Bald können Reisende wohl aus noch mehr Flügen rund um das Mittelmeer wählen. Denn: Die Ferienfluggesellschaft Condor bekommt eine Schwester-Airline in Estland, die Flüge ab Deutschland unter anderem nach Spanien und Griechenland anbietet.

Die neue Airline mit dem Namen Marabu verspricht, an die schönsten Strände mit Sonnengarantie zu fliegen. Gegründet wurde sie vom Vermögensverwalter Attestor, dem 51 Prozent der Anteile von Condor gehören. Aber da hören die Condor-Verbindungen nicht auf: CEO ist der ehemalige Condor-Manager und Vertriebschef Paul Schwaiger, der Condor im Sommer verlassen hatte. Buchungen der Marabu-Flüge übernimmt Condor selbst.

Unser FAQ zeigt, was du alles über die neue Airline Marabu wissen musst.

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Ab wann fliegt Marabu?

Die estnische Fluggesellschaft Nordica soll die zügige Aufnahme des Flugbetriebs garantieren, indem sie zunächst sechs Airbus A320 zur Verfügung stellt.

Für den Start habe die Airline schon mehr als 100 Piloten und Flugbegleiter eingestellt, heißt es in einer Mitteilung. Noch im Verlauf des Sommers 2023 soll Marabu dann aber auch eigene Flugzeuge betreiben.

Wohin fliegt Marabu?

Die neue Airline Marabu soll künftig mehr als 20 Ziele anfliegen, darunter Ägypten, Griechenland, Sardinien, Kroatien, Portugal und Spanien samt der Balearen und der Kanaren. Die Flüge starten ab Hamburg und München in Richtung Mittelmeer.

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Wo kann man Flüge buchen?

Condor übernimmt exklusiv den Vertrieb der Marabu-Flüge. Die ersten Verbindungen sollen ab dem 14. Dezember über flymarabu.com buchbar sein.

Wie teuer wird es?

Noch sind die Preise nicht ersichtlich. Wer über die hauseigene Website flymarabu.com buchen will, wird an Condor weitergeleitet. Dort werden bisher keine Marabu-Flüge angezeigt.

Was für Flugzeuge hat Marabu?

Die neue Fluggesellschaft soll mit sechs Airbus A320 starten, die für einen zügigen Start von Nordica zur Verfügung gestellt werden. Marabu soll aber in der Hochsaison 2023 auch eigene Flugzeuge betreiben. 

Gibt es Kritik an der Neugründung?

Ja. Bei der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) stößt die Marabu-Gründung auf Kritik – auch, weil die Airline in Estland registriert sei. „Die Auswahl des Registrierungsortes Estland gibt Anlass zur Sorge. Estland hat sich in den letzten Jahren zu einer Art ‚Panama der Luftfahrt’ entwickelt“, twitterte VC-Präsident Stefan Herth. Es dürfe nicht passieren, dass durch Konkurrenz im eigenen Haus die Arbeitsbedingungen untergraben werden.