In den letzten zwei Jahren sind die Deutschen eher ruhig ins neue Jahr gestartet. Das lag vor allem am pandemiebedingten Böllerverbot. In diesem Jahr sieht es für Böllerfreunde wieder besser aus: Einschränkungen aufgrund von Corona sind nicht in Sicht. Trotzdem wird es in einigen Städten nicht möglich sein, überall zu böllern. 

Böllerverbotszonen in etlichen deutschen Städten

Wie das RedaktionsNetzwerk Deutschland berichtet, soll es in mehreren Teilen Berlins wieder sogenannte Verbotszonen geben, unter anderem am Alexanderplatz. Diese gab’s übrigens auch schon vor Corona und sollte die Zahl der Verletzungen und Auseinandersetzungen reduzieren.

Auch in Nordrhein-Westfalen planen einige Städte Böllerverbote, darunter Köln, Düsseldorf und Bielefeld. Auch da sollen sich die Verbote auf bestimmte Zonen in der Innenstadt beschränken.

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In Köln kannst du am Silvesterabend nicht überall böllern.

München und Nürnberg behalten ebenfalls die eingerichteten Verbotszonen für die Knallerei. Willst du also an der Nürnberger Kaiserburg ins neue Jahr starten, solltest du die Böller lieber daheim lassen.

Niedersachsen: In diesen Städten ist Böllern verboten

Auch in Hannover wirst du mit Verbotszonen rechnen müssen. Bereits seit dem Jahreswechsel 2018/2019 ist das Mitführen und Abbrennen von Feuerwerkskörpern in Teilen der Innenstadt nicht erlaubt. Laut NDR rechnet ein Stadtsprecher damit, dass es wieder Verbote in der Innenstadt geben wird. 

Auch in Braunschweig, Oldenburg und Celle gibt es ein grundsätzliches Verbot von Feuerwerk zum Beispiel an Kirchen, Krankenhäusern, Kinder- und Seniorenheimen. Ebenso ist in der historischen Altstadt in Göttingen das Böllern verboten.

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Böllern an Silvester: Extrem hohe Strafen in Bremen

In Bremen sind die Strafen richtig hoch, wenn du beim Böllern in den Verbotszonen erwischt wirst. Zwischen 5000 und 50.000 Euro werden da fällig. 

In Bremen gibt es Zonen, in denen das Böllern und Raketenzünden verboten ist. Wer sich nicht dran hält, muss tief in die Tasche greifen.

In Hamburg dagegen sind aktuell keine Verbote geplant, dort habe man sich laut RedaktionsNetzwerk Deutschland noch nicht entschieden, ebenso wenig in Frankfurt. 

An den Küsten gibt es Verbotszonen schon seit Jahren 

An den deutschen Küsten dagegen gibt es zum großen Teil schon klare Pläne: So ist die private Böllerei im Ostseebad Boltenhagen komplett verboten, berichtet die „Ostsee-Zeitung“. Du darfst zwar nicht selber knallen, kannst aber das öffentliche Raketen-Event auf der Seebrücke genießen.

Silvesterfeuerwerk an der Küste, wie hier am Strand von Travemünde, ist nicht überall verboten, aber auch nicht durchgehend erlaubt.

Übrigens: In einigen Ostseebädern ist das Böllern und Raketenabfeuern schon seit Jahren verboten. Nicht, weil die Entscheider und Entscheiderinnen dort besonders tierlieb sind oder ihnen die Umwelt zu Silvester noch mal mehr am Herzen liegt. Nein, ganz einfach um die Reetdächer zu schützen, die dort viele Häuser bedecken. Das gilt auch für die Nordsee-Inseln Sylt, Amrum und Föhr

So gibt es beispielsweise auf dem Darß eine Verbotszone von 180 Metern zu reetgedeckten Häusern, schreibt die „Ostsee-Zeitung“. Und durch die Menge dieser Häuser ist das Böllern innerorts quasi unmöglich.

Auf der Insel Hiddensee bist du genau richtig, wenn du die Böllerei so gar nicht magst, denn hier ist das seit Jahren verboten. Auch deshalb, weil Hiddensee in einem Naturschutzgebiet liegt. 

Sachsen plant keine Verbote

In Dresden und dem Rest von Sachsen steht einem knallstarken Silvester bis jetzt nichts im Wege.

Wenn du keine Lust auf Böllerverbote hast, kannst du deinen Silvestertrip ja in Sachsen planen. Hier geht aktuell niemand von Böllerverboten aus, heißt es aus dem Ministerium gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Übrigens: Die Forderung nach einem generellen Böllerverbot von der Umwelthilfe wurde vom Bundesinnenministerium zurückgewiesen.