Die großen Metropolen Europas haben eines gemeinsam: Sie sind spannend, aber auch gut besucht. Doch nicht immer hat man Lust auf volle Innenstädte, Touristenmassen und Menschenmengen vor beliebten Sehenswürdigkeiten.

Der Gegenpol sind jene Orte Europas, an denen du in einer gechillten Atmosphäre Urlaub machen kannst. Wir reisen mit dir in die entspanntesten Städte Europas.

Reykjavík, Island

Vielleicht liegt es an dem Mix aus der Lage im rar besiedelten hohen Norden und der gewaltigen Natur, die Reykjavík umgibt, dass die Hauptstadt von Island so entspannt ist. Beim „Städte-Stress-Index 2021“ landete Reykjavík auf Platz eins – und erhielt unter anderem Bestwerte für Sicherheit, soziale und politische Stabilität, die ausgezeichnete Luft und die geringe Lärmbelastung.

Hoch im Norden liegt mit Reykjavík die entspannteste Stadt Europas – laut „Städte-Stress-Index“.

Eine Reise nach Reykjavík lohnt sich also in jedem Fall. Highlights der Stadt sind die Kirche Hallgrímurs, die aufgrund ihrer Architektur aussieht wie eine Rakete, das Konzerthaus Harpa am alten Hafen Reykjavíks, die Einkaufsstraße Laugavegur, die bereits im Jahr 1885 gebaut wurde, und die zahlreichen Boutiquen, Bars, Galerien und Museen. Von November bis Februar haben Reisende auch die Chance, Nordlichter in Reykjavík zu sehen.

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Bern, Schweiz

Die Schweiz punktet nicht nur mit Käse, Schokolade und Neutralität, sondern auch mit wunderschönen Städten. Eine sticht hervor: Bern gilt als entspannteste Stadt des Alpenlandes. Obwohl es sich um die Hauptstadt der Schweiz handelt, ist sie längst nicht die größte: Nur 135.000 Menschen leben in Bern (zum Vergleich: in Zürich sind es rund 420.000), was für ein relaxtes Flair sorgt.

Bern schaffte es beim „Städte-Stress-Index 2021“ auf Platz zwei.

Da wundert es nicht, dass Bern beim „Städte-Stress-Index 2021“auf Platz zwei landete. Ohne Stress geht es in die malerische Altstadt, die 1983 zum Unesco-Weltkulturerbe erklärt wurde.

Rund um den Zytglogge, den Zeitglockenturm, thronen die ältesten Gebäude. Richtig ruhig wird es in den Museen der Stadt, zum Beispiel im Kunstmuseum Bern oder im Zentrum Paul Klee, oder draußen am Wasser an der Aare oder dem Egelsee.

Edinburgh, Schottland

Wer den Gegenpol zum hektischen London sucht, ist in Edinburgh genau richtig: Die Hauptstadt Schottlands hat „nur“ 530.000 Einwohnerinnen und Einwohner, vor allem aber weniger Reisende: Während jedes Jahr 20 Millionen Urlauberinnen und Urlauber nach London kommen, sind es nur 2,4 Millionen in Edinburgh. Dazu kommt ein kompaktes Stadtzentrum, die Lockerheit der Schottinnen und Schotten und trotz urbanem Flair viel Natur und Grünflächen.

Das entspannte Gegenstück zu London ist die schottische Hauptstadt Edinburgh.

Edinburgh wurde auf sieben Hügeln gebaut. Der schönste Aussichtspunkt liegt auf einem von ihnen: Arthur’s Seat ist ein Vulkan von vor über 350 Millionen Jahren, der sich vor der Stadt erhebt und an dem man spazieren kann.

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Dann sieht man auch, wie nah das Meer ist: Edinburgh liegt am Firth of Forth, einem Fjord, der in die Nordsee mündet. Wer Highlights wie das Edinburgh Castle, die Royal Mile, Princes Street oder Holyrood Park gesehen hat, kann easy am Meer relaxen.

Luxemburg-Stadt, Luxemburg

Kleines Land, große Entspannung: Knapp 20 Prozent der Gesamtbevölkerung Luxemburgs leben in der Hauptstadt Luxemburg-Stadt, Stress gibt es hier aber selten. Denn die 128.000-Einwohner-Stadt legt einen großen Fokus auf Slow Tourism, also den langsamen Tourismus. Man soll bewusst reisen und in der Stadt alles bewusst erleben.

Luxemburg-Stadt hat einen großen Fokus auf Slow Tourism.

So geht es entspannt zu Sehenswürdigkeiten wie der Altstadt, dem Europaviertel und dem Regierungsviertel, zur Kathedrale Notre-Dame mit ihren drei Türmen oder den Bockkasematten, in den Felsen gehauene Höhlen und Gänge, die ab dem 17. Jahrhundert zu Verteidigungszwecken angelegt wurden.

Ein Highlight ist die Slow-Food-Szene, die 1999 etabliert wurde: Neben regionalen und nachhaltigen Gerichten gibt es Märkte, Kochseminare, Geschmacksworkshops, Besichtigung von Erzeugern und vieles mehr.

Helsinki, Finnland

Ein Land, in dem das Schwitzen in der Sauna zum nationalen Kulturgut zählt, kommt natürlich auch mit entspannten Städten daher. Ganz weit vorn spielt Helsinki mit. Beim „Städte-Stress-Index 2021“ landete die finnische Hauptstadt auf Platz drei.

Laut den Fachleuten der Studie erfüllt Helsinki viele Kriterien, die einen entspannten Aufenthalt ermöglichen. Die allgegenwärtige Sauna als Ort zum Entspannen und sozialer Treffpunkt ist nur ein Pluspunkt von vielen.

Beim „Städte-Stress-Index 2021“ landete Helsinki auf Platz drei.

Die Natur ist ein weiterer: Wer nach Helsinki reist, entdeckt eine moderne Metropole, die von der unendlichen Weite der Ostsee mit Hunderten Inseln und Schären umgeben ist. Der Mix aus Stadt und Wasser sorgt für Entspannung, die sogar anhält, wenn man die gut besuchten Sehenswürdigkeiten der Stadt besucht: den Dom zu Helsinki, die Uspenski-Kathedrale, die Felsenkirche oder den hippen Design District Helsinki.

Vaduz, Liechtenstein

Liechtenstein ist so klein, dass es nicht mal eine Stunde braucht, um das Land mit dem Auto zu durchqueren. 12 mal 25 Kilometer – so winzig ist das sechstkleinste Land der Welt. Zwischen Bergen und Rhein an den Grenzen zu Österreich und der Schweiz gelegen, ist das Fürstentum rundum entspannt und die Hauptstadt Vaduz ein ideales Ziel für gechillten Urlaub.

Vaduz in Liechtenstein ist klein, charmant und entspannt.

Schon der Name der Altstadt – Städtle – verspricht Gemütlichkeit. Hier reihen sich Geschäfte, Restaurants und Hotels aneinander, dazwischen zeigt sich die kunstvolle Seite des Städtles: Sechs Museen befinden sich auf 600 Metern. Über dem Städtle thront das Schloss.

Im zwölften Jahrhundert erbaut, wird das Gebäude seit 1939 von der fürstlichen Familie bewohnt. Denn Liechtenstein ist eine Monarchie auf Demokratiebasis und wird von Fürst Hans-Adam II. und Fürstin Marie volksnah regiert.

Graz, Österreich

Die österreichische Hauptstadt Wien landet regelmäßig auf den vorderen Plätzen der lebenswertesten Städte der Welt, es ist aber die zweitgrößte Stadt des Landes, die die größte Gemütlichkeit verspricht: Graz im Südosten von Österreich hat 283.000 Einwohnerinnen und Einwohner und gilt als entspannte und vielseitige Studentenstadt, die innerhalb und außerhalb mit viel Natur punktet.

Graz statt Wien: Die zweitgrößte Stadt Österreichs bietet viel Gemütlichkeit.

Schon das Wahrzeichen der Stadt liegt im Grünen: Der Schlossberg ist ein Dolomitfels, auf dem man die Überreste einer Festung sehen kann, die im Guinnessbuch der Rekorde als stärkste Festung aller Zeiten verzeichnet ist. Nicht mal Napoleon schaffte es, die Festung zu erobern!

Oben thront der Uhrturm, das Wahrzeichen von Graz. Weitere Highlights der Stadt sind der Hauptplatz, die Innenstadt mit ihren schmalen Gassen, hippe Bezirke wie Lend und Gries, die Murinsel, eine Stahlkonstruktion in Form einer halb offenen Muschel in der Mur, und Museen wie das Kunsthaus Graz.

Stockholm, Schweden

Die Nähe zur Natur macht Stockholm zu einer der entspanntesten Städte Europas. Das Wasser ist nie weit entfernt! Kein Wunder: Die schwedische Hauptstadt umfasst 14 Inseln eines großen Archipels in der Ostsee, die durch mehr als 50 Brücken verbunden sind. Trotz 975.000 Einwohnerinnen und Einwohnern ist das Flair der Stadt relaxt.

Eine Stadt am Wasser mit relaxtem Flair: Stockholm.

Das spürst du vor allem, wenn du dich auf ein Boot begibst und einen Ausflug in die Stockholmer Schären machst. Von Hektik ist hier keine Spur, die gewaltige Natur ist der Hauptdarsteller. Zurück in der Stadt geht es dann durch die malerische Gamla Stan, die Altstadt von Stockholm, zum königlichen Stockholmer Schloss, ins Vasa-Museum oder ins Abba-Museum – weil Musik entspannend wirkt.