Kilometerlange Sandstrände wie aus dem Bilderbuch, Nationalparks, in denen Elefanten und Löwen heimisch sind, und pulsierendes Großstadtleben – nein, die Rede ist nicht von Südafrika, all das findest du auch im Senegal! Nur weiß davon kaum jemand, da bislang meist nur abenteuerlustige Individualreisende das Land besuchten. 

Langsam könnte sich das allerdings ändern. Seit November gibt es ab Düsseldorf zwei Direktflüge pro Woche in die senegalesische Hauptstadt Dakar. Außerdem bieten erste Reiseveranstalter wie Tui Pauschalreisen an. Wir verraten dir, welche Highlights der Senegal zu bieten hat.

Sandstrand in dem Urlaubsort Saly im Senegal.

Der Senegal war ehemals eine französische Kolonie (Amtssprache ist Französisch) und ist flächenmäßig etwa halb so groß wie Deutschland. Zu seinen Nachbarn zählen Mauretanien im Norden, Mali im Osten sowie Guinea und Guinea-Bissau im Süden. Im Westen schlagen die Wellen des Atlantiks gegen die 500 Kilometer lange Küste des Senegals. Komplett vom Senegal umschlossen wird der Staat Gambia.

Die schönsten Strände im Senegal 

Wer Lust auf Strandurlaub hat, sollte das Städtchen Saly in der Region Petite Côte besuchen. Der Ort liegt nur etwa 90 Kilometer entfernt von Dakar und bietet Reisenden neben einem von Palmen umgebenen Strand viele Restaurants mit frischem Fisch auf der Karte und diverse Einkaufsmöglichkeiten.

Die Altstadt der Insel Gorée im Senegal besteht aus bunt gestrichenen Häusern.

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Ein weiterer Tipp: die Insel Gorée, die seit 1978 zum Weltkulturerbe zählt und komplett autofrei ist. Auch hier kannst du dein Strandtuch aufschlagen und einfach nur entspannen. Es lohnt sich aber auch, sich mit der bewegten Geschichte der Insel auseinanderzusetzen. In der Vergangenheit wurde Gorée als Zwischenstation zur Sklavenverschiffung genutzt, das „Maison des Esclaves“ kann bis heute besichtigt werden und dient der Erinnerung an jene dunklen Zeiten. 

Naturwunder im Senegal: Der „Rosa See“

Etwa 35 Kilometer von Dakar entfernt erwartet dich ein ganz besonderes Highlight: Dort liegt der Lake Retba, auch bekannt als „Pink Lake“, also als „Rosa See“. Wegen seiner außergewöhnlichen Färbung zählt er zu den meistbesuchten Orten im Land und wird sogar als Unesco-Welterbe in Betracht gezogen. Seine besondere Farbe erhält der See durch eine spezielle Algenart, die ein rotes Pigment produziert.

Der Lake Retba im Senegal wird auch „Rosa See“ genannt.

Der See sieht aber nicht nur spektakulär aus. Aufgrund seines hohen Salzgehalts haben Besucherinnen und Besucher im Wasser auch das Gefühl zu schweben – ähnlich wie im Toten Meer in Israel. Außerdem ist das Salz im See eine Einnahmequelle für Einheimische, die das Salz manuell vom Grund des Sees harken und verkaufen. 

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Nationalparks im Senegal

Wer die Weite der senegalesischen Landschaften genießen oder die senegalesische Tierwelt kennenlernen möchte, sollte einen der Nationalparks des Landes besuchen.

Etwa den Nationalpark Djoudj im Norden des Landes, der sich auch hervorragend zur Vogelbeobachtung eignet. Oder den Niokolo-Koba im Südosten, der sich über eine Fläche von 8000 Quadratkilometern erstreckt und neben verschiedenen Vogelarten auch Nilpferden, Krokodilen und Schimpansen eine Heimat bietet. Hier werden auch Safaris mit Übernachtungen in Camps angeboten.

Mit dem Boot durch die Mangroven im Sine-Saloum-Delta.

Der Nationalpark Sine Saloum fasziniert hingegen mit seinen großen Mangrovenwäldern und gehört seit 2011 zum Unesco-Welterbe. Spätestens bei einer Bootsfahrt durch die Mangrovenwälder hast du den stressigen Alltag zu Hause endgültig vergessen.

Ein weiteres Naturwunder ist der Wasserfall von Dindefelo im gleichnamigen Nationalpark, etwa 35 Kilometer von Kedougou und weniger als zehn Kilometer von Guinea entfernt. 100 Meter stürzt das Wasser dort über mehrere Wege in die Tiefe. 

Der Name des Wasserfalls entstammt dem Pullar, dem Dialekt der Volksgruppe der Peul, der Mehrheit in der Region Kegoudou. Übersetzt bedeutet er „Neben dem Berg“.

Dakar: Die pulsierende Metropole

Du hast dich ausreichend in der Natur erholt und hast Lust auf Stadtleben? Dann auf nach Dakar. In der Stadt mit mehr als einer Million Einwohnerinnen und Einwohnern pulsiert das Leben. Hier findest du nicht nur eine große Auswahl an Restaurants und Cafés, sondern auch schicke Boutiquen. Zu den Wahrzeichen der Stadt zählt die Moschee de la Divinité, die Moschee der Göttlichkeit. 

Die Moschee der Göttlichkeit in Dakar, Senegal.

Im Jahr 2019 wurde in Dakar zudem die größte Moschee Westafrikas eingeweiht. Die Massalikul-Jinaan-Moschee. Etwa 95 Prozent der Bevölkerung des Senegals gehören dem islamischen Glauben an.

Wann ist die beste Reisezeit für den Senegal?

Die beste Zeit, um sich in den Flieger in Richtung Senegal zu setzen, ist von November bis Mai. In diesem Zeitraum ist im Senegal Trockenzeit – die Temperaturen liegen dann zwischen 25 und 30 Grad Celsius, die Luftfeuchtigkeit beträgt etwa 75 Prozent.

Die Regenzeit ist für Urlauberinnen und Urlauber deutlich schwerer zu ertragen. In dieser Zeit werden in der Regel 30 bis 40 Grad gemessen, die Feuchtigkeit beträgt nur schwer vorstellbare 95 (!) Prozent. 

Gibt es viel Kriminalität im Senegal?

Auch über die Kriminalität im Land informiert das Auswärtige Amt: So sollten sich Reisende besonders in Dakar vor Taschendieben in Acht nehmen. Gewalttätige Übergriffe seien möglich, jedoch selten. Um sich zu schützen, sollten Touristinnen und Touristen keine nächtlichen Spaziergänge unternehmen.

Tagsüber sollten nicht benötigte Wertsachen im Hotelzimmer bleiben. Vor Reisen in die unmittelbaren Grenzgebiete zu Mali rät das Auswärtige Amt ab. Gleiches gilt für den südlichen Teil von Mauretanien. 

Welche Impfungen brauche ich für den Senegal?

Wer länger als vier Wochen durch den Senegal reisen will, benötigt eine Impfung gegen Poliomyelitis (Kinderlähmung). Wer aus einem Gelbfiebergebiet einreist, muss sich gegen die Krankheit impfen lassen.

Weitere konkrete Pflichtimpfungen für die direkte Einreise aus Deutschland sind nicht vorgeschrieben, generell dringend empfohlen werden aber Impfungen gegen Gelbfieber, Masern, Hepatitis A, Hepatitis B, Typhus, Tollwut und Meningokokken.

Einreise in den Senegal: Was Reisende beachten müssen

Wer in den Senegal reist, benötigt einen (vorläufigen) Reisepass oder einen Kinderreisepass. Die Dokumente müssen sechs Monate über die Reise hinaus gültig sein. 

Deutsche Staatsangehörige benötigen für die Einreise und den Aufenthalt von bis zu drei Monaten kein Visum. Ein Rückflugticket, sowie Nachweise zur Unterkunft sind bei der Einreise regelmäßig vorzulegen.