Doppelt so viele Sitze, Komfort, leichtere Steuerung: Die Boeing 747 gilt als Revolutionärin der Luftfahrt. Bei ihrem Jungfernflug 1969 stellte sie alles bisher da gewesene in den Schatten – den Status als Legende hat sie bis heute behalten. Allen Nachfolgern der 747 ist eines gemeinsam: die 7 im Namen. Doch woran liegt das?

Manche meinen, die beiden Siebenen würden auf den Winkel der Flügel anspielen. Andere glauben, die Zahl Sieben sei als Glücksbringer von Boeing ausgewählt worden. Doch die Realität sieht wesentlich profaner aus: Es war eine Idee der Marketing-Abteilung.

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Während des Zweiten Weltkrieges hatte sich Boeing, wie viele andere Unternehmen auch, zu einer rein militärischen Firma entwickelt. Das wollte William Allen, der damalige Präsident, nach Ende des Krieges ändern, wie das Unternehmen berichtet. Er plante wieder den Bau von zivilen Maschinen und auch für die Raumfahrt.

Flugzeugkategorien erhalten eigene Nummernfolgen

Dabei sollte jede Kategorie eine eigene Nummerierung erhalten: A300 oder 400 für Propellermaschine, die 500er-Nummern waren für Turbinen-Flugzeuge reserviert, 600 für Raketentriebwerke und die 700 für Jet-Transportflugzeuge.

Das erste Modell der Boeing-Reihe hätte also eigentlich 700 heißen müssen, hätte die Marketing-Abteilung damals nicht ihr Veto eingelegt. Sie befand die 700 für zu unsexy für eine Werbekampagne und beschloss, direkt zur 707 zu springen. Die Wiederholung der 7 erschien ihnen einprägsamer.

Seitdem beginnen alle Nachfolger nach dem Schema 7–7: 717, 727, 737 und natürlich auch die berühmte 747, bis hin zum heute aktuellsten Modell, der 787. Und wie geht es danach weiter? „Aktuell gibt es keine Pläne für eine 797“, so ein Boeing-Sprecher auf Nachfrage des reisereporters. Im Jahr 2025 soll die Boeing 777-9 auf den Markt kommen. „Das wird unser neuestes 7-Familienmitglied.“