Normale Aussichtpunkte sind dir zu langweilig und Höhenangst kennst du nicht? Du suchst nach 360-Grad-Spannung und willst den Thrill spüren, wenn du durch einen gläsernen Boden nach unten blickst? Wir stellen dir spektakuläre Orte weltweit vor, an denen du nach oben, unten, rechts und links freie Sicht hast. 

Ob in der Natur oder mitten in der Stadt, verglaste Aussichtspunkte gewinnen immer mehr an Beliebtheit. Beobachte Menschenmassen, die wie Ameisen unter deinen Füßen wuseln, oder entdecke die Schönheit der Natur, wenn du, nur durch eine Glaskonstruktion getrennt, über Abgründe blickst.

Skywalk auf dem Sonnenstein in Deutschland

Mit 486 Metern Höhe gehört das Felsplateau des Sonnensteins zu den höchsten Punkten im Eichsfeld. Genau hier, über den Baumwipfeln und auf 14 Metern Länge, ist die Adrenalin-Sensation Thüringens seit 2017 zu finden. 5,2 Zentimeter Spezialglas trennen gewillte Schaulustige vom freien Fall. 

Mit jedem Schritt weiter hinaus auf den Skywalk verstärkt sich das Gefühl der Schwerelosigkeit. Für Orientierung sorgen kleine Tafeln auf der Aussichtsplattform, von der aus bis nach Ravensberg, Tettenborn und Nordhausen geblickt werden kann.

„Treppe ins Nichts“ in Österreich

In 400 Metern Höhe und mit Durchsicht nach unten, stehst du auf dieser Aussichtsplattform. Die sogenannte „Treppe ins Nichts“, wie Österreichs Attraktion auf dem Dachstein-Gletscher genannt wird, besteht aus 14 Stufen, die auf die Plattform führen. Und sie ist nur Hartgesottenen vorbehalten.

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Denn um den gläsernen Adrenalinkick überhaupt zu erreichen, muss vorher eine auf 400 Metern Höhe angebrachte Hängebrücke überquert werden, die 100 Meter lang ist. Wer bei diesen Höhenangaben schlotternde Knie bekommt, kann sich erst mal auf dem Dachstein Sky Walk herantasten. Teile der Plattform sind ebenfalls aus Glas, du blickst hier aber „nur“ 250 Meter in die Tiefe.

Die Treppe ins Nichts: Nichts für schwache Nerven.

God’s Window Skywalk in Südafrika

Es soll noch höher und spektakulärer sein? Bitte sehr. Südafrika will im Blyde River Nature Reserve 2023 einen Skywalk auf dem Aussichtspunkt God’s Window eröffnen, und zwar in 900 Metern Höhe.

Die Glaskonstruktion über dem Abgrund soll einen 360-Grad-Panoramablick auf die üppigen Wälder des Landschaftsschutzgebiets der Region Lowveld in der Nähe der Grenzen zu Mosambik, Simbabwe und Botswana freigeben.

Nichts für schwache Nerven: Der Skywalk am God’s Window an der Mpumalanga-Panoramaroute hängt 900 Meter über der Erde.

Wer bei dem Erlebnis noch nicht in Ohnmacht gefallen ist, den erwartet noch mehr Abenteuer. Eine Sky Bridge, eine Sky Swing und ein Schwerelosigkeitsraum sind ebenfalls geplant und sollen Touristinnen und Touristen anlocken. 

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Skywalk auf der Steilklippe Cabo Girão in Portugal

Eine Mutprobe aus Glas und Eisen bahnt sich in luftigen Höhen von Madeira ihren Weg. 580 Meter Höhe misst der Cabo Girão, das höchste Kap Europas. Und hier findet sich auch die gläserne Aussichtsplattform. Wer auf der über die Klippe hinausragenden Plattform steht, meint zu fliegen und blickt in das Meer weit unten unter seinen Füßen. 

Neben seiner Funktion als Hotspot für grandiose Aussichten ist der Cabo Girão auch ein beliebter Ort für Paragliding und Base Jumping. Man kann quasi sagen, dass sich hier das Adrenalin der gesamten Insel bündelt.

Pha Ngao Skywalk in Thailand

In Chiang Rai im Norden Thailands steht seit dem 20. Oktober 2022 eine neue Attraktion bereit. Gläserne Stege führen zu achteckigen Glasplattformen und geben den 360-Grad-Blick auf das Goldene Dreieck zwischen Thailand, Laos und Vietnam frei. Die Aussichtsplattform Pha Ngao Skywalk ermöglicht sogar den Blick auf den 400 Meter entfernt liegenden Grenzfluss Mekong. 

Umgerechnet 40 Baht Eintritt pro Person, das entspricht ein paar Cent mehr als einem Euro, kostet der imposante Blick. 100 Touristinnen und Touristen dürfen die Plattformen gleichzeitig besuchen, alle werden mit speziellen Socken ausgestattet, um die Glasböden zu schonen.

Grand Canyon Skywalk in den USA

Über dir der Himmel, unter dir der Grand Canyon, das bietet seit 2007 diese gläserne Aussichtsplattform über einem Seitencanyon. 21 Meter weit ragt die Plattform in den Abgrund und bis zu 120 Personen gleichzeitig dürfen sich auf der Attraktion aufhalten.

Frei wie ein Vogel kannst du dich beim Blick in die Tiefe auf dem Grand Canyon Skywalk fühlen.

Unter deinen Füßen siehst du einen Felsvorsprung, der etwa 300 Meter entfernt ist, auch der etwa zwei Kilometer entfernte Colorado River ist von hier aus zu erspähen. Das Glas der gut 30 Millionen Euro teuren hufeisenförmigen Glasbrücke stammt übrigens aus Deutschland. Das Spezialglas soll Erdbeben der Stärke sieben und Windgeschwindigkeiten von bis zu 160 Stundenkilometern trotzen. 

Skywalk Biokovo in Kroatien

Das Biokovo-Gebirge, die kroatische Adriaküste und kleine Inseln liegen wie gemalt vor dir, wenn du dich auf diese Aussichtplattform wagst. 2020 eröffnete dieser spektakuläre Skywalk in der Region Dalmatien in Kroatien im Naturpark Biokovo. Der Skywalk befindet sich direkt am Ravna-Vlaska-Pass und ragt zwölf Meter über die Klippe hinaus.

Bis zu 30 Adrenalinfans gleichzeitig dürfen den gläsernen Steg betreten, der 1228 Meter über dem Meeresspiegel liegt. Wer gerne gefühlt den Boden unter den Füßen verliert, kann das hier auf der insgesamt 23 Meter langen Glaspromenade erleben.

Freier Blick zu allen Seiten: Das ermöglicht der Skywalk Biokovo in Kroatien.

Aussichtsplattform „Langya Mountain Glass Walkway“ in China

China ist ein großer Fan von gläsernen Aussichtplattformen, Glasbrücken und Co. Immer mehr spektakuläre Konstruktionen entstehen über schier endlos scheinenden Abgründen. Ein besonderes Gefühl für den Berg Mount Langya in der chinesischen Provinz Hebei bekommen besonders Hartgesottene beim Betreten dieser Plattform.

Nicht jede und jeder ist diesem Nervenkitzel gewachsen, denn bereits der Zugang zur Plattform gleicht einer Mutprobe. Über eine steile Wanderung, die mit einer Seilbahnfahrt kombiniert werden kann, gelangst du zu einer schmalen Glasbrücke. Ist diese überstanden, hast du auf der auf 450 Metern Höhe gelegenen, kreisförmigen Plattform freie Sicht auf eine Schlucht und den Berg Langya sowie auf das umliegende Waldschutzgebiet. 

Mutigen vorbehalten: die Glaskonstruktion Langya Mountain Glass Walkway in China.

Summit One Vanderbilt in New York

Berge und Schluchten gut und schön, aber du willst eine Stadt zu deinen Füßen? Dann ab nach New York. Seit dem 21. Oktober 2021 kannst du hier neue Perspektiven erleben. Im Wolkenkratzer One Vanderbilt in Midtown Manhattan geht es mit, wie sollte es anders sein, einem gläsernen Fahrstuhl nach oben zur Aussichtsplattform Summit One Vanderbilt. „Oben“ bedeutet in Zahlen: in die 59. Etage in 310 Metern Höhe. 

Vollständig verglaste Glasboxen ragen hier aus dem Wolkenkratzer und du kannst das geschäftige Treiben zu deinen Füßen aus 310 Metern Höhe durch den Glasboden betrachten. Das reicht dir nicht? Dann steig doch noch mal in den Glasaufzug und fahre bis zum höchsten Aussichtspunkt in 364 Metern Höhe.

In einem Glaskasten schwebst du über den Straßen der Stadt.

Mahanakhon Skywalk in Bangkok

Auch Bangkok kann mit New York mithalten. 63 Quadratmeter Glasboden trennen dich auf Thailands höchster Aussichtsplattform vom Fall in die Tiefe. Im 74. Stock auf 310 Metern Höhe eröffnet der Mahanakhon Skywalk neue Perspektiven. 

Yoga mit Weitsicht: Ein Wein-Yoga-Kurs auf dem Mahanakhon Skywalk.

Am Abend begleiten Drinks und DJs die Panoramasicht und den Sonnenuntergang. Wer nicht nur der Weitsicht, sondern auch dem Yoga verfallen ist, kann hier das Besondere erleben. Bei Yoga-Kursen auf der gläsernen Plattform werden bei Posen wie dem „herabschauenden Hund“ ganz neue Perspektiven möglich. Na dann, Namaste!

„Schritt ins Leere“ beim Mont-Blanc-Massiv in Frankreich

Klein, aber oho! Diese Aussage passt auf den gläsernen Kubus im Mont-Blanc-Massiv in Frankreich. Der vollverglaste kleine Würfel wird als „Pas dans le Vide“, übersetzt: Schritt ins Leere, bezeichnet und befindet sich auf dem Gipfel des Aiguille du Midi. Mit der Seilbahn erreichst du diesen spektakulären Aussichtspunkt in 20 Minuten.

Wie viel Abgrund darf es sein? Beim Pas dans le Vide geht es in Filzpantoffeln in den gläsernen Würfel.

Wer starke Nerven beweist und den Kubus betritt, hat das Gefühl, 1000 Meter über dem Abgrund zu schweben. Lediglich das zwölf Millimeter dicke Glas trennt dich vom freien Fall. Die Belohnung dieser Mutprobe ist die grandiose Aussicht auf die französischen, italienischen und Schweizer Alpen.