Bei einer Winterwanderung, beim Langlauf-Skifahren oder bei einer Tour mit Schneeschuhen – es gibt viele Möglichkeiten, die winterlichen Landschaften in Österreich auf entspannte Art zu erkunden. Zum Beispiel an diesen Orten:

Raurisertal

Im Nationalpark Hohe Tauern im Salzburger Land liegt nördlich des Alpenhauptkamms zwischen dem Fuschertal im Westen und dem Gasteiner Tal im Osten das Raurisertal. Im Winter kommen die meisten zum Skifahren und Snowboarden. Das Skigebiet Rauriser Hochalmbahnen gilt als eines der schönsten im Alpenraum. Für Langläufer gibt es etwa 30 Kilometer gespurte Loipen. Beliebt ist auch die zwei Kilometer lange Rodelbahn Kreuzboden.

Wer es noch actionreicher mag, geht zum Eisklettern in die Eisarena Kolm Saigurn, die Routen für Anfänger und Profis bietet. Außer dem Barbarawasserfall, dem Hauptwasserfall, gibt es 13 weitere Eisfälle. Die meisten sind innerhalb von 15 Gehminuten erreichbar.

Es gibt aber auch rund 35 Kilometer Winterwanderwege. Bei geführten, einstündigen Fackelwanderungen an wechselnden Terminen ab dem Tourismusbüro Rauris erfahren Teilnehmerinnen und Teilnehmer Interessantes über das Tal (Anmeldungen unter Telefon 00 43 – 6 54 42 00 22). Zweimal wöchentlich stehen geführte Schneeschuhwanderungen mit Nationalparkrangern auf dem Programm. Der markierte Schneeschuhtrail in Kolm Saigurn kann auch auf eigene Faust erkundet werden.

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Im Raurisertal lohnt sich im Winter eine Fahrt mit der Kutsche durch die verschneite Landschaft.


Besonders mühelos lässt sich die verschneite Landschaft von der Pferdekutsche aus genießen – gemütlich eingemummelt unter einer dicken Decke.

Salzburger Lungau

Im Salzburger Lungau, zwischen den Radstädter Tauern und den Kärntner Nockbergen, spielt Brauchtum noch eine wichtige Rolle. Das zeigt sich auch in der Adventszeit, wenn es in der Region viele Advents- und Christkindlmärkte gibt. Etwa in Maria­pfarr, wo Joseph Mohr von 1815 bis 1817 als Hilfspfarrer arbeitete und den Text des Weihnachtsliedes „Stille Nacht, heilige Nacht“ schrieb. Heute erinnert hier das Stille-Nacht-Museum daran.

Der Besuch im Winter lohnt sich aber noch aus anderen Gründen. In den vier Skigebieten Katschberg, Grosseck-Speiereck, Fanningberg und Obertauern gibt es mehr als 300 schneesichere Pistenkilometer. Außerdem stehen Wintersportlerfans 150 Kilometer Langlauf- und Skatingloipen offen. Die Region ist auch beliebt für Skitouren. Oder soll es lieber Eislaufen oder Eisstockschießen sein? Auch kein Pro­blem. Genauso wenig wie Rodeln.

Der Katschberger Adventweg führt im Dezember durch das verschneite Gontal im Salzburger Lungau.

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Es gibt ein großes Netz an Winterwanderwegen. Bis zum 25. Dezember 2022 lohnt sich mittwochs und freitags bis sonntags jeweils von 14 bis 20 Uhr ein Besuch des Katschberger Adventwegs. Der stimmungsvoll beleuchtete Weg durch das verschneite Gontal beginnt an der Pritzhütte. Unterwegs stehen eine Krippe mit Schafen und Ponys, eine Handwerkshütte und Teeöfen. Für den Eintrittspreis in Höhe von 20 Euro gibt es einen Becher, mit dem Tee an der Strecke erhältlich ist.

Lesachtal

Das Lesachtal im südwestlichen Kärnten gilt als das naturbelassenste Tal Europas. Es erstreckt sich zwischen den Karnischen Alpen im Süden und den Lienzer Dolomiten im Norden. Im Winter sieht es mit seinen glitzernden Tiefschneehängen aus wie aus dem Bilderbuch.

Gemeinsam mit dem Gailtal ist das Lesachtal die weltweit erste Slow Food Destination. Reisende sollten unbedingt typische Spezialitäten der Region probieren – zum Beispiel Schlipfkrapfen, mit Kräutern und Kartoffeln gefüllte Teigtaschen, oder Stockplattlan, gebackenen Germteig mit einer Füllung aus Kletzen, also Dörrbirnen. Bei einem Workshop kann man lernen, nach traditionellen Rezepten Lesachtaler Brot zu backen. Das ist seit 2010 immaterielles Unesco-Kulturerbe.

Im Lesachtal, der weltweit ersten Slow Food Destination, lernen Reisende bei einem Workshop traditionelles Brot zu backen.


Auch das Rodeln hat im Tal eine lange Tradition. Es gibt unter anderem Bahnen in Obergail und St. Lorenzen. Vor Jahresende steht immer ein besonderes Ereignis im Kalender: das Hornschlittenrennen. Es erinnert an die Zeit, als das Bergheu noch mit den wuchtigen Gefährten in Tal gebracht wurde.

Wintersportfans kommen natürlich noch mehr auf ihre Kosten: im Familienskigebiet Golzentipp-Lesachtal in Obertilliach oder auf den 60 Kilometern Langlaufloipen. Im Eiszentrum Maria Luggau sorgen Eislaufen und Eisstockschießen für Abwechslung.

Region Achensee

Der größte See Tirols, der Achensee, liegt nördlich von Jenbach und bildet die Grenze zwischen dem Karwendelgebirge im Westen und den Brandenberger Alpen im Osten. Die Region ist bekannt für ihr umfangreiches Skilanglaufangebot. Es gibt mehr als 200 Kilometer Loipen für klassische Langläuferinnen und Langläufer und Skaterinnen und Skater, aber auch vier Skigebiete mit 53 Pistenkilometern sowie sechs Rodelbahnen. Im Karwendel und im Rofangebirge bieten sich viele Möglichkeiten für Skitouren.

Hier sorgt auch Ausgefallenes für Abwechslung – zum Beispiel Snowkiten. Dabei lässt man sich von einem Zugdrachen per Ski oder Snowboard über den Schnee ziehen. Oder man probiert es mit Snowtubing und rutscht auf einem großen Gummireifen den Hang hinunter.

Beim alljährlichen Silvesterschwimmen wagen sich jede Menge Schwimmende bei etwa vier Grad Celsius Wassertemperatur in den See, um 50 Meter zu schwimmen und einen künstlichen Eisberg zu erklimmen, während sie von den Zuschauenden an der Seepromenade von Pertisau gefeiert werden.

Zum Jahreswechsel steht in Pertisau jedes Jahr das Silvesterschwimmen im Kalender. Von der Seepromenade aus feuern die Zuschauerinnen und Zuschauer dann die mutigen Schwimmerinnen und Schwimmer an.

Vom 27. Februar bis 5. März 2023 steigen bei den Achensee Ballontagen wieder jede Menge Ballons auf. Tickets für Fahrten, die in Achenkirch beginnen, sind für 350 Euro pro Person bei Achensee Tourismus buchbar.

Krakautal

Das Krakautal ist ein Hochplateau zwischen 1.000 und 1.500 Metern Höhe im südlichen Teil der Schladminger Tauern in der Steiermark. Die Einheimischen preisen gern die gute Luft an, deshalb wird das Tal auch das „g’sunde Tal“ genannt. Die Region gilt als besonders sonnig – auch im Winter.

Die beliebtesten Skiberge sind der 2.740 Meter hohe Preber und die Tockneralm (2.457 Meter). Die Pisten gelten als familienfreundlich und übersichtlich. In der steierischen Krakau sind sowohl einfache Skitouren mit kurzen Aufstiegen als auch hochalpine Touren möglich. Zusätzlich gibt es eine 15 Kilometer lange Langlaufloipe.

Reisende können auch auf 30 Kilometern Winterwanderwegen die Region erkunden – zu Fuß oder auf Schneeschuhen. Besonders beliebt ist die Strecke um den Schattensee. Der See gilt als besonderer Kraftplatz. Wer sich aufwärmen will, kehrt in die Jausenstation ein und lässt sich die hausgemachten Vollwert-Mehlspeisen schmecken. Im Winter gibt es hier Eislaufmöglichkeiten und Eisstockschießen.

Das Krakautal – hier die Krakauebene – lässt sich auf 30 Kilometern Winterwanderwegen erkunden.


Viele Reisende kommen auch ins Krakautal, um den Günster Wasserfall zwischen den Dörfern Krakau und Schöder zu besuchen. Der gilt mit einer Fallhöhe von 65 Metern als höchster Wasserfall in der Steiermark. Bis zu 250 Liter Wasser rauschen pro Sekunde über seine drei Kaskaden.