Wer an die Karibik denkt, denkt oftmals an kilometerlange weiße Sandstrände, türkisfarbenes Wasser und eine bunte Unterwasserwelt. Beliebte Anlaufpunkte sind etwa Kuba oder die Dominikanische Republik, auch Jamaika, die Bahamas und Barbados liegen bei Reisenden hoch im Kurs. 

Dabei gibt es noch zahlreiche weitere Inseln, die echte Schmuckstücke sind. Hier kannst du in Thermalquellen baden, von Wasserfall zu Wasserfall spazieren, den Regenwald erkunden oder Vulkane besteigen. Und wundervolle Strände und Korallenriffe haben diese paradiesischen Orte meist auch noch.  

1. Saba

Dass die Karibik mehr als nur Puderzucker-Strände kann, beweist Saba. Die Königin der Karibik wurde die Insel Saba auch genannt. Wer auf der Suche nach absoluter Ruhe und wunderschöner Natur ist, der ist auf Saba richtig. Saba gehört zum niederländischen Teil der Karibik, zusammen mit Bonaire und Sint Eustatius (auch BES-Inseln genannt), und bietet die perfekten Fotomotive für den Karibik-Urlaub. 

Saba wurde während der Kolonialzeit komplett abgeholzt, dennoch hat sich binnen weniger Jahrzehnte ein beeindruckender Sekundär-Regenwald entwickelt, der die Insel zu einem grünen Paradies macht. Wanderwege durchziehen das Gebiet, sodass aktive Reisende auf ihre Kosten kommen. 

Ein Highlight ist dabei der Mount Scenery, wie der Name schon verrät. Es handelt sich um den bekanntesten Vulkan auf Saba. Der Wanderweg Mount Scenery Trail führt durch den Nebelwald und über 1064 Steinstufen zum Gipfel, wo eine tolle Sicht über die Insel wartet.

Obwohl Saba während der Kolonialzeit komplett abgeholzt wurde, hat sich inzwischen ein beeindruckender Regenwald neu gebildet.

Auch wenn es keine tollen Sandstrände gibt, für die die Karibik sonst bekannt ist, werden Freundinnen und Freunde des Unterwassersports Saba lieben. Rund um die Insel gibt es zahlreiche Korallenriffe im Saba Marine Park. Durch den besonderen Schutzstatus konnte das Riff vor Umweltzerstörung bewahrt bleiben. Zu sehen gibt es von kleinen Fischen bis zu Haien allerlei. 

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Ach ja, auch für Kulturinteressierte gibt es auf Saba Angebote. In Tent Bay etwa sind die Reste einer Siedlung, die schon 1640 bewohnt war, zu sehen. Archäologische Funde gibt es im Harry Luke Johnson Museum in Windwardside. 

2. Dominica

Noch ein Inseljuwel, bei dem die Natur und nicht die Strände im Fokus stehen: Dominica, ein Eiland mit dem Beinamen „Insel der Natur“. Dominica ist vulkanischen Ursprungs, noch heute gibt es neun aktive Vulkane auf der Karibik-Insel. Dazu kommen Regenwald, unzählige Wasserfälle und Korallenriffe. 

Die seismische Aktivität führt auch zu einem weiteren Highlight: Es gibt unzählige Thermalquellen, wozu auch der Lake Crater gehört, der zweitgrößte Thermalsee der Welt. Im Nationalpark Mome Trois Pitons gibt es zudem noch Schwefelquellen, 65 Meter hohe Wasserfälle und die Titou-Schlucht. Mehr als 1000 Pflanzenarten finden sich hier, weshalb der Nationalpark zum ersten Unesco-Weltnaturerbe in der Karibik wurde. 

Wer gern in natürlichen Thermalpools badet, sollte allerdings eher Wotten Waven aufsuchen – hier gibt es mehrere Becken mit warmem, aber nicht kochend heißem Wasser.   

Dominica wird auch Insel der Natur genannt – Wale, Wälder und Thermalquellen kannst du hier entdecken.

Bleiben wir am Wasser: Dominica ist auch für seine Walpopulation bekannt. Pottwale lassen sich durch die ruhigen Gewässer treiben, aber auch Grindwale, Schnabelwale, Schwertwale und Buckelwale sind zu finden. Hinzu kommen verschiedene Arten von Delfinen. Beste Ausgangsvoraussetzungen also für Whale-Watching. 

Bereits seit mindestens 1642 gibt es die Hauptstadt von Dominica: Roseau. Heute leben 15.000 Menschen in der Hafenstadt, die sich auch wegen der kulturellen und gastronomischen Angebote lohnt. Kreolische Speisen mit karibischen, afrikanischen und europäischen Einflüssen werden hier in Perfektion zubereitet – meist sehr scharf.

3. Bequia

Die „Insel der Wolken“ wird Bequia, eine der größten Inseln des Karibik-Staats St. Vincent und die Grenadinen, auch genannt. Vor allem unter Seglerinnen und Seglern ist Bequia bekannt, denn die Insel dient als Ausgangspunkt für Jacht- und Segeltörns in der Karibik. 

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Doch auch für Nicht-Schiffsbesitzerinnen und ‑besitzer lohnt sich die 18 Quadratkilometer große Insel. Im Südosten von Bequia liegt Friendship Bay mit ruhigen Hotels und schönen Badestränden. Auch eine Tauchschule ist vor Ort.

Bequia ist vor allem unter Seglerinnen und Seglern bekannt, auch Promis haben ihre Jachten hier.

Die Hauptstadt Port Elizabeth an der Admiralty Bay auf der gegenüberliegenden Seite ist hingegen trubelig, hier gibt es zahlreiche Hotels, Restaurants und Shops. Allerdings finden sich auch hier zwischen den grünen Hügeln Sandstrände mit ruhigem und glasklarem Wasser. 

Bequia ist auch eine Wal-Insel. Buckelwale kommen traditionell hier vorbei, was den Walfang in vielen Jahren sehr populär gemacht hat. Inzwischen werden kaum noch Wale vor Bequia gefangen. Auf der kleinen vorgelagerten Insel Petit Nevis gibt es das Walfangmuseum, das von der Tradition erzählt. Errichtet wurde es vom letzten professionellen Walfänger der Insel.

4. Cooper Island

Schon mal von Cooper Island gehört? Die Insel gehört zu den Britischen Jungferninseln und ist nahezu unbebaut, was den besonderen Charme ausmacht. Vier private Grundstücke gibt es auf Cooper Island, hinzu kommt ein kleines Beach-Resort, in dem es eine Rumbar sowie eine eigene Brauerei gibt.

Auf Cooper Island gibt es vor allem weiße Sandstrände und ganz viel Natur mit Orchideen und Yucca-Palmen. Straßen gibt es nicht, und die Insel ist nur per Boot erreichbar. Ideal ist die Insel auch für Birdwatching und Wandertouren. Wer es actionreicher mag, probiert sich beim Wasserskifahren aus. 

Straßen gibt es auf Cooper Island nicht, dafür aber Orchideen, Yucca-Palmen, Sandstrände und Schiff-Wracks, zu denen man tauchen kann.

Wer Cooper Island besucht, sollte sich ein Kajak mieten und herumpaddeln. Auch das Schnorcheln und das Tauchen zählen zu beliebten Aktivitäten, immerhin kannst du direkt vom Strand aus den Kopf unter Wasser halten, um Meeresbewohner zu beobachten. 

Apropos tauchen: Ganz in der Nähe von Cooper Island findet sich Wreck Alley, einer der bekanntesten Wrack-Tauchplätze auf den Britischen Jungferninseln. Hier wurden absichtlich mehrere Schiffe versenkt, die sich bei einem Tauchgang erkunden lassen. 

5. Montserrat

Auch wenn Tourismus für viele der Karibik-Inseln zu den wichtigsten Einnahmequellen gehört, gibt es noch Orte, in denen der Tourismus kaum vorhanden ist. Einer davon ist die Insel Montserrat. Das hat einen Grund: 1995 brach der Vulkan Soufriere Hills aus – nur spärlich kommen die Touristinnen und Touristen nun zurück.

Wer Geisterstädte und Lost Places liebt, wird hier fündig. Die ehemalige Stadt Plymouth wurde damals unter der Lava begraben und ist heute ein verlassener Ort. Bei einem Ausflug lernen Reisende die Geschichte des Ortes kennen.

Der Vulkan Soufriere Hills ist 1995 zuletzt ausgebrochen und hat den Tourismus von Montserrat zerstört.

Montserrat ist unglaublich vielfältig und begeistert Naturliebhaberinnen und Naturliebhaber aufgrund seiner Diversität. In den immergrünen Bergen gibt es zahlreiche Wanderwege verschiedener Schwierigkeitsgrade, auf denen sich Flora und Fauna erkunden lässt.

Und wer dann eine kleine Erfrischung braucht, springt einfach ins Meer – an ganz besonderen Stränden. Viele sind nämlich aufgrund des vulkanischen Ursprungs von Dominica schwarz oder haben zumindest dunkle Anteile. Am besten eignen sich Woodland, Rendezvous und Lime Klin, allesamt auch tolle Orte für einen Schnorcheltrip. 

6. Providenciales

Karibik-Feeling pur mit unglaublich langen Sandstränden, einer bunten Unterwasserwelt, türkisfarbenem Wasser und 350 Sonnentagen im Jahr – das ist Providenciales, meist nur Provo abgekürzt. Die sehr flache Insel gehört zu den Turks- und Caicosinseln und beherbergt rund 24.000 Einwohnerinnen und Einwohner – plus Touristinnen und Touristen. 

Providenciales ist nicht nur die größte und einwohnerstärkste Insel von Turks und Caicos, sondern auch Anlaufstelle für Reisende, denn hier befindet sich der internationale Flughafen. Für pittoreske Karibikstrände muss man allerdings gar nicht viel weiter, man kann einfach auf Providenciales bleiben. Am bekanntesten ist der Grace Bay Beach, der allerdings auch der meistbesuchte Strand ist. Wer etwas mehr Ruhe will, besucht etwa Leeward Beach, Bight Beach oder Long Bay Beach. 

Allerdings kostet das, denn Providenciales hat sich im Laufe der Zeit zu einem Luxusort entwickelt. Hier stehen schicke Hotels und luxuriöse Beach-Villen, zudem wurde Providenciales zum Zentrum für Fine Dining. 

Einige der schönsten Strände von Turks und Caicos gibt es auf der Insel Provencidales.

Wer gern die Natur erleben will, besucht den Calk-Sound-Nationalpark mit einer besonderen Lagune, in der Hunderte Kalksteine einen Kontrast zum türkisfarbenen Wasser der Lagune bilden. 

Zum Tauchen oder Schnorcheln können sich Urlauberinnen und Urlauber eine Stelle des 130 Kilometer langen Korallenriffs aussuchen. Für Kiteboarding eignet sich vor allem der Long Bay Beach, der als einer der besten Kitesurf-Spots der gesamten Karibik gilt. An den Stränden kann man zudem Kajaks und Stand-up-Paddling-Boards ausleihen, um Haie, Seesterne, Rochen und Schildkröten zu beobachten. 

7. Corn Island

Wie wäre es mit Digital Detox an einem Traumstrand? Genau das kannst du haben, nämlich auf einer Insel, die wahrscheinlich nicht alle auf dem Schirm haben: Corn Island. Corn Island gehört zu Nicaragua, das ebenfalls eine Küste entlang des Karibischen Meers hat. 

Corn Island ist das perfekte Gegenteil zum modernen, hektischen Leben in europäischen Großstädten. Es gibt keine riesigen Hotelbauten, keinen Massentourismus, nicht einmal das Internet hat es bis hierher geschafft – wohl auch, weil die Inselgruppe nicht so einfach zu erreichen ist. Ablenkung gibt es also nur von der atemberaubenden Natur. 

Auf Corn Island bekommst du Digital Detox: Hier gibt es kein Internet.

Die kannst du beispielsweise bei einer Wanderung zum Mount Pleasant Hill (113 Meter Höhe) auf der Hauptinsel erleben, oder beim Lookout Point auf der kleineren der beiden Inseln, Little Corn Island. 

Gleich mehrere Sehenswürdigkeiten befinden sich direkt im Meer. Etwa der Vulkanfelsen Blowing Rock, wo Wasser von unten rund 30 Meter hoch durch den schmalen Spalt gepumpt wird – wenn das Wasser die Spitze des Blowing Rocks erreicht, wird es senkrecht ausgestoßen, was an den Blas von Walen erinnert. 

Außerdem ist Little Corn Island vor allem bei Taucherinnen und Tauchern beliebt. Wer sich hier unter Wasser begibt, kann unter anderem auf Hammerhaie hoffen.