Nicht alle Menschen haben schneebedeckte Berge direkt vor der Haustür. Und nicht alle haben die finanziellen Mittel für einen Luxusurlaub, viele möchten aber trotzdem Schnee und Sport genießen. Doch gerade ein Skiurlaub kostet viel Geld: Ausrüstung, Anfahrt, Unterkunft und Skipass müssen bezahlt werden. Und das wird immer teurer. 

Wie das RedaktionsNetzwerk Deutschland berichtet, steigen allein in dieser Saison die Preise für die Skipässe in vielen Skigebieten um etwa zehn bis 20 Prozent. Der Grund: die drastisch gestiegenen Energiepreise. Zusammen mit den bereits gestiegenen Lebenshaltungskosten wird der Skiurlaub immer mehr zum Luxus. 

Diese zehn Tipps und Tricks zeigen, wo Reisende im Skiurlaub Ausgaben einsparen können.

Tipp 1: Unterkunft: Ferienwohnung statt Hotel

Los geht es mit der Frage: Wo kommst du unter? Denn am meisten ließe sich im Skiurlaub bei der Wahl der Unterkunft sparen, schreibt das Infoportal „Snowplaza“. Und zwar bis zu einige Hundert Euro pro Woche.

Einst Bauernhof beherbergt dieses Haus im Stillachtal heute Ferienwohnungen.

Wenn du auf Wellness-Angebote und Drei-Gänge-Menüs verzichten kannst, findest du in vielen Skiorten Ferienwohnungen. Oder wie wäre es mit einem Urlaub auf dem Bauernhof? Beide Unterkunftsarten sind oft nicht nur günstiger, sondern bieten auch mehr Platz.  

Eine noch kostengünstigere Variante ist, sich die Unterkunft zu sparen. Einfach einen Ausflug in eines der deutschen Skigebiete in den Mittelgebirgen oder den Alpen machen und am Abend wieder ins eigene Heim zurückkehren. Aber gut, das wäre dann nur ein Ausflug, kein Urlaub.

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Tipp 2: Kleinere Skigebiete wählen

Wer in Top-Skigebiete wie Kitzbühel, Zermatt oder Ischgl will, muss dafür mehr bezahlen. Weniger bekannte und kleinere Skigebiete können sich aber ebenso gut eignen.

In überschaubaren Gebieten in Tschechien oder Polen können laut „Snowtrex“ bis zu 70 Prozent im Vergleich zu Top-Skigebieten in Österreich gespart werden. Berücksichtigt wurden Skipass, Skischule und Skiverleih, Unterkünfte und Mahlzeiten. Besonders günstig ist es zum Beispiel im tschechischen Špindlerův Mlýn (Spindlermühle) oder im polnischen Szrenica.

Das französische Skigebiet Galibier-Thabor ist eines der Top 5 günstigsten Skigebiete in dieser Saison.

Auch wir vom reisereporter haben uns mal erkundigt und verraten dir die günstigsten Skigebiete für die Skisaison 2022/2023 in Europa. Oder du entdeckst diese Geheimtipps vor der Haustür. Denn je unbekannter und kleiner ein Skigebiet ist, desto günstiger ist es meistens. Das bestätigt Sandra Timár von der nationalen Tourismusmarketingorganisation Österreichs.

Du möchtest unbedingt nach Österreich? Dann such dir ein Skigebiet im Osten statt im Westen des Landes. Vor allem in Niederösterreich gibt es kleinere Skigebiete, die sich besonders für Familien eignen.

Tipp 3: Pauschal buchen zum Ende der Saison

Pauschalreise inklusive Skipass buchen, am besten sparen kannst du dabei zum Ende der Skisaison, schreibt „Snowplaza“. Dabei sind bei Reiseveranstaltern oftmals die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln im Paket neben Skipass, Skiverleih und Skikurs für die Kinder inbegriffen.

Solche Paketpreise machen nicht nur die Gesamtrechnung einfacher. Sie sind auch oft günstiger, als wenn du Unterkunft, Skipass und womöglich Material einzeln buchst.

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Tipp 4: Skier online reservieren

Du hast keine eigene Ausrüstung? Dann leih dir deine Skiausrüstung im Voraus online aus, empfiehlt „Snowtrex“. Der Vorteil ist: Du hast die Übersicht. Denn Skiverleih-Stationen außerhalb der Skiorte sind oftmals günstiger. Außerdem gewähren die Verleihe in der Regel Rabatte fürs Online-Reservieren.

Wer keine eigenen Skiausrüstung hat, sollte das Material vorab online buchen.

Vielleicht hast du aber auch Ski-erfahrene Freundinnen und Freunde, Familienmitglieder oder Bekannte, die dir oder deinen Kindern Ausrüstung leihen können.

Tipp 5: Versorg dich selbst

Schmiere deine Brötchen selbst und bereite eine leckere Lunchbox vor, bevor es auf die Piste geht. Denn mittags in den Berghütten zahlen Skiurlauberinnen und Skiurlauber meist hohe Preise für eine warme Mahlzeit. Auch die typische Brotzeit ist schnell und günstiger selbst gemacht. 

Obst, Nüsse und Quinoa-Salat mit Tomaten und Gurke: So kann eine Lunchbox aussehen, die du dir selbst mit auf die Piste nehmen kannst, statt teuer in einer Berghütte Essen zu gehen.

Kleinere Mahlzeiten über den Tag verteilt zu sich zu nehmen in Form von Obst, Sportriegeln, Salat und Brot sei sowieso sinnvoller als Schnitzel mit Pommes, informiert der Skilehrerverband. Mitgebrachter Tee wärme von innen.

Tasse und Thermoskanne mit heißem Tee im Gepäck wärmen dich von Innen wieder auf.

Tipp 6: Nebensaison statt Hauptsaison

Egal ob Städtetrip, Strand- oder Skiurlaub: Außerhalb der Hauptsaison fallen Reisekosten günstiger aus. Die Hauptsaison geht in den Skigebieten von Ende November bis Anfang März. Januar und Februar gelten als schneereichste Monate. 

Für Familien mit Kindern ist dies eher schwer, denn vor allem während der Ferienzeiten ist auf den Pisten meistens sehr viel mehr los. Doch wer kann, sollte versuchen, seinen Skiurlaub in die Nebensaison zu legen.

In der Nebensaison ist nicht nur auf den Skipisten freie Fahrt, die Kosten sind auch günstiger als in der Hauptsaison.

„Wer antizyklisch fahren kann, wählt am besten die ferienfreie Zeit“, empfiehlt das Infoportal „Snowplaza“. Die ist im Jahr 2023 von Mitte bis Ende Januar, im Februar, im November und Anfang Dezember.

In Österreich sollten Skibegeisterte am besten vor Weihnachten, Mitte Januar oder in der Woche nach dem Osterfest in den Skiurlaub fahren, empfiehlt Sandra Timár. 

Tipp 7: Rabatte für Kinder nutzen

Familien können dafür bei Rabatten für Kinder die Ausgaben kleiner halten. In den meisten Skigebieten können Kinder bis sechs Jahre kostenfrei mit den Skiliften fahren, solange sie von einem Elternteil mit einer Tageskarte begleitet werden. In manchen Skigebieten geht das sogar, bis sie zehn Jahre alt sind. 

Halte nach Angeboten für Familien Ausschau: Je nach Skigebiet können Kinder unterschiedlich lange kostenlos Ski fahren, wenn ein Elternteil einen Skipass löst.

In Österreich fahren in vielen Regionen Kinder bis 14 Jahren kostenfrei Ski, so Timár. Für ältere Kinder und Jugendliche gibt es meist Rabatte bis 30 Prozent und selbst für Seniorinnen, Senioren und Studierende werden oftmals Ermäßigungen angeboten. 

Tipp 8: Früh oder last minute buchen

Du planst deinen Urlaub gern früh im Voraus? Dann kannst du, wenn du in der Vorsaison oder zum Start der aktuellen buchst, Rabatte für Frühbuchende mitnehmen. 

Für die flexiblen Reisenden unter euch: Unter den Voraussetzungen von Spontanität und Freude an Überraschungen können dir auch Last-minute-Angebote einen günstigen Skiurlaub bescheren.

Tipp 9: Mehrtageskarte und Aktionen für Skipässe beobachten

Ihr wollt auf die Piste, Ski fahren, snowboarden oder schneewandern? Dann kommt ihr um den Skipass nicht herum – dessen Preise diese Saison wieder gestiegen sind. Um Ausgaben zu sparen, sei es empfehlenswert, eine Mehrtageskarte statt einzelne Tagesskipässe zu kaufen, raten „Snowtrex“ und „IDM Südtirol“.

Je mehr Tage insgesamt, desto günstiger werde der Preis pro Tag. Doch gleichzeitig solltest du im Kopf behalten, dass Mehrtageskarten meist nur an aufeinanderfolgenden Tagen gültig sind.

Der Skipass: Die Zeitkarte für Lifte und gegebenenfalls öffentliche Verkehrsmittel.

Günstiger wird der Skipass auch, wenn man online vorbucht: Bis zu ein paar Tage vor dem Startdatum bieten einige Skigebiete Onlinerabatte in unterschiedlicher Höhe an. 

Informiere dich am besten vor dem Skiurlaub auch über Aktionen wie besondere Familienwochen, Single mit Kind oder für die Osterferien, so „Österreich Werbung“. Immer wieder finden auch Thementage zum Valentinstag oder regionale Skitage statt. Dann sind die Skipässe deutlich günstiger oder sogar gratis, informiert „Snowplaza“. 

Tipp 10: Mit dem Skiverein fahren

Wer mag, kann auch in einer größeren Gruppe in den Skiurlaub fahren. Denn über Skivereine und ‑schulen beispielsweise des Deutschen Skiverbandes kannst du Kombitickets und ‑reisen finden, die eine preiswertere Alternative zu einem individuellen Urlaub sein können, so die Empfehlung von „Snowplaza“. Mit Busfahrt und Skipass. 

Mit Gleichaltrigen oder Gleichgesinnten kannst du über einen Skiverein ins kalte Weiß fahren.

Als Teil einer großen, organisierten Gruppe mit Skilehrerin oder Skilehrer könnt ihr von ermäßigten Kosten auf den Skipass profitieren. Das ist auch die perfekte Gelegenheit, um neue Leute und Gleichgesinnte kennenzulernen, besonders wenn du neu in dem Sport bist. Übrigens musst du dafür auch nicht zwingend Mitglied werden.