Der kalten Jahreszeit ihre Vorteile abgewinnen, das hat Sachsen drauf. Das Bundesland bietet wirklich für jeden Geschmack etwas. Bei Schnee wird gerodelt oder vom Pferdeschlitten aus die Landschaft betrachtet. Du kannst Burgruinen entdecken oder ganz klassisch zur Bastei wandern. 

Wer sich von innen wärmen möchte, findet auf Weihnachtsmärkten, unter ihnen der älteste Deutschlands, heiße Getränke, und wer auch im Winter muckelige Wärme sucht, wird in ungewöhnlichen Wellnesseinrichtungen und Thermen fündig. Wir stellen dir die Highlights aus dem Winterwonderland Sachsen vor.

1. Winter im Erzgebirge

Rodeln, Langlauf und Kutschfahrten

Auf dem Rabenberg lässt es sich in winterlicher Kulisse rodeln. Gelegentlich wird hier bei Glühwein und Bratwurst das beliebte Nachtrodeln angeboten.

Naturrodelbahnen findest du oberhalb von Oberwiesenthal am Fichtelberg. Die Abfahrt ist 1800 Meter lang und wurde sogar vom ADAC ausgezeichnet. Auch am Hemmschuh geht es bergab. Auf 1100 Metern Länge rodelst du durch den Wald.

Der Fichtelberg bei Oberwiesenthal ist die höchste Erhebung des Erzgebirges. Er bietet unter anderem tolle Rodelmöglichkeiten.

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In der Urlaubsregion Altenberg finden außerdem Langlaufende und Skiwandernde ein Loipennetz von mehr als 80 Kilometern Länge. Täglich präparierte Wege führen durch Wälder und verschneite Berglandschaften. Wer nur die Kulisse genießen möchte, sich aber lieber ziehen lässt, wählt die Pferdekutsche. Bei einer Fahrt im nostalgischen Schlitten bist du mit zwei PS unterwegs. Glühwein gibt es auf Wunsch dazu. 

Winterwandern im Erzgebirge

Im Winter bieten sich zahlreiche Winterwanderungen im Erzgebirge an. Der Rundwanderweg von Altenberg zum Geisingberg bietet beispielsweise auf acht Kilometern tolle Winterlandschaften, passiert Bergbaustätten und das Bergbaumuseum und bietet mit der Waldschänke Altes Raupennest eine urige Einkehrmöglichkeit. 

Der Winter im Erzgebirge kann auf vielfältige Weise erlebt werden.

Auch die Wanderung vom Rabenauer Grund zur Rabenauer Höhe ist gerade für Familien reizvoll. Informationstafeln zu Flora und Fauna am Wegesrand, der Erlebnisweg „Sagenhafter Mühlberg“ und ein Memory machen die Wanderung auch für Kinder interessant. Der Rückweg kann mit der nostalgischen Weißeritztalbahn erfolgen, wenn die Kräfte fehlen.

Wellness und Entspannung

Aufwärmen, wenn es draußen kalt ist? Auch das bietet Sachsen – tolle Kulisse inklusive. Im Badegarten Eibenstock wärmst du dich beispielsweise in einem russisch-karelischen Saunadorf auf und erlebst im japanischen Saunagarten Stunden der Stille. 

Die Silbertherme Warmbad hält neben dem warmen Bad in Thermalwasser auch ein Erlebnis für Wagemutige bereit: In der Kältekammer Erz-Iglu wird bei einer Temperatur von minus 110 Grad Celsius gefröstelt.

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Ein Aufenthalt von zwei bis drei Minuten in der Extremkälte soll das Immunsystem und den Kreislauf stärken. Danach wirken auch winterliche Außentemperaturen angenehm mild.

2. Sächsische Schweiz

Wanderung zu einem historischen Weihnachtsmarkt

Eine Wanderung zu einer der größten Festungen in Europa lohnt sich im Winter gleich doppelt. Zur Festung Königstein wanderst du dabei ab dem gleichnamigen Ort beispielsweise auf dem Patrouillenweg, der einmal um die Festung herumführt und auch freie Sicht auf Elbe und Landschaft bietet.

Auf der Festung wartet das zweite Highlight. An den Adventswochenenden wird hier nach zwei Jahren Pause wieder der historische Weihnachtsmarkt veranstaltet. Händlerinnen und Händler in traditionellen Gewändern, Bühnenprogramm, lebendige Tiere in der Weihnachtskrippe und ein wettergeschützter Bereich warten. Neu in diesem Jahr ist der Sternedom im Dunklen Aufgang und die Umgestaltung der Alten Kaserne zum längsten Adventskalender Deutschlands.

Blick von der Festung Königstein bei Sonnenuntergang.

Die Bastei im Winter erleben

Nur wenige Kilometer entfernt erkundest du ein weiteres Highlight: Ab dem Kurort Rathen geht es auf zahlreichen Routen über unzählige Stufen in den Wald. Die riesigen Felsbrocken neben den Treppen geben dem Weg einen Hauch von verwunschener Märchenwelt.

Das Highlight der Wanderung ist der Blick auf die berühmte Bastei und ihre Überquerung. Auf der anderen Seite liegen die Überreste der Felsenburg Neurathen. 

Zu jeder Jahreszeit ein Hingucker: Die Basteibrücke in der Sächsischen Schweiz.

Den Panoramablick auf Elbe und Co. genießt du auch bei einer Tofu-Pfanne oder einer Gans im Vier-Sterne-Hotel und Restaurant Bastei. Die traumhafte Winterlandschaft wird hier entspannt bei prasselndem Kaminfeuer präsentiert.

Oder verbring gleich einen ganzen Wellnesstag im Saunabereich des Hotels. Panorama-Ausblicke auf die Felsenlandschaft der Sächsischen Schweiz inklusive.

Winterauszeit im Bio-Dorf Schmilka

Das Bio- und Nationalparkrefugium Schmilka zeigt sich auch im Winter vielfältig. Das einstige Fischerdörfchen, das direkt am Ufer der Elbe liegt, präsentiert sich nachhaltig. Hier kannst du dich bei Glühwein am Kamin aufwärmen, im Badezuber entspannen und sogar im dorfeigenen Bier baden. 

Auch geführte Winterwanderungen können gebucht werden. Dabei geht es in die Natur des Nationalparks Sächsische Schweiz, die Route wird an die Teilnehmenden angepasst. 25 Euro pro erwachsene Person (Kinder zahlen die Hälfte) kostet die zweieinhalbstündige Wanderung, bei der unter anderem heimische Tiere beobachtet werden und die Medizin der Bäume erklärt wird. Teilnehmende sollten trittsicher und schwindelfrei sein. 

3. Oberlausitz

Winterzauber in Görlitz und Bautzen

Schlittschuh fahren auf 430 Quadratmetern kannst du in Görlitz vor der Dreifaltigkeitskirche auf dem Obermarkt noch bis zum 1. Januar 2023. Und der Schlesische Christkindelmarkt in der Altstadt ist noch bis zum 18. Dezember 2022 aufgebaut. Klassiker wie Bratwurst und Glühwein findest du hier ebenso wie ein Lesezelt, ein Kinderkarussell und ein Puppentheater für die Kleinen. Jeden Tag um 16 Uhr hält das Christkind eine Ansprache. 

Über den ältesten Weihnachtsmarkt Deutschlands schlenderst du in Bautzen. Noch bis zum 22. Dezember ist hier der sogenannte Wenzelsmarkt aufgebaut. Gerahmt von Barock-Häusern, stöberst du durch Geschenkartikel und lässt dich kulinarisch verwöhnen. An Donnerstagen werden Weihnachtsklassiker übertragen. Auch Bautzen bietet eine Eisbahn, bei der jeden Freitag Eisdisco angesagt ist. 

Kloster und Burg Oybin

Gut eine Stunde von Görlitz oder Bautzen entfernt befinden sich das Kloster und die Burg Oybin. Der bekannteste Berg des Zittauer Gebirges, der Oybin, ist 514 Meter hoch und von imposanten Landschaften umgeben. Die beeindruckende Kulisse inspirierte unter anderem Caspar David Friedrich für sein Ölgemälde „Der Träumer“ oder Carl Gustav Carus zu „Friedhof auf dem Oybin“. 

Blick zu den Ruinen der Burg Oybin.

Der Wanderweg vom Ort Oybin zu Burg und Kloster führt vorbei an einer sehenswerten Bergkirche, die sich an den Hang drückt. Im Winter entdeckst du auf dem Felsmassiv eine Besonderheit: Bis zum 2. Februar 2023 wird im Kloster eine mannsgroße Krippe zu sehen sein. Die Figuren stammen vom internationalen Kettensägen-Schnitzer-Treffen, das im Mai in Eibau stattfand. Zudem ist das Unterkirchgewölbe des Klosters festlich geschmückt. 

Schwimmen mit Pinguinen und entspannen

Keine alten Gemäuer, aber ziemlich lebendige Tiere bietet der Bade- und Wellnessbereich der Spreewelten in Lübbenau. Hier können im Außenbereich nicht nur die Fütterungen der Pinguine miterlebt werden, im beheizten Außenbecken kannst du mit den Tieren sogar wettschwimmen.

Nur durch eine 15,5 Meter lange Glasscheibe getrennt, schwimmst und tauchst du Auge in Auge mit den flugunfähigen Seevögeln.

Bis zum 8. Januar 2023 wird der Bade- und Saunabereich besonders stimmungsvoll illuminiert und entspannte Musik soll für noch mehr Gelassenheit sorgen. An den Adventswochenenden findet im Saunadorf der Einrichtung der kleinste Weihnachtsmarkt des Spreewaldes statt. So lässt sich der Winter ertragen, finden wir.