Weltenbummlerinnen und Weltenbummler haben generell lange Bucket Lists, und für jede erfüllte Reise kommen neue Traumziele hinzu. Welche unentdeckten Traumziele willst du 2023 entdecken? Wir vom reisereporter verraten dir auch unsere Wünsche:

Schiffsreise in der Antarktis, Campen in Portugal – Maike

2023 wird für mich ein Jahr der Reisekontraste. Nachdem ich mir dieses Jahr meinen Wunsch, die älteste Wüste wiederzusehen, mit einem Trip nach Namibia erfüllt habe, zieht es mich 2023 in eine andere spektakuläre Einöde. Ich reise in die Antarktis, die größte Eiswüste und das größte Naturschutzgebiet der Welt!

„Man stelle sich ein Land vor, so groß wie Australien und Europa zusammen. Sonniger als Kalifornien und kälter als das Gefrierfach eines Kühlschranks. Trockener als Arabien und höher als die Schweiz. Leerer als die Sahara“, so hat es Joseph M. Dukert in seinem Buch „This Is Antarctica“ geschrieben.

Unterwegs in Namibia: Maike reiste 2022 drei Wochen durch das Land.

Dass ich einmal an dieses südliche Ende der Welt reisen würde, hätte ich niemals gedacht. Ich denke ehrfürchtig an den Moment, in dem ich an Bord der „MS Fridtjof Nansen“ steigen und mich dann auf die Spuren der großen Abenteurer Reinhold Messer und Arved Fuchs begeben werde.

Das restliche Reisejahr werde ich dann wohl viel on the road zubringen – in dem Wohnwagen, den mein Partner und ich uns dieses Jahr gekauft haben und gerade liebevoll renovieren. Das Dunkelbraun der Schränke muss einem Weiß weichen, Azulejofliesen im Küchenbereich ersetzen die Deko mit Erdbeermotiven. Die Surfbretter im Gepäck zieht es uns dann zu Zielen am Atlantik in Frankreich, Spanien und Portugal. Denn Meer geht bekanntlich immer!

Maike Geißler

Von Mexiko bis Kenia – Miriam

Ich kann mich nicht daran erinnern, dass es schon einmal so war: Ich starte tatsächlich ohne eine richtige gebuchte Reise ins neue Jahr. Lediglich ein Trip mit meiner Familie ins Disneyland Paris für Ende März ist schon fix. Ich muss allerdings auch zugeben, an mein Reisejahr 2022 mit neun Ländern, 70 verschiedenen Orten und 44 Betten, in denen ich übernachtet habe, heranzukommen, wird ohnehin schwierig.

Einen Punkt auf meiner Bucket List kann ich 2023 wahrscheinlich abhaken: Ein Freund heiratet seine mexikanische Verlobte – und nach der Feier in Deutschland in diesem Jahr, soll im kommenden Jahr die große Party in Mexiko steigen. Mexiko steht seit Langem auf meinem Wunschzettel, hat es aber nie nach ganz oben geschafft. 

Weil es sich nicht lohnt, nur für eine Feier dorthin zu fliegen, werde ich wohl eine mehrwöchige Reise unternehmen und das Land erkunden. Ich freue mich auf das Baden in den Unterwasser-Höhlen Cenotes, historische Stätten und auf ganz viel Guacamole! Und nachdem ich 2021 meinen Tauchschein gemacht habe, möchte ich unbedingt auch die Unterwasserwelt von Mexiko kennenlernen. 

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Miriams Herz schlägt für Kenia: Menschen und Tiere haben es ihr seit Jahren angetan.

Wie seit Jahren werde ich sicherlich auch mein Herzensland Kenia besuchen. In der Nähe von Nairobi arbeite ich seit vielen Jahren ehrenamtlich in einem sozialen Projekt. Meistens lässt sich die Arbeit gut mit Reisen im Land verbinden – und selbst wenn nicht, gibt es rund um Nairobi auch sehr viel zu entdecken. Zum Beispiel eine Tee-Plantage mit einem hübschen Wasserfall, keine 20 Minuten mit dem Bus entfernt. Und trotzdem habe ich es noch nicht dorthin geschafft!

Mein zweites Herzensland ist Norwegen, wo ich insgesamt fast zwei Jahre gelebt und gearbeitet habe. In diesem Jahr waren meine engsten Freunde mehrfach zu Besuch in Deutschland – 2023 steht dann hoffentlich wieder der Gegenbesuch an. Und wer weiß, vielleicht sehe ich dann auch mal wieder die Nordlichter.

Miriam Keilbach

Von Australien bis nach Skandinavien – Fritz

Ganz oben auf meinem Reise-Wunschzettel steht für das nächste Jahr Australien. Mal davon abgesehen, dass ich finde, dass Australien ein faszinierendes und total spannendes Land ist, hat das noch einen anderen Grund. Meine beste Freundin seit ich circa ein Jahr alt bin ist Anfang 2022 nach Australien gezogen. Da ist ein Besuch in 2023 natürlich Pflicht.

Da ich nicht – wie viele meiner Bekannten – nach der Schule oder während des Studiums in Australien war, wird das meine erste Reise dorthin sein. So kann ich nicht nur meine beste Freundin besuchen, sondern auch einen Haken hinter einen weiteren Kontinent machen.

Fritz sitzt auf der La Mano Del Mantra in Costa Rica.

Außerdem steht Japan noch weit oben auf meiner Bucket List. Ich war vor etlichen Jahren bereits in Südkorea und war von dem Land und der Kultur begeistert. Damals hatte ich mir vorgenommen, unbedingt weitere asiatische Länder kennenzulernen. Jetzt wird es endlich Zeit für Japan.

Der letzte Punkt auf meinem Reise-Wunschzettel für 2023 ist ein Roadtrip durch Skandinavien, dabei kommt es mir weniger auf ein bestimmtes Land an als auf die Eindrücke, die ich mir davon verspreche. Unberührte weite Natur, klare Luft und die Chance, die Nordlichter zu sehen, lösen in mir schon beim Gedanken daran eine wunderbare innere Ruhe aus. Wenn ich mich dann für ein Land entscheiden muss, wird es wahrscheinlich Norwegen werden.

Ob ich alle diese Ziele im nächsten Jahr bereisen kann, muss sich erst noch zeigen. Aber ein Wunschzettel darf ja manchmal auch ein bisschen unrealistisch sein.

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Fritz Edelhoff

Polynesien und Australien – Sabrina

Polynesien. Der Name hatte für mich schon immer etwas besonders Magisches. Wenn ich an diese Region der Welt denke, habe ich sofort Bilder im Kopf: von türkisfarbenem Wasser, weißem Pudersand, flachen Buchten, schroffem Vulkangestein und steilen, grün bewachsenen Gipfeln. Von riesigen Kokospalmen, von weißem Jasmin, pinkfarbenen Bougainvilleas und orangefarbenem Hibiskus. Von Lagunen und Korallenriffen, in denen sich die buntesten Fische tummeln.

Tahiti, Bora Bora, Moorea, Rarotonga, Samoa – die Namen der Inseln in Polynesien lösen bei mir ein besonderes Fernweh aus – im wahrsten Wortsinn. Denn kaum eine Region der Erde scheint so weit weg von allem anderen zu liegen wie diese. Und kaum eine andere übt auf mich so eine Faszination aus. Vielleicht, weil sie in meinem Kopf eines der letzten Paradiese auf unserem Planeten ist. Eines das es eventuell auch nicht für immer geben wird. Viele Inseln sind durch den Klimawandel bedroht – liegen sie doch nur wenige Meter über dem Meeresspiegel.

Sabrina unterwegs auf den Galapagos-Inseln.

Auch der französische Maler Paul Gauguin war fasziniert von Polynesien. Er hat einen großen Teil seines Lebens auf Tahiti verbracht. Und die Bilder, die er damals dort gemalt hat, haben die Südsee für viele einst zu einem Sehnsuchtsort gemacht. Denn er zeigte auch die Polynesierinnen und Polynesier. Für mich sind es immer auch die Menschen, die einen Ort besonders machen. Ihre Sprache, ihre Kultur, ihre Lebensart – all das möchte ich kennenlernen, solange es noch geht.

Ach, und wenn ich schon am anderen Ende der Welt bin: Australien steht auch immer wieder auf meiner Bucket List.

Sabrina Friedrich

Kirschblüte in Japan und Volunteering in Südafrika – Luisa

Meine Reise-Wunschliste ist viel zu lang, um sie in einem Jahr abzuarbeiten. Zwei Traumziele stehen aber schon fest auf meiner Agenda für 2023. Im Frühling reise ich mit meinem Freund nach Japan – pünktlich zur Kirschblütenzeit. Die Tempel, die Kultur und die Landschaften faszinieren mich ebenso wie die riesigen modernen Städte. Deswegen wollen wir uns sowohl Tokyo und Kyoto als auch kleine Städte wie Shirakawago und Takayama ansehen, und natürlich den Mount Fuji. Ganz besonders freue ich mich auch auf das Essen – auf Sushi, Ramen und Co.

Mit der Reise kann ich dann sogar gleich zwei Vorhaben auf meiner Wunschliste abhaken. Ich war nämlich noch nie in Asien und habe mir vorgenommen, jeden Kontinent mindestens einmal zu bereisen.

Luisa an den Niagarafällen – ein echtes Traumreiseziel.

Dem Ziel komme ich mit meiner zweiten Reise zwar nicht näher, trotzdem freue ich mich auch darauf unglaublich. Es geht nach Südafrika! In der Schulzeit habe ich dort im Rahmen eines Schüleraustauschs schon einmal vier Wochen verbracht und mich in die weiten Landschaften verliebt.

Dieses Mal reise ich in die Berge, wo ich mit einer Gruppe von Freiwilligen auf einer Tierschutzstation arbeiten werde. Dort kümmern wir uns unter anderem um Affenbabys, die später einmal ausgewildert werden. Auch eine Safari durch den Krüger-Nationalpark ist geplant. Vielleicht wird dann mein Traum wahr, einmal einen Elefanten in freier Wildbahn zu sehen?

Und dann würde ich gerne noch eine Reittour durch Island machen, mit dem Camper durch Kanada fahren, in einem indischen Ashram Yoga machen, in Norwegen die Nordlichter sehen – wie gesagt, die Liste ist lang. Aber so bleiben noch genügend Wünsche für das nächste Jahr übrig, und das nächste, und das nächste …

Luisa Ziegler

New York, Südafrika und der Oman – Jana

Ganz oben auf meinem Wunschzettel steht im kommenden Jahr New York! Schon seit Jahren träume ich davon, in die Metropole an der Ostküste der Vereinigten Staaten zu reisen, geschafft habe ich es bislang noch nie. Aber 2023 ist der Platz im Flieger schon so gut wie gebucht, und dann werde ich endlich die aufregende Gastro-Szene der Stadt erkunden, durch den Central Park schlendern und versuchen, einen Platz in Trevor Noahs „The Daily Show“ zu ergattern.

Und mit Trevor Noah bin ich schon bei meinem zweiten Wunschreiseziel angelangt: Südafrika. Meine zweite Heimat. Mehrere Monate lang arbeitete ich nach dem Abi im Krüger-Nationalpark im Norden des Landes. Anschließend kam ich für einen längeren Urlaub zurück, dann verbrachte ich einen Teil meines Studiums in Durban an der Ostküste Südafrikas.

Jana war 2022 im Sommer in der Negev-Wüste in Israel.

Seit dem letzten Besuch sind allerdings einige Jahre vergangen, und so wird es endlich Zeit für ein Wiedersehen! Und noch einen Wunsch will ich mir erfüllen: eine Wanderreise durch den Oman.

An kaum einem anderen Ort sollen die Landschaften so atemberaubend schön sein und die Sterne in der Nacht so hell leuchten. Davon will ich mich 2023 selbst überzeugen und mich mit einem Zelt im Gepäck auf den Weg Richtung arabischer Halbinsel machen.

Jana Freiberger

Glamping am Gardasee – Maren

Okay, wenn ich ehrlich bin, ist diese Bucket List nicht meine eigene, sondern eher in Teamarbeit entstanden. Denn bis ich mal wieder feinsten thailändischen Sand unter den Füßen spüre oder den Mief der New Yorker Subways in der Nase habe, stehen mit meinen drei kleinen Reisebegleitern weniger Fern- als vielmehr Familienreisen auf dem Plan. Aber wer sagt denn, dass meine Wünsche dabei unerfüllt bleiben müssen?

Für 2023 wünsche ich uns Reisen mit Leichtigkeit, ein Treibenlassen durch kleine Orte, Spaß und viel gute Laune. Tatsächlich finden wir die eigentlich immer ziemlich zuverlässig auf Campingplätzen wieder – dieses Jahr in der Luxusvariante. Denn wer Kinder hat, weiß, wie wertvoll gute Nächte sind, nicht nur im Urlaub. Deshalb haben wir für 2023 ein Glamping-Zelt am Gardasee gebucht. Jeder hat sein eigenes richtiges Bett, Bad und Küche gehören auch mit zu den Annehmlichkeiten, die wir uns gönnen.

Italienisches Lebensgefühl statt Alltag: Maren Tinz freut sich auf den Gardasee.

Den Ort Lazise im Süden des Sees kennen wir schon seit einigen Jahren. Wir wissen, wo es das beste Pistazien-Eis gibt und in welcher Pizzeria eigentlich immer ein Plätzchen für uns frei ist – unangenehme Überraschungen sind da eigentlich ausgeschlossen. Mit dem Boot erreicht man schnell und unkompliziert die anderen Orte, und ein Highlight für die Kinder ist die Überfahrt jedes Mal.

Um den Massen während der Sommermonate zu entkommen, empfehle ich, die Agriturismo, italienische Bauernhöfe, links und rechts der Gardesana zu besuchen. Hier trifft man auf echte italienische Gastfreundschaft und die Bambini sind mehr als willkommen – da kann ein kurzer Abstecher schon mal schnell zum Tagesausflug werden.

Für den Winter würde ich mich über einen Skiurlaub freuen. Schneebedeckte Tannen, blauer Himmel und kilometerlange Pisten. Die Kleinen kommen auf einen Schlitten, wir nehmen die Skier, aufgewärmt wird sich bei warmem Kakao mit Sahnehaube auf einer Alm. Am Ende des Tages fallen wir alle glücklich und erschöpft in unsere Betten – jeder und jede in sein eigenes, versteht sich.

Maren Tinz

Einmal alles, bitte! – Lisa

Einmal alles, bitte! Das würde ich am liebsten auf meinen Reise-Wunschzettel schreiben. Aber wir wollen ja realistisch bleiben. Deshalb steht Island ganz oben, am liebsten im Sommer und zusammen mit meinen liebsten Menschen. Das erste Mal war ich im April 2022 dort und wusste vorher schon, dass es mir sicher gefallen wird. Aber „gefallen“ ist wirklich milde ausgedrückt – ich war begeistert und muss dringend wieder hin. Einmal um die Insel, das ist der Plan.

Der Norden hat mein Herz schon lange erobert, spätestens seit ich im Januar 2019 in Tromsø das einzigartige Licht der Arktis erleben durfte. Deshalb stehen auch Spitzbergen und Grönland ganz weit oben auf meinem Wunschzettel.

Sturm, eisige Kälte, wenige Stunden Tageslicht – und trotzdem oder genau deswegen hat Lisa ihr Herz an den hohen Norden, hier in Nordnorwegen nahe Tromsø, verloren.

Für 2023 kommt noch ein Wunsch dazu. Dass es diese Destination schafft, mich in ihren Bann zu ziehen, hätte ich bis dato nicht gedacht: Südostasien. Mich haben diese ganzen Backpacker-Länder wie Vietnam, Thailand oder Kambodscha nie sonderlich interessiert. Ich will lieber dahin, wo nicht jeder hinfährt. Aber seit ich im November 2022 das erste Mal in Laos war, hat es mich erwischt, das Südostasien-Fieber.

Zwei Tage nach meiner Rückkehr lag mein allererster Reiskocher in der Packstation, dem Asialaden hatte ich schon drei Besuche abgestattet und sogar die schwüle Wärme fehlte mir ein bisschen. Deshalb, liebes 2023, einmal Kambodscha, Myanmar, Vietnam, und na ja ... Eigentlich einmal alles, bitte, danke.

Lisa-Marie Leuteritz

Ab auf die Insel – Janin

Ich habe Fernweh. So sehr, dass es schmerzt, wenn ich an Sonnenaufgänge über dem Meer, nackte Füße im Sand und einen Aperitif in geselliger Runde, in der kein Deutsch gesprochen wird, denke. 2023 möchte ich das wieder erleben.

Eins meiner Wunschländer für 2023 ist auf jeden Fall Spanien. Wenn ich es mir aussuchen kann, würde ich Menorca oder Mallorca wählen. Auch, wenn ich auf letzterer Insel schon viel Zeit verbracht habe, zieht es mich immer wieder zurück. Was es am Ende wird, hängt auch von den Flugverbindungen und vor allem den Flugpreisen ab, die sich stark verändert haben.

Als Alternative auf dem Festland kommt auch Andalusien in Betracht. Dort würde ich gerne einen Abstecher nach Sevilla machen. Ich war tatsächlich noch nie da, aber die Stadt steht schon lange auf meiner Liste. Obwohl in Andalusien sehr schnelles Spanisch gesprochen wird und ich dann nur die Hälfte verstehe, würden mich Tapas, Cañas und die wunderschöne Altstadt Sevillas sicherlich entlohnen.

Janin an einem Strand auf Mallorca.

Und eine weitere Insel steht auf meinem Reise-Wunschzettel: Sardinien. Geplant war ein Urlaub auf der Insel 2020, dann kam die Pandemie dazwischen, und ich war noch immer nicht dort. Mich faszinieren die Höhlen und Grotten der Insel, und Wanderungen lassen sich hier optimal mit Abstechern zu schönen Buchten verbinden. Da ich mich im Urlaub gerne unter die Einheimischen mische, steht aber vor der Reise noch ein Italienischkurs an.

Auch der Bahn möchte ich im kommenden Jahr wieder eine Chance geben. Möglicherweise auf der Strecke Berlin–Amsterdam mit dem neuen Fernverkehrszug oder von München nach Verona mit dem neuen ÖBB Nightjet.

Janin Minkus