen. Besonders Mutigen wird der elf Quadratmeter große Skywalk mit Glasboden gut gefallen, der über die Turmspitze hinausragt.

Der Harzturm soll Deutschlands höchster Aussichtsturm werden – inklusive gläsernem Skywalk und Rutsche.

Hinauf kommen Besucherinnen und Besucher entweder zu Fuß oder mit einem Fahrstuhl im Inneren des Turmes. Hinunter geht’s entweder über den gleichen Weg wie nach oben – oder actionreich in einer 110 Meter langen Rutsche aus Edelstahl. In der „Rasantia“ sollen Geschwindigkeiten von bis zu 25 Kilometern pro Stunde möglich sein.

Der Eintritt zum Harzturm soll für Erwachsene 15 Euro kosten, für Kinder zwischen sechs und 15 Jahren sind es 7,50 Euro, jüngere Menschen haben freien Eintritt.

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2. Skywalk Willingen

Der nächste Superlativ entsteht im Sauerland: Mit 664 Metern wird der Skywalk Willingen Deutschlands längste Hängeseilbrücke. Das 120 Tonnen schwere Bauwerk im tibetischen Stil soll sich nach der Fertigstellung von der Mühlenkopfschanze über den Willinger Ortsteil Stryck bis zum Musenberg spannen, und das in 100 Metern Höhe!

So soll die Skywalk-Brücke aussehen, wenn sie fertig ist.

Die Eröffnung der Hängeseilbrücke ist für Ostern 2023 geplant, Infos zu Öffnungszeiten und Eintrittspreisen sind noch nicht bekannt.

3. Seebrücke in Prerow

Auch an der Küste Mecklenburg-Vorpommerns entsteht ein neuer Rekord: Auf der Halbinsel Darß entsteht der Inselhafen Prerow und mit ihm die längste Seebrücke der Ostsee. Für den 720 Meter langen Neubau wird die heutige, 394 Meter lange Seebrücke von Prerow aus dem Jahr 1993 abgerissen.

Die neue Seebrücke Prerow soll 720 Meter lang werden.

Der Hafen soll hufeisenförmig sein, die Steganlagen sollen Platz für einen Seenotrettungskreuzer sowie etwa 40 Sport- und Fischerboote haben. Hinzu kommt ein Hafengebäude samt Fahrgastschiff-Anleger.

Auf Fischland-Darß-Zingst entsteht der Inselhafen Prerow mit der längsten Seebrücke Mecklenburg-Vorpommerns.

Der neue Hafen soll nach seiner Fertigstellung, die für Ende 2023 geplant ist, den Nothafen Darßer Ort ersetzen. Denn der befindet sich in der Kernzone des Nationalparks Vorpommersche Boddenlandschaft und muss deswegen geschlossen werden. Der Bereich soll renaturiert werden.

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4. Aussichtsturm am Flughafen Tempelhof

Das denkmalgeschützte Flughafengebäude in Tempelhof zählt mit einer Gesamtfläche von 300.000 Quadratmetern zu den größten Baudenkmalen der Welt. Und aktuell wird der ehemalige Flughafen umgebaut, um ihn zu einer Touristenattraktion zu machen: Das westliche Kopfgebäude und der Tower werden saniert, in den ehemaligen Airport-Gebäuden entsteht ein Kultur- und Veranstaltungsort mit einem gastronomischen Angebot. Unter anderem soll eine Fläche von 340 Quadratmetern künftig für Ausstellungen genutzt werden.

Bis 2022 werden das westliche Kopfgebäude und der Tower des Flughafens Tempelhof saniert und zu einem neuen Informations- und Veranstaltungsort mit spektakulärem Ausblick umgestaltet.

Das Highlight wird aber das Dach mit dem verglasten ehemaligen Flughafen-Tower: Dort können Besucherinnen und Besucher den 360-Grad-Blick über das Tempelhofer Feld und seine städtische Umgebung genießen, der früher den Fluglotsen und Fluglotsinnen vorbehalten war. Auch ein Gang nach draußen auf die mit einem Holzdeck neu gestaltete Dachterrasse wird möglich sein.

Die Eröffnung ist für Mai 2023 geplant. Die Ausstellung inklusive Flughafentower soll ganzjährig geöffnet sein und individuell oder im Rahmen von geführten Touren besichtigt werden können.

5. Neuer Königsweg auf Rügen

Für die meisten Urlauberinnen und Urlauber auf Rügen ist der Besuch der Kreidefelsen ein Muss. Und bald sollen sie aus einer neuen Perspektive erlebbar sein, denn der Königsstuhl erhält eine neue Plattform: Der sogenannte Königsweg soll 118 Meter über den Kreidefelsen ragen.

Das Bauwerk ist als Hängebrücke konzipiert, die in Ellipsenform verläuft und mit der Plattform 90 Meter lang sowie 19 Meter breit werden soll. Der Rundweg wird barrierefrei zugänglich sein. Vorn angelangt, haben Besucherinnen und Besucher einen Ausblick über die Kreideküste, die Ostsee und den Königsstuhl.

Im Frühjahr 2023 soll der neue Königsweg am Kreidekliff im Nationalpark Jasmund eröffnet werden.

Mit der Konstruktion soll vor allem die alte Aussichtsplattform direkt auf dem Kreidefelsen ersetzt – und dadurch der 118 Meter hohe Felsen von deren Gewicht befreit werden. Der bisherige Übergang vom Plateau nahe dem Besucherzentrum im Nationalpark Jasmund über das Königsgrab auf den Königsstuhl ist den Anforderungen durch die vielen Besucherinnen und Besucher nicht mehr gewachsen. Das hätten etliche Abbrüche am Kreidefelsen verdeutlicht, hieß es vom Wirtschaftsministerium Mecklenburg-Vorpommerns.

Mit dem Bau des Königswegs wurde im ersten Halbjahr 2021 begonnen. Ursprünglich war die Eröffnung bereits für das Jahr 2022 geplant, nach Verzögerungen soll es nun im Frühjahr 2023 so weit sein.

6. Neubau der Schleuse Kannenburg

Für den Wassertourismus in der Region Nordbrandenburg ist diese Eröffnung sehr wichtig: Im Frühjahr 2023 geht der Neubau der Schleuse Kannenburg in Templin ans Netz. Eine Durchfahrt war seit dem Jahr 2017 nicht mehr möglich, und damit waren die Templiner Gewässer quasi eine Sackgasse.

Mit der Wiederinbetriebnahme steht das „Eingangstor“ zu den Templiner Gewässern wieder offen, sie sind dann von der Oberen Havel erreichbar. Und so können Freizeitboote wie beispielsweise Hausboote auf diesem Weg auch wieder zur Mecklenburgische Seenplatte gelangen.

7. Harzer Hexenreich

Um Hexen, Mythen und weitere sagenhafte Gestalten wird es im „Harzer Hexenreich“ gehen – ein neues Ausflugsziel, das bis Ende 2023 in Rothesütte im thüringischen Teil des Harzes entstehen soll.

Highlight wird ein 55 Meter hoher Aussichtsturm sein, der Besucherinnen und Besuchern einen weiten Panoramablick bieten soll. Die Form des Bauwerks erinnert an einen Besen, weswegen der Turm auch den Beinamen „größter Hexenbesen der Welt“ trägt.

Hinunter soll es entweder per Treppe, Aufzug oder über zwei Rutschen gehen, die sich über die Länge des Turmes spiralenförmig nach unten winden. Im Inneren des Turmes soll es zudem Spielangebote sowie eine multimediale Ausstellung geben, die sich der Welt der Hexen und Mythen widmet.

Auf dem Gelände rund um den Aussichtsturm entsteht eine Abenteuer-Wald‐Erlebnisspielwelt mit individuell gestalteten Spielgeräten zum Klettern, Verstecken und Toben. Zudem werden im „Harzer Hexenreich“ erlebnisorientierte Wanderwege eingerichtet.

8. Leinewelle in Hannover

Surfen mitten in Hannover – fernab der Küste und der Brandung? Was verrückt klingt, wird 2023 wahr. Die sogenannte Leinewelle soll im Mai 2023 für Surffans geöffnet werden. Und spätestens dann dürfte die Welle auch jede Menge schaulustige Touristinnen und Touristen anlocken, die den Surferinnen und Surfern zuschauen.

Die Leinewelle ist in der Nähe des Landtages zu finden. Eine technische Anlage erzeugt hier eine stehende Welle zum Flusssurfen, es ist die erste ihrer Art in einem natürlichen Fluss in Norddeutschland. Dass das Surfen auf ihr funktioniert, bewiesen Testpersonen bereits im Dezember 2022. Der Leinewelle-Verein bildet derzeit sogenannte Wavemaster aus, welche die Welle im Betrieb betreuen werden.

Die Planungen für das Projekt, das ursprünglich in Höhe des Leineschlosses entstehen sollte, liefen bereits seit 2013 – doch Einwände gegen die Leinewelle verzögerten den Bau immer wieder.

9. Barfußpark Fehmarn

Auf Fehmarn eröffnet im Frühjahr 2023 eine neue Outdoor-Attraktion: der erste Barfußpark in Ostholstein. An der Hauptstraße von Burgtiefe-Südstrand wird ein Acker in den Freizeitpark für Füße verwandelt, berichten die „Lübecker Nachrichten“. 

Auf vier Hektar sollen Besucherinnen und Besucher über den etwa einen Kilometer langen Erlebnispfad laufen, der in die Themenbereiche Landwirtschaft, Jagd und Strand unterteilt sein wird. Erlebt werden können unterschiedliche Untergründe – wie Getreide- oder Sandsorten, Korken, Steine oder Schlamm.

Es sind außerdem ein großer Abenteuerspielplatz aus Robinienholz, ein kreisrundes Labyrinth mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden und ein Bistro samt Terrasse geplant.