Von den Einheimischen werden die Hopewells Rocks auch Flowerpot Rock (deutsch: Blumentopffelsen) genannt. Warum, das wird schnell klar, wenn du das Hopewell Cape an der Bay of Fundy in Kanada bei Ebbe besuchst. Rötliche Felsnadeln ragen dort aus dem Boden in die Höhe, gekrönt von Bäumen, die aus dem rötlichen Gestein zu wachsen scheinen wie aus einem riesigen Kübel. 

Die Flut verwandelt die Felsen in Insel

Mit bis zu 21 Metern Höhe geben die massiven Steinformationen an der Küste von New Brunswick ein beeindruckendes Bild ab. Bei Niedrigwasser kannst du zwischen den Steinriesen über den Meeresboden spazieren und ihre einzigartigen Formen aus nächster Nähe bewundern. Nur die Zeit vergessen solltest du dabei nicht. 

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Bei Ebbe können Besucherinnen und Besucher über den Meeresboden laufen.

Denn nur sechs Stunden später stehen die Hopewell Rocks fast vollständig unter Wasser. Selbst von den größten der Steinriesen sind dann nur noch die Spitzen zu sehen. Zweimal am Tag verwandelt die Flut die mächtigen Türme in kleine Inseln, die lediglich einige Meter aus dem Wasser schauen. Zu erreichen sind sie nur noch mit dem Kajak.

Bei Flut sind die Hopewell Rocks nur mit dem Kanu erreichbar.

14 Meter: Der höchste Tidenhub der Welt

Die Gezeiten sind in der kanadischen Bay of Fundy besonders stark ausgeprägt. 14 Meter hoch steigt das Wasser hier bei Flut. Damit ist der Tidenhub am Hopewell Cape der höchste der Welt. Diese Wucht der Gezeiten ist es auch, die die Hopewell Rocks geformt hat. Über Jahrtausende haben die Wassermassen an der Sandsteinlandschaft gefressen und nur die Felsnadeln zurückgelassen.

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Hopewell Rocks: So kommst du zu den Felsen

Das Naturwunder in New Brunswick ist Teil des Hopewell Rocks Provincial Park. 14 Dollar kostet der Eintritt für Erwachsene. Ein Ticket gilt für zwei aufeinanderfolgende Tage, damit Besucherinnen und Besucher die Möglichkeit haben, die Felsen bei Ebbe und bei Flut zu sehen.

Die Hopewell Rocks sind eine Touristenattraktion – auch, weil sie tolle Fotomotive darstellen.

Bei Hochwasser bieten Aussichtsplattformen im Park einen Blick über die Landschaft. Außerdem werden geführte Kajaktouren zu den Felsen angeboten. Wenn das Meer sich zurückgezogen hat, kannst du über eine Treppe zum Meeresboden hinuntersteigen. Neben den Felsen lassen sich dann auch abgelegene Buchten und Meereshöhlen erkunden. Und mit etwas Glück findest du auf dem Boden kleine Schätze wie Seeglas, Fossilien, Halbedelsteine ​​und Einsiedlerkrebse, die das Meer zurückgelassen hat.