Wer an Strandurlaub an der Algarve in Portugal denkt, hat meistens Orte wie Albufeira, Lagos oder die Praia da Bordeira auf dem Schirm. Doch nicht nur auf dem Festland hat die Küstengegend einige malerische Flecken zu bieten. Im Atlantik warten einige wundervolle Inseln, auf denen noch mehr Einsamkeit und Abgelegenheit möglich ist. 

1. Ilha Deserta

In Faro, der Hauptstadt der Algarve, legen die Fähren ab, die Touristinnen und Touristen auf die verlassene Insel Ilha Deserta, früher auch Ilha Barreta genannt, bringen. Es geht vorbei an Kanälen und Flamingos auf die etwa sieben Kilometer lange unbewohnte Insel. 

Wer einen sonnigen Tag entspannt am Meer verbringen möchte, ist auf Ilha Deserta mit den ewig langen Sandstränden genau richtig, denn Lärm machen hier höchstens die Wellen und die Vögel. Zum Birdwatching eignet sich Ilha Deserta nämlich auch bestens, da Vögel in den geschützten Dünen Platz und Ruhe zum Brüten finden. 

Die Ilha da Deserta ist bei Sonnenhungrigen beliebt und gut mit einem Tagesausflug erreichbar.

Ruhe haben auch Menschen auf der maximal 600 Meter breiten Insel, denn auch wenn es hier beste Bedingungen für einen Strandtag gibt, kommen nicht so viele Reisende vorbei. Oftmals sind keine anderen Menschen in Sichtweite. Wer sich gerne nackig macht, kann das hier tun, FKK ist erlaubt. Übrigens: Trotz der Abgeschiedenheit gibt es eine Einkehr-Möglichkeit: das Restaurant O Estaminé. 

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2. Ilha de Tavira

Als eine der schönsten Inseln der Algarve gilt die 14 Kilometer lange Ilha de Tavira, die hauptsächlich aus Sand und der Kleinstadt Tavira besteht. Ilha de Tavira lässt sich entweder per Boot erreichen, mit der Schmalspurbahn oder zu Fuß – die Insel ist nämlich über eine Brücke mit dem Festland verbunden. 

Auch wenn Tavira eine kleine Stadt ist, gibt es keine Hotels, dafür aber einen Campingplatz. Das Zelt muss selbst mitgebracht werden. Auch Restaurants und Bars sind auf der Ilha de Tavira vorhanden. 

Die Ilha de Tavira ist über eine Brücke mit dem Festland verbunden, so kann man nicht nur per Boot, sondern auch mit der Schmalspurbahn oder zu Fuß anreisen.

Wer genug durch die Altstadt geschlendert ist und sich gestärkt hat, kann aus den vielen Stränden der Insel wählen. Besonders beliebt bei Familien mit Kindern sind jene, die zur Lagune (also Richtung Festland) hin abgehen, da das Wasser dort wärmer ist als im offenen Meer. Viele der Strände sind von Rettungsschwimmern bewacht. 

Wem es zu langweilig ist, nur am Strand zu liegen und zu schwimmen, der kann sich auf der Ilha de Tavira auch anderweitig austoben. So lassen sich Surfboards und kleine Boote mieten. Wer gerne schnorchelt, sollte die verfallene alte Anlegestelle für Boote wählen, dort haben sich einige Meeresbewohner angesiedelt.

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3. Ilha da Culatra

Die Insel Culatra ist zwar bewohnt, dafür aber autofrei: Wer sich also für einen Trip entscheidet, ist auf Boot und die eigenen zwei Beine angewiesen. Namensgeber für die Insel ist das Fischerdorf Culatra, in dem das alltägliche Leben spielt. Hier gibt es Restaurants, die auf Seafood spezialisiert sind, eine Bäckerei und Shops.

Die meisten Gäste kommen tagsüber auf die sieben Kilometer lange Ilha da Culatra. Aber einige der Einheimischen bieten für Urlauberinnen und Urlauber auch Zimmer an. Wer die Abendstunden hier genießt, lernt den Ort und die Insel noch einmal auf eine ganz eigene Weise kennen.

Wer einsame Strände mag, wird auf der Insel Culatra an der Algarve fündig.

Besucherinnen und Besucher hingegen zieht es oftmals an den feinen Sandstrand, der über einen Holzsteg, der durch die Dünen führt, erreichbar ist. Die Wellen hier sind klein, das Wasser ist klar – ideale Voraussetzungen für einen Schnorchel-Trip. Aber auch wer nur am Strand entspannen will, findet auf der Ilha da Culatra die notwendige Ruhe. 

4. Ilha do Farol

Weithin sichtbar ist die Ilha do Farol – denn Namensgeber für dieses Kleinod an der Algarve ist der Leuchtturm. Übersetzt bedeutet Ilha do Farol Insel des Leuchtturms. Der Farol do Cabo de Santa Maria ist 50 Meter hoch und bereits mehr als 150 Jahre alt. Er stammt aus dem Jahr 1851 und ist damit Wahrzeichen der Insel. 220 Stufen führen hinauf – wer das hinter sich gebracht hat, genießt eine wundervolle Aussicht über den Atlantischen Ozean und die Algarve. 

Doch genau genommen ist die Ilha do Farol keine eigene Insel, sie ist vielmehr ein Teil der Ilha da Culatra. Allerdings hat Ilha do Farol eine eigene Hafenmole sowie eine eigene Sandbank und wird deshalb oftmals als eigenständige Insel gezählt. Die Insel ist gut erreichbar, ab Olhão fährt das ganze Jahr über ein Boot, im Sommer zusätzlich eines ab Faro. 

Der Leuchtturm ist das Wahrzeichen der Insel Farol.

Hauptort der Insel ist das Dorf Farol, in dem auch die Boote anlegen, die Besucherinnen und Besucher nach Ilha do Farol bringen. Die Menschen hier leben hauptsächlich vom Fischfang, einige haben auch nur ein Sommer-Ferienhaus auf Ilha do Farol. Hotels gibt es nicht, aber manch ein Restaurant hat Zimmer zu vermieten. 

Die größte Attraktion neben dem Leuchtturm ist der feine, weiße Sandstrand, den vor allem Familien mit Kindern gerne anvisieren. Wer gerne Ruhe hat, geht einfach weiter ostwärts, je weiter entfernt, desto einsamer wird es. Dann allerdings ist auch Vorsicht geboten, denn nicht überall sind Rettungsschwimmer verfügbar. 

5. Ilha da Fuzeta

Die Ilha da Fuzeta ist eine natürliche Barriere zwischen dem Atlantik und dem Naturpark Ria Foromosa, zu dem die hier vorgestellten Inseln gehören. Bekannt ist die Ilha da Fuzeta, gegenüber dem Ort Fuzeta auf dem Festland, für den mehrere Kilometer langen Sandstrand. 

Die Insel besteht hauptsächlich aus einer Sandbank, wegen des flachen Wassers und des geringen Wellengangs ist der Strand vor allem bei Familien mit Kindern beliebt.

Besonders bei Familien mit Kindern ist die Ilha da Fuzeta beliebt, denn hier hat der Atlantik fast keine Wellen. Spielen am Strand und im niedrigen Bereich des Wassers ist also problemlos möglich. Beliebt ist das Gebiet aber auch bei Wassersport-Fans, so findet man hier Menschen, die mit Kanus oder auf Segelbooten unterwegs sind oder die sich zum Windsurfen treffen. 

6. Ilha da Armona

Stell dir vor, du lebst auf einer Insel, die neun Kilometer lang und einen Kilometer breit ist und weitestgehend aus Sand besteht. Klingt traumhaft, oder? Und wie wäre es, wenn du dir diese Insel noch dazu nur mit rund 50 weiteren Menschen teilen müsstest? Tja, was nach Traum klingt, gibt es in der Realität, nämlich die Insel Ilha da Armona an der Algarve, die nur per Fähre oder Wassertaxi ab Olhão erreichbar ist. 

Der Sandstrand ist weitläufig und zieht Sonnenhungrige an. Im Sommer findet jede und jeder einen Platz und im Winter eignet sich die Ilha da Armona herrlich für ausgedehnte Strandspaziergänge und Vogelbeobachtungen. Wer lieber ein paar Grad wärmeres Wasser hat, wählt die Lagunen-Seite, die dem Festland zugewandt ist, nicht das offene Meer. 

Auch wer gerne schnorchelt, ist auf der Insel Armona gut aufgehoben: Das Wasser hier ist sehr klar.

Besonders beliebt ist die Insel in den Abendstunden: Die Sonnenuntergänge tauchen den Himmel in rosa und rote Farbe. Das kannst du am besten genießen, wenn du nicht nur einen Tag hier verbringst, sondern gleich einige Nächte bleibst. Es gibt Bungalows, einen Campingplatz und Ferienhäuschen zum Mieten. Versorgt wirst du in den Restaurants, Bars und Cafés der Insel.

7. Ilha de Cabanas

Gegenüber vom Ort Cabanas auf dem Festland befindet sich die Insel Ilha de Cabanas, die nur aus einem schmalen Sandstreifen besteht. Die Insel eignet sich für all jene, die gerne am Strand entlangspazieren oder den Sand unter ihren Füßen spüren wollen. 

Nebst Sonnenhungrigen am Strand finden sich Fischerinnen und Fischer, die die Sandbank nutzen, um ihrer Arbeit nachzugehen. Wer den Steg durch die Dünen nimmt, erreicht das einzige Restaurant der Insel, in dem hauptsächlich Meeresfrüchte aufgetischt werden.